Segen – bedingungslos

Protestnote des DPSG DV Aachen zur Verlautbarung der Glaubenskongregation bezüglich der Segnung von homosexuellen Paaren. Die Diözesanleitung der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) im Diözesanverband Aachen widerspricht der Meinung der Glaubenskongregation aus dem Vatikan, die keine Möglichkeit sieht homosexuell Paare zu segnen. Keine Vorbedingungen für Gottes Segen „Gott liebt jeden Menschen. Bedingungslos.“, betont Pfarrer Achim Köhler, Diözesankurat. Weiter erklärt er: „Und sein Segen ist ein Ausdruck seiner Liebe. Deshalb kann es keine Vorbedingungen für Gottes Segen geben.“ Die Diözesanleitung des DV Aachen hat kein Verständnis für diesen Rückschritt. In der katholischen Kirche in Deutschland werde längst etwas anderes diskutiert, beispielsweise beim Synodalen Weg. Zudem sei das Verständnis der katholischen Jugendverbände schon lange weiter, als das der Amtskirche. Hier könne jede*r Mitglied werden, heißt es aus der Verbandsleitung. „Es ist selbstverständlich für uns, dass gleichgeschlechtliche Paare gesegnet werden können.“, ergänzt Pfarrer Köhler. Menschen fühlen sich verletzt Im DPSG Diözesanverband Aachen engagieren sich Pfadfinder*innen seit mehreren Jahren in der Arbeitsgemeinschaft „Pfadfinden queer gedacht“. Die AG setzt sich mit Themen der sexuellen Vielfalt, Orientierungs- und Identitätsfragen auseinander. Matthias Koß, Diözesanvorsitzender betont: „Die Äußerungen aus Rom haben viele Menschen verletzt.“ „Junge Menschen, die sich der LGBTQIA* zugehörig fühlen, sind Mit-glieder unseres Pfadfinder*innen-Verbandes“, erklärt Dr. Sarah Geenen, Diözesanvorsitzende des Verbandes. „Es ist selbstverständlich, dass wir auch ihre Interessen im Blick haben, und dass wir uns gegen jede Form von Diskriminierung stark machen.“...

Der Beerdigungsmessdiener

Norbert Blüm war Gründer des Rüsselsheimer DPSG-Pfadfinderstammes „Cherusker“ und 1956 dessen erster Feldmeister. Vor seiner Zeit als aktiver Pfadfinder war Nobi Messdiener in seiner Pfarrei. Im Erinnerungsbuch „Dann will ich´s mal probieren“ beschreibt er eines seiner Erlebnisse, besser gesagt eines Streiches. Die Vorlage lieferte wohl Wilhelm Buschs Geschichte von Max und Moritz und dem Lehrer Lämpel. Die Rolle der explosiven Lehrerpfeife vertrat ein liturgisches Gerät mit dem Namen Weihrauchfass. Er schreibt (gekürzte Fassung): „Von Beerdigungen verstehe ich etwas. Schließlich war ich vier Jahre Beerdigungsmessdiener. Das war eine heissbegehrte Position, denn es gab schulfrei und dazu fast immer ein Trinkgeld. Kein Wunder, dass ich meine Stelle gegen nachwachsende Generationen zäh verteidigt und jeden Anspruch auf Stellung und Trinkgeld zurückgeschlagen habe. Ich könnte meine Stelle als Friedhofsmessdiener heute noch haben, hätte ich meine Karriere nicht selbst mit einer übermütigen Dummheit beendet. Die Rollen im Beerdigungstrio waren fest verteilt. Reinhold trug das Vortrage-Kreuz, Karl war im Besitz des Weihrauchschiffchens (mit den Räucherkörnchen), ich amtierender Weihrauchschwenker am Rauchfass. An jenem Tag kam ich auf den Einfall, die Explosivkraft des Schiesspulvers, das wir verstreuten Patronen entnommen hatten, in einer neuen Mischung zu probieren, nämlich mit Weihrauch vermengt. Karl wusste nichts von der Sprengkraft dessen, was sich an diesem Tag in seinen Händen befand. Ich hatte durch frühzeitiges Eintreffen für die Präparation des Weihrauchs gesorgt. Kurz bevor der Priester die zu Herzen gehenden Worte sprach: „ Mit himmlichem Wohlgeruch erfülle deine Seele“ und dabei den Rauch aus dem silbernen Rauchfass schwenkend über dem Sarg entweichen liess, wurde der Weihrauch auf die glühende Kohle im geöffneten Rauchfass gestreut. Wie geahnt, erhofft und befürchtet gab es beim Zusammentreffen von Weihrauchpulver mit glühender Kohle eine ansehnliche Stichflamme. Das weisse Rosett des Pfarrers sah danach leicht verändert aus, die Stola etwas angesengt. Reinhold am...

