Beräuner abgesagt!

Aufgrund des Corona-Virus und nach kritischer Prüfung, inwieweit man die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes auf der engen Burg umsetzen kann, hat man sich für die ABSAGE des Beräunertreffens 2020 entschieden. Die Verlautbarung des Orga-Teames lautet (zu finden hier): „Liebe Freund*innen des Beräunertreffens, In der vergangenen Woche sind einige Menschen auf uns zugekommen und haben ihre Bedenken zum Beräunertreffen 2020 an uns als Vorbereitungskreis herangetragen. Diese Bedenken nehmen wir nicht nur sehr ernst, sondern verfolgen auch selbst seit Tagen die aktuelle Situation in Deutschland und versuchen diese und ihre Auswirkung auf unser Treffen einzuschätzen. Eine Bemerkung vorab: Egal, aus welchem Teil Deutschlands oder Europas wir grade auf die aktuellen Entwicklungen rund um das neue Corona-Virus schauen, sind wir befremdet ob der Panik, die sich in der Bevölkerung breit zu machen scheint. Wir wissen, dass die Angst vor dem Virus viel ansteckender ist als das Virus selbst. Dies im Blick ist Besonnenheit gefragt; Vorsicht, aber keine Panik. Als Ausrichtende einer Großveranstaltung kamen wir in der letzten Woche nicht umhin, uns die Frage nach unserer Verantwortung zu stellen und dabei Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts ebenso heranzuziehen wie uns persönlich bekannte Expert*innen aus dem Gesundheitswesen. Auch mit anderen von diesem Thema betroffenen Institutionen und Veranstalter*innen haben wir uns intensiv ausgetauscht. Bereits ein flüchtiger Blick in die RKI-Prinzipien zur Risikoeinschätzung für Großveranstaltungen hätte uns Selbstbetrug abverlangt: Wer in den Stichworten „dreitägiges Beräunertreffen von Menschen aller Himmelsrichtungen auf Burg Ludwigstein“, „Konzert mit wildem Tanz“, „kuschelige Singerunden im Gewölbekeller“, „Isomatte-an-Isomatte-