Vorgestellt: Deutscher Pfadfinderbund...

Der heutige Deutsche Pfadfinderbund wurde 1945 in der Tradition der Reichsschaft deutscher Pfadfinder und des Neudeutschen Pfadfinderbundes in Berlin, zunächst unter der Bezeichnung „Bund deutscher Jugend von Berlin“ von Ebbo Plewe und Walter Jansen (Michael) gegründet. Der DPB ist interkonfessionell, jedoch nicht im Sinne von un- oder antikonfessionell. Seine Wurzeln sieht der DPB sowohl in der Pfadfinderbewegung, als auch der deutschen Jugendbewegung. Der DPB gliedert sich in vier selbständige Bundesteile: Mädchenbund, Jungenbund, Orden St. Georg und Orden St. Christophorus. Seine um die 2500 Mitglieder verteilen sich über ganz Deutschland mit Schwerpunkten in Berlin, Franken und an Rhein-Ruhr. Hier geht es zur Homepage des Bundes. Neugierig geworden? Mehr Informationen zu diesem und über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9). Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Bundeslager des Deutschen Pfadfinderbundes...

Nein, es ahnte niemand beim Abschlusskreis des Bundeslagers 2019, dass es drei Jahre dauern sollte, ehe man wieder zusammentreten können werde. Und zudem ein Intervallwechsel des Bundeslagers von „an allen ungeraden Jahren“ auf „na gut, dann halt die geraden Jahre“ notwendig werden würde. Über 1000 Mitglieder des DPB fanden ihren Weg an Pfingsten nach Leopoldstal, wo die aneinandergrenzenden Weiden gleich mehrerer Landwirte und in der Größe mehrerer Fußballfelder den Pfadfinderinnen und Pfadfindern von sehr jung bis Junggeblieben genügend Platz boten, um es (Ortsbezug – der Teutoburger Wald, der ja eigentlich höchstwahrscheinlich nicht der Ort der Varusschlacht war, liegt dort) den Römern mal so richtig zu zeigen. Geht ja nicht an, dass einfach eine militärisch scheinbar überlegene Macht einfällt und das Sagen übernimmt. Mit dem Wetter hatte man insofern Glück, als dass der primär auf Sonntag begrenzte Regen das „Kultur-„Festival einen Ort weiter scheinbar absaufen ließ, so dass plötzlich statt des vorherigen rundum-die-Uhr „Wumm Wumm Wumm“-Geräusches irgendwann erstaunlicherweise der Titelsong von „Titanic“ zu hören war und dann herrliche Stille herrschte. Also soweit 1000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder dann mal still sind. Netterweise war man sich in der Facebook-Gruppe „Wir Horn-Bad Meinberger“ einig, dass die Beschallung extrem nerve, aber bestimmt nicht von den Pfadfindern stamme. Recht hatten sie. Weniger Glück hatte man mit dem 9€-Ticket bzw. mit dem Bahn-Böschungsbrand bei Menden/Rhein-Sieg-Kreis, der den Bahnverkehr noch eine Runde mehr durcheinanderwirbelte und die letzte Gruppe am Freitag erst um halb ein Uhr nachts ankommen ließ. („Ich glaub, die Bahn hat den Böschungsbrand selbst gelegt, um davon abzulenken, das die Pfingsten und 9€-Ticket gleichzeitig nicht auf die Kette zu kriegen.“) Höhepunkt des Lagers war neben dem traditionellen Bundesfeuer eindeutig der Postenlauf. *Eigentlich* sind Postenläufe ja oft so konzipiert, dass man gefühlt 20-30 km läuft, minderinteressante Aufgaben löst, sich zwischendurch verläuft,...

Einweihung nach 14 Jahren Renovierung...