Vorgezogenes Osterfeuer

Zum zweiten mal in Folge wird das traditionelle Osterfeuer, bei welchem die von den Pfadfindern (nicht nur in Höxter) eingesammelten Weihnachtsbäume verbrannt werden, coronabedingt nicht stattfinden können. Vergangenes Jahr wanderten die Bäume in den Kompost – dieses Jahr hat man sich etwas anderes überlegt. Verbrannt wurden die Bäume nämlich jetzt schon, auch am traditionellen Osterfeuerplatz. Die DPSG-Pfadfinder vom Stamm St. Ansgar haben aber ein Video davon erstellt, werden zu Ostern dann online gehen wird. Ganz so stimmungsvoll wie in Vorjahren schaut es freilich nicht aus. Das Bild entstammt einem solchen Vorjahr. Bildnachweis: Stamm Sankt Ansgar, DPSG Quelle: Neue Westfälische...

Diözesanversammlung erstmals digital...

Die diesjährige Diözesanversammlung der DPSG, Diözesanverband Aachen, tagte vom 6. bis 7. März – zum ersten Mal digital. Grund dafür waren die gegenwärtigen Corona-Maßnahmen. Wichtige Punkte auf der Tagesordnung waren die Vorstandwahlen. Die Diözesanversammlung wählte Matthias Koß als neuen Diözesanvorsitzenden und Achim Köhler als neuen Diözesankuraten. Zusammen mit Sarah Geenen, die bereits bei der DV 2020 zur neuen Diözesanvorsit-zenden gewählt worden war, bilden sie nun den neuen Vorstand. Matthias Koß freut sich über die zahlreichen neuen Themenfelder, die ihn erwarten: „Vor allem freue ich mich darauf, zusammen mit den Verbandsmitgliedern diesen neuen Weg zu gehen und gemeinsam un-seren schönen Verband zu gestalten.“ Für die scheidenden Vorstandsmitglieder Jonas Spinczyk (ehem. Diözesanvorsitzender) und Thomas Schlütter (ehem. Diözesankurat) heißt es Abschied nehmen. „Ich hatte eine tolle Zeit hier im Verband und bin unendlich dankbar für diese Zeit“, so Jonas Spinczyk. Auch Thomas Schlütter verspürt großen Dank: „Die DPSG hat mir ein neue Sicht auf die Kirche, die Welt und auf die DPSG gezeigt.“ Anträge am Puls der Zeit Corona beherrschte nicht nur die äußeren Gegebenheiten der Ver-sammlung, sondern spiegelte sich auch inhaltlich wider. So beschloss die Diözesanversammlung einen Initiativantrag zum Thema Impfgerechtigkeit im Rahmen der Covid-19-Pandemie. Der Vorstand wurde somit beauftragt, das Thema in die 88. Bundesversammlung der DPSG zu tragen. Die Arbeitsgruppe „Pfadfinden queer gedacht“ wurde darüber hinaus beauftragt, zu prüfen, ob bzw. welche Zugangsbarrieren für queere Teilnehmende an Veranstaltungen des DPSG Diözesanverbandes Aachen existieren. Bild: Der neue Vorstand des DPSG DV Aachen, v.l. Matthias Koß, Sarah Geenen, Achim Köhler Bildnachweis: DPSG Diözesanverband...

Spende der AFD: Abgelehnt!

Anfang Februar wurde das Pfadfinderheim des DPSG Stammes Münsterritter in Ingolstadt ein Raub der Flammen. Seither sind unzählige kleine aber auch große Spenden bei den Pfadfindern eingegangen, welche ihrerseits die Ärmel hochgekrempelt und den Schuttberg bereits nahezu entsorgt haben. Wie der Donaukurier berichtete, sind alleine in der ersten Woche nach dem Brand bereits Spenden in Höhe von über 40000 Euro eingegangen. Das Geld können die Pfadfinder sehr gut brauchen, denn mit dem Pfadfinderheim wurde auch ihre gesamte Zelt- und Lagerausrüstung Raub der Flammen. Als jedoch die AFD Ingolstadt 500€ anbot, wurde dieses Geld abgelehnt, denn die Werte und Positionen, welche die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg vertrete, seien unvereinbar mit jenen, für welche die AFD stehe. Kommentar: Na, da finden sich doch bestimmt Leute, welche diese Positionierung unterstützen möchten, indem sie ihrerseits noch spenden, falls nicht schon längst geschehen: Bei Bedarf werden auch Spendenquittungen ausgestellt, hierfür soll man sich an spenden@dpsg-muensterritter.de wenden. Stichwort: Schutterberg ist Heimat Münsterritter Schutterberg e.V. IBAN: DE66 7215 0000 0050 0489 17 Man kann auch per PayPal über die „Geld an Freunde senden“- Funktion spenden. Dafür einfach per PayPal an die E-Mail spenden@dpsg-muensterritter.de (Bitte nur über die „Geld an Freunde senden“ Funktion, da sonst Gebühren bezahlt werden müssen) Quelle: Donaukurier 19.02.2021 Bildnachweis: Facebookseite des DPSG Stammes Münsterritter  ...