Endlich: Wasser und Strom

Vierzehn Jahre (!) ohne Wasser und Strom: Das hatten die PfadfinderInnen des Deutschen Pfadfinderbundes (DPB) in Bonn wohl nicht erwartet, als sie vor über einem Jahrzehnt glücklich den denkmalgeschützten Mühlenstumpf im Bonner Norden von der Stadt als Pfadfinderheim übereignet bekamen. Doch Ver- und Entsorgungsleitungen befanden sich leider nicht alle „vor der Haustür“ und 200 Meter Abwasserkanal quer durchs Landschaftsschutzgebiet verlegen kam auch aus Kostengründen (100.000 Euro) nicht in Frage. So waren die Gruppenstunden jahrelang stark eingeschränkt bei Petroleum-Funzellicht, Kaminofenwärme und mit Humustoilette. (Wer meint, dass das nicht schlimm sei, musste noch nie eine Humustoilette leeren!) Doch vor einigen Wochen konnte endlich eine gütliche Einigung mit den Eigentümern eines Nachbargrundstückes erzielt werden. Seither geht alles ganz schnell: Die mündliche Genehmigung der Unteren Landschaftsschutzbehörde wurde binnen einer Woche erteilt, ein Tiefbauunternehmen gefunden, welches die Baggerarbeiten im öffentlichen Straßenbereich übernimmt und nicht erst „nächstes Jahr“, sondern schon im Juli Zeit hat – und so griffen die Pfadfinder schon vergangenes Wochenende zu Spaten und Spitzhacke und zogen den 80cm tiefen Kanal, in welchem später die Stromleitung verlegt werden...

CP Saar auf Expansionskurs

Die Saar fließt auch durchs Rheinland! Zumindest wenn es um die Pfadfinder und Pfadfinderinnen des Stammes „Kleiner Bär“ in Bonn-Wachtberg geht. Der Stamm, welcher mit Unterbrechung seit 1988 besteht und lange dem VCP (Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder) angehörte, beschloß vor kurzem, sich dem Christlichen Pfadfinderbund Saar anzuschließen. Der Stamm „Kleiner Bär“ war in den letzten Jahren durch seine Teilnahme an den Würzburger Singewettstreiten bekannt geworden. Für den geographisch eher ungewöhnlichen Bundeswechsel geben die Pfadfinder vom Stamm „Kleiner Bär“ in Bonn  die Begründung, es sei nicht so wichtig, wo man her komme, sondern es gehe um die durch gemeinsame Unternehmungen entstandene Freundschaft.Der Christliche Pfadfinderbund Saar (CPS) wurde vor elf Jahren durch den für die Von-Boch’sche Forstverwaltung tätigen Wolfgang Pester (Wolle) gegründet und zählt mittlerweile zu den größten Pfadfinderbünden im Saarland. Neben dem Zentrum in Britten zählen Stämme in Köllerbach, Weiskirchen, Flörsheim-Dalsheim, Blaustein und zwei Aufbaustämme in Merzig und Bonn zu der über 150 Mitglieder umfassenden Pfadfindergemeinschaft. Sie versteht sich als traditioneller Pfadfinderbund, der versucht, eine Erziehungsarbeit zu leisten, die jene der Schule und Familie ergänzt, Konsum- und Genußstreben eingrenzt, Modetrends und kurzatmige Zeiterscheinungen kritisch überprüft und sich weltanschaulich am Wort Gottes orientiert. Die Kluft umfasst neben einem dunkelblauen Hemd die Rautenlilie mit einem Kreuz im größten Blatt sowie ein grau-rotes Halstuch. Bundesführer ist Stefan Engel (Steff). Eine besondere Würdigung erhielt die Arbeit des Bundes durch die Verleihung des Baden-Powell-Preises im Jahre 2001 für ihren mehrjährigen Einsatz bei der Förderung der Pfadfinderarbeit in Sibirien. Quelle: scouting...

Alle pflanzten mit!

Am Pfadfinderheim „Mühlenstumpf“ der Gruppen des Deutschen Pfadfinderbundes (DPB) in Bonn herrschte vergangenen Samstag reges Treiben. Knapp 20 Mitglieder, Angehörige und freiwillige Helfer aus der Bevölkerung waren erschienen, um das im Landschaftsschutzgebiet befindliche Außengelände mit gut 80 Baum- und Strauchsetzlingen neu zu begrünen. In Absprache mit dem Umweltamt kamen hierbei Bäume und Sträucher zum Einsatz, deren Blüte und Früchte für Insekten und Vögel von besonderer Bedeutung sind. Finanziert wurde die Maßnahme nach dem Beschluss einer Bewohnerjury aus Geldern des Quartiersfond Auerberg. Die Pfadfinder und Pfadfinderinnen von Jungenschaft Volundr und Hag Rheintöchter steuerten die Verpflegung bei, beim „letzten Grillfest des Jahres“ blieb es glücklicherweise trocken. Voraussichtlich noch diese Woche werden die verbliebenen Freiflächen umgegraben und mit Regio-Wiesensaat eingesäht, welches zum Winterschutz mit Heu abgedeckt wird. Der Mühlenstumpf ist eines von zwei Baudenkmälern in Auerberg und sein Außengelände ist der Bevölkerung zugänglich. Vor etwas über einem Jahr begannen umfangreiche Baumaßnahmen, die mit der vollständigen Freilegung des im Hang befindlichen Gemäuers zwecks Drainage begannen. Zuletzt wurde die historische Zuwegung zum Eingangstor behindertengerecht wieder...