Nur älteren Bonner Bürgern dürfte es wie dem Auerberger Stadtverordneten Jürgen Wehlus gehen, der sich im Rahmen seines Grußwortes zur Eröffnungsfeier des Mühlenstumpfes noch gut daran erinnerte, dass dieser früher zugemauert, zugewachsen und dem Verfall einheimgegeben war. Dies änderte sich ab 2007, als der denkmalgeschützte Gebäuderest durch die Stadt Bonn an den Deutschen Pfadfinderbund als zukünftiges Gruppenheim übergeben worden war. Nach 14 Jahren Renovierungsarbeiten, in deren Rahmen um die 3000 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet worden waren und knapp 220.000€ investiert wurden, konnte am Wochenende vor Christi Himmelfahrt endlich die feierliche Einweihung erfolgen. Ein Grußwort sprach neben Jürgen Wehlus auch Franz-Josef Lersch-Mense, der Stiftungsvorstandes der NRW Stiftung, welche die Renovierung mit insgesamt 135.000€ bezuschusst hatte. Zu den Programmpunkten gehörten ein Vortrag über die Geschichte der Windmühle und der früher gegenüberliegenden Wassermühle von Lokalhistoriker Jürgen Haffke, eine „verrückte Versteigerung“, Filme zu vergangenen Sommergroßfahrten der Pfadfinderinnen und das sehr beliebte Badeentenwettschwimmen. Bei bestem Wetter lockte Leckeres vom Grill insgesamt weit über 100 Gäste an, darunter zahlreiche Vertreter des Ortsausschuss Auerberg sowie Bonner Politiker und Vertreter der Verwaltung. Finanziell gefördert wurde die Einweihungsparty aus Landesmitteln im Rahmen von „Neustart miteinander“. Im Rahmen der Renovierung hat sich im, am und rund um den Mühlenstumpf vieles verändert. Treppe und Etage wurden eingezogen, innenliegende Mauern entfernt, die Betonabdeckung erneuert, ein Dach aufgesetzt, es erfolgte eine Drainage und zuletzt der Anschluss an Ver- und Entsorgung. Ein festes Zentrum der Arbeit, wie sie im Mühlenstumpf entstanden ist, fördert das Fortbestehen und die Qualität der Gruppenarbeit in erheblichem Maße. Genutzt wird das Gebäude nun für die wöchentlichen Gruppenstunden der Pfadfinderinnen und Pfadfinder ab 7 Jahren ebenso wie für Wochenendaktionen oder Singerunden. Mitte vorn v.l.n.r.: Frau Heix, Regionalbotschafterin NRW-Stiftung; Herr Lersch-Mense, Stiftungsvorstand NRW-Stiftung; Almut Heimbach, Fördervereinsvorsitzende der Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Bildnachweis: Niklas Schröder. Zustand 2022 Scouting...

Gedenktag: Gründung des Deutschen Pfadfinderbundes (DPB)...

Heute vor 111 Jahren, am 18. Januar 1911, wurde der erste Deutsche Pfadfinderbund (DPB) gegründet. Er erhielt regen Zulauf und erreichte bald bis zu 90.000 Mitglieder. Erster Bundesführer („Reichsfeldmeister“) wurde Maximilian Bayer, der die Entstehung der Organisation maßgeblich mit angestoßen hatte. Als Bundeszeichen verlieh Kaiser Wilhelm II dem Bund das sogenannte Schachbrett, welches bis heute vereinzelt von deutschen Pfadfinderbünden oder auch einzelnen Gruppen getragen wird. Der DPB war anfänglich stark militärisch geprägt, sowohl was Organisation, aber auch Inhalt und Führungspersonal betraf. Doch nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg gewannen die Reformer innerhalb des Bundes mehr an Einfluss; schließlich mündete dies in mehreren Abspaltungen, die sich inhaltlich stärker am Wandervogel orientierten. 1933 wurde der DPB durch die Nationalsozialisten verboten und aufgelöst. Offizieller Rechtsnachfolger ist der „Deutsche Pfadfinderbund, gegründet 1911 e.V.“, der aber nur aus einem einzelnen Stamm bei Düsseldorf besteht. Der heutige „Deutsche Pfadfinderbund“ (DPB) hingegen hat mit dem Ursprungsbund nur den Namen gemein. Er wurde erst nach dem zweiten Weltkrieg gegründet und hat seine eigentlichen historischen Wurzeln in anderern Pfadfinderorganisationen. Nun hat damals bei der Zeremonie noch keiner sein Handy draufgehalten, aber vielleicht tröstet das historische Video von einem deutschen Pfadfinderlager aus 1962 darüber hinweg. Wenn wer einen Film vom Vorkriegs-DPB hat: Immer her damit. Zum weiterlesen: Beitrag über Maximilian Bayer. Beitrag über Alexander Lion. Faksimile-Ausgabe vom „Pfadfinderbuch“ (verfasst von Maximilian Bayer und Alexander Lion) Buchvorstellung: Alexander Lion – Höhen und Tiefen des Lebens Buch: Gründerväter der Pfadfinderbewegung von Stephan Schrölkamp Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und Jugendbewegung....

Happy End nach 13 Jahren

Im Oktober diesen Jahres konnten die Renovierungsarbeiten am Bonner Pfadfinderheim des Deutschen Pfadfinderbundes endlich abgeschlossen werden. Der historische Mühlenstumpf ist nun endlich mit Trinkwasser, Strom und Kanalanbindung versorgt. Insgesamt über 3000 ehrenamtliche Arbeitsstunden und 200.000€ wurden im Laufe der Jahre erbracht. Über die Baumaßnahmen haben die Pfadfinder einen kleinen Dokumentationsfilm für die Geldgeber und Spender...