Stammesnachmittag statt Lager

Da sich die Corona-Lage ständig verschärft, mussten die Pfadfinder vom Stamm Andreas Steinhauer Stadtoldendorf ihr ursprünglich geplantes Herbstlager mit Übernachtung im Wandervogellandheim bei Lüchtringen leider umplanen. Stattdessen trafen sie sich am Samstag, den 27.11.21 in Stadtoldendorf, um von dort aus auf einem kleinen Rundweg zum Kloster Amelungsborn zu wandern und im Anschluss im Hooptal bei Stadtoldendorf zusammenzukommen. Dort wurde gemeinsam am Lagerfeuer gekocht und gegessen. Auch die anstehenden Großereignisse für 2022, wie das Bundeslager der Christlichen Pfadfinderschaft Deutschlands (CPD) und das 100-jährige Stammesjubiläum wurden besprochen. Abends wurde es dann noch einmal feierlich für die Jüngsten des Stammes, als sie vor Gruppenleiter Julian Dreyer ihr Wölflingsversprechen ablegen durften und im Anschluss durch Verleihung des Grünen Halstuches als „Wölflinge“ in die Meute des Stammes Andreas Steinhauer aufgenommen wurden. Die Jüngsten der Pfadfinder im Alter von 6 – 12 Jahre orientieren sich als Gruppe an der Geschichte des Dschungelbuches von Rudyard Kipling und bezeichnen sich daher als Wölfe. Auch bei den älteren Pfadfindern fanden Aufnahmen statt, während derer Stammesführer Torsten Maiwald zwei neue Jungpfadfinder in den Stamm Andreas Steinhauer aufnahm und ihnen ihr blaues Halstuch überreichte. Das Pfadfinderversprechen legen alle Pfadfinder auf der Erde, egal welcher Nationalität oder Konfession im selben Wortlaut seit Gründung der Pfadfinderbewegung ab. Abschließend ließ man den Tag mit Tchai, dem traditionellen Getränk der Pfadfinder, und Gesang am Feuer ausklingen, ehe man im Zuge einer kleinen Nachtwanderung nach Stadtoldendorf zurückkehrte. Die Wölflinge (ab 6 Jahren) und Pfadfinder (ab 13 Jahren) treffen sich 14-tägig samstags zu gemeinsamen Unternehmungen. Weitere Infos und die aktuellen Termine sind auf der Homepage unter www.pfadfinder-stadtoldendorf.de Oder auch ganz neu auf Instagram @pfadfinderstadtoldendorf zu finden. Wir freuen uns über Euer Interesse! Quelle/Foto: Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands...

Abgesagt. Ein emotionaler Brief.

Der Diözesanverband Fulda der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) hat einen „Brandbrief“ an Politik und Öffentlichkeit verfasst, den wir hier gern weiter verbreiten: „Abgesagt. In der Kinder- und Jugendarbeit, aber auch darüber hinaus wurde dieses Wort quasi zum Wort des Jahres 2020. Und das war richtig so. Seit Frühling 2020 machen wir als Jugendverbände (fast) alles richtig. Wir haben unsere Lager und Fahrten abgesagt, die wöchentlichen Gruppenstunden eingestellt, die Versammlungen und Konferenzen ins Digitale verlegt. Wir haben uns nicht zurückgezogen oder die Kinder und Jugendlichen sich selbst überlassen. Stattdessen haben wir Ersatzangebote geschaffen, Bastelpakete verteilt, Stunde um Stunde vor den Bildschirmen verbracht, um in Kontakt zu bleiben, haben im Alltag Maske getragen, im Sommer erste Angebote draußen, mit Abstand, ohne Maske und ohne Übernachtung geschaffen. Wir haben Hilfsprojekte gestartet, Hörbücher eingelesen, Videos gedreht und uns aber auch nach außen für die Interessen unserer Kinder und Jugendlichen eingesetzt. Wir haben das Beste aus der Situation gemacht und versucht, unseren Mitgliedern diese Zeit so erträglich wie möglich zu machen. Dann haben wir uns impfen lassen, sobald wir an der Reihe waren, um diesem ganzen Spuk möglichst gut Einhalt zu gebieten. Und tatsächlich, nachdem die Gruppenstunden schon seit einer Weile wieder liefen – mit Abstand, Test, Maske und draußen versteht sich – konnten im Sommer 2021 auch wieder regionale Sommerlager, Ferienspiele und andere Angebote stattfinden. Überregionale Lager waren und blieben abgesagt, in kleinen Gruppen konnten wir aber ein wenig Normalität genießen. Das regelmäßige Testen wurde zum Preis, den man gerne bezahlte, um Kindern und Jugendlichen, aber auch sich selbst die Tage in der Natur, die Abende am Lagerfeuer und die lang vermisste Gemeinschaft zu ermöglichen. Gestern hatten wir in Fulda eine Sitzung der Diözesanleitung. Selbstverständlich sind alle geimpft, natürlich haben wir uns trotzdem vorher getestet. Und gestern...

Beherbergungsverbot

Das Gesundheitsamt Coburg hat gemäß noch unbestätigter Meldung allen Coburger Pfadfinderheimen Beherbergungs- und Veranstaltungsverbot erteilt. Der aktuelle Inzidenzwert für die Stadt Coburg beträgt laut Robert-Koch-Institut 445,6. Die landesweite Krankenhausampel steht auf Stufe Rot. Die Region Coburg-Kronach-Lichtenfels bzw. die Stadt Coburg ist gemäß Eigenaussage aktuell eine sogenannte Hotspot-Region. Grundsätzlich gilt dort für Innenräume, so auch Hotels, eine 2G Regel, teilweise in Kombination mit einer FFP-Maskenpflicht in Innenräumen. So scheint der Grund für das angeblich ausgesprochene Beherbergungsverbot darin verortet, dass die Betreiber der Pfadfinderheime 2G für ihre Gastgruppen nicht garantieren können. Denn anders als bei einem Hotel oder Restaurant dürften dort nicht 24/7 (jedenfalls für die Dauer des Besuches) Mitarbeiter vor Ort sein, um die Umsetzung von 2G und die Einhaltung einer Maskenpflicht und eventuell gar Mindestabständen zu überwachen – sofern letzteres überhaupt vom Platzangebot her möglich ist. Auch die Unterbringung von Angehörigen verschiedener Familien innerhalb eines Schlafraumes – überhaupt die Nachverfolgung von engeren Kontakten – wirft zumindest in größeren Unterkünften eine grundsätzliche Problematik auf. Für die Coburger Pfadfinderheime wäre ein Beherbergungsverbot nach den Lockdowns der letzten Jahre ein weiterer finanzieller Schlag. Bereits im April 2020 hatten der Vorstand der Pfadfinder Förderer Stiftung und der Pfadfinder Fördererkreis e.V., welche Pfadfinderheim Kühles Tal, Schleifenberg, Sauloch, Callenberg, „Alte Schule“, Jugendheim Creidlitz, Jean Paul Haus, Sippachsmühle und das Pfadfinder Kanucamp Tarnschlucht in Südfrankreich  betreiben, ihre Existenz aufgrund der finanziellen Einnahmeeinbußen aber weiterhin laufenden Kosten als akut gefährdet bezeichnet und um Spenden gebeten. Es ist zu hoffen, dass dies nun nicht der Todesstoß wird....

Impfpflicht für Canadische Pfadfinder...

Die Scouts Canada führen die Impfpflicht für alle Mitarbeiter, Mitglieder und Teilnehmer ein, soweit für diese (altersbezogen) Impfstoffe zur Verfügung stehen. Ab dem 1. November 2021 ist eine vollständige Impfung für alle persönlichen Pfadfinderaktivitäten im ganzen Land erforderlich. Die Verband erhofft sich davon, die Verbreitung von COVID-19 und seinen Varianten zu stoppen. Der Verband bittet seine Mitglieder, eine wesentliche Rolle dabei zu spielen, die Ausbreitung des Virus und seiner Varianten zu stoppen, damit Kinder wieder Kinder sein könnten. Jede Person, die aus medizinischen oder religiösen Gründen nicht geimpft werden könne, könne eine Ausnahme beantragen und werde berücksichtigt. Wer ungeimpft bleibe, könne an virtuellen Aktivitäten teilnehmen. Zusätzlich zu dieser neuen Richtlinie von Scouts Canada werde man auch weiterhin alle bundesstaatlichen, provinziellen und lokalen Gesetze befolgen, die sich auf die vollständigen Impfvorschriften bezögen. Der Beschluss wird von den Mitgliedern gemischt aufgenommen. Auch jene, welche eine Impfung grundsätzlich gutheißen, merken teilweise an, dass sie nicht von oben herab „verordnet“ werden solle. scouts.ca/news-and-events/news/2021/09/scouts-canada-introduces-vaccination-requirement-for-all-members facebook.com/scoutscanada/photos/a.10150560750168657/10158671944593657/?type=3&theater...

schwarzbunt 2022: ABGESAGT

Lieber schwarzbunter Haufen, hinter uns liegen anstrengende Jahre, Monate und Wochen. Die letzte Zeit war aber intensiver und hat uns vor größere Herausforderungen gestellt, als wir vorhersehen konnten. Dies hat uns heute zu der schweren Entscheidung geführt, das schwarzbunt, unser Herzensprojekt, in der Form wie wir es geplant haben abzusagen.  Die Gründe hierfür sind vielfältig und komplex. Da ist zunächst die finanzielle Mehrbelastung, die unserer bisherigen Planung zum Einen aufgrund der coronabedingten Lagerverschiebung und zum Anderen aufgrund gestiegener Kosten für Material und Pacht entgegen steht. Auch mussten wir mit Veränderungen im Team und wechselnden Verantwortlichkeiten am Veranstaltungsort umgehen. Kontaktbeschränkungen und fehlende physische Treffen haben die Lösung der vorhandenen Aufgaben nicht leichter gemacht. Diese Umstände haben auch dazu geführt, dass die Motivation für uns alle unter der starken Belastung gelitten hat. Darüber hinaus ist weiterhin unklar, ob und unter welchen behördlichen Auflagen Zeltlager im kommenden Frühjahr stattfinden können. Im Ergebnis erscheinen uns die Risiken der vorgenannten Gründe größer als die Chancen, die wir in einer Lagerdurchführung sehen. Wir haben am vergangenen Wochenende in einem intensiven Prozess alle Möglichkeiten und Eventualitäten abgewogen, durchdiskutiert und von allen Seiten beleuchtet. Wir mussten diese Entscheidung sehr kurzfristig treffen, weil wir externen Beteiligten zeitnah eine Antwort geben mussten. Ergebnis war am Ende dieses Tages, dass eine Durchführung unter diesen Umständen nicht mehr tragbar ist. Wir wollen uns an dieser Stelle dennoch für all den Zuspruch, das Vertrauen und die Unterstützung von allen Seiten bedanken. Ihr habt den Prozess bis hier hin zu etwas unvergleichlichem gemacht. Bis hoffentlich ganz bald! Gut Pfad, Ayen und Horridoh Euer schwarzbunter...