Gemeinsamer Arbeitseinsatz

Der Ortsausschuss Auerberg unterstützte tatkräftig den jüngsten Arbeitseinsatz der Bonner Pfadfinder des Deutschen Pfadfinderbundes an ihrem Pfadfinderheim. Ferienzeitbedingt waren von deren eigenen Kräften einige ausgeflogen und so kam die kurzfristig erbetene Verstärkung genau richtig. Nach acht Stunden gemeinsamer Plackerei und nur gestoppt von Gewitter und zur Neige gehendem Schotter konnten die ersten Reihen der Trockensteinmauer, welche künftig den Vorplatz der ehemaligen Windmühle stützt, welche die Pfadfinder und Pfadfinderinnen von Jungenschaft Volundr und Hag Rheintöchter ihr Eigen nennen, erfolgreich gesetzt werden. Ein besonderer Dank gebührt auch dem Umweltamt, welches sehr kurzfristig noch die Genehmigung für die unmittelbar bevorstehenden Bauabschnitte erteilt hatte. Sobald die Stützmauer errichtet ist, wird noch während der Sommerferien (und man ahnt es schon: wieder mit der freundlichen Unterstützung aus den Reihen des Ortsausschusses) die historische Zuwegung zum Mühlenstumpf wiederhergestellt. Dabei orientiert man sich an der noch vorhandenen Wegeeinfassung und alten Luftbildern, um dem Baudenkmal gerecht zu werden. Gefördert wird die umfangreiche Renovierung aus Mitteln der NRW Stiftung, der Stadt Bonn, der Aktion Mensch und Mitteln des Fördervereines der Bonner Pfadfinderinnen und...

Rund 90.000€ für die Bonner DPBer...

Erleichterung bei den Bonner Pfadfinderinnen und Pfadfinder des Deutschen Pfadfinderbundes (DPB). Diese haben sich mit einem denkmalgeschützten Mühlenstumpf, einem ungeschriebenen Pfadfindergesetz folgend, bereits vor zwölf Jahren eine besonders charmante und renovierungsbedürftige Immobilie zum Pfadfinderheim auserwählt. Die NRW Stiftung gewährt nun einen erheblichen Nachschlag zur aufgezehrten Bestandsförderung des Aus- und Umbaus zum Pfadfinderheim. Obgleich in den vergangenen Jahren bereits um die 60.000€ in die Mühle investiert worden waren für ein neues Dach, Fenster, Tor und dezenten Innenausbau, herrschte im Innern immer noch dauerhaft 90% Luftfeuchtigkeit bei Abwesenheit von Trinkwasser, Abwasseranschlüssen und Strom. Im September konnten Drainagearbeiten starten. Bald kam aber die Nachricht, dass diese um die 10% teurer würden, als kalkuliert. Das kennt man ja nicht nur von Bonner Baustellen. Doch der Bonner Jugendhilfeausschuss hatte ein Herz für die Pfadfinder und befürwortete, die Drainage und weitere Maßnahmen mit etwas über 20.000€ zu bezuschussen. Jetzt kam auch grünes Licht von der NRW Stiftung über einen kräftigen Nachschlag in Höhe von knapp 70.000€ zur aufgezehrten Bestandsförderung. Damit ist über die Drainage hinaus auch die Herstellung der Anschlüsse für Ver- und Entsorgung des Mühlenstumpfes gesichert. Aufgrund der versorgungstechnischen „Insellage“ der Mühle sind die Pfadfinder und Pfadfinderinnen hier allerdings auf ein Einsehen ihrer Nachbarn angewiesen, über deren Grundstück die Leitungen geführt werden müssten, um die Streckenlänge beispielsweise den Abwasserkanal betreffend, von über 200m auf etwa 50m zu reduzieren. Für nicht-förderfähige Bedürfnisse wie einen Geräteschuppen, Brennholz und maßgetischlerte Möblierung (runde Wände!) freuen sich die Pfadfinderinnen und Pfadfinder aber weiterhin über Spenden. www.mühlenstumpf.de (zweckungebundene Spenden)   //   www.betterplace.org (zweckgebundene Spenden) Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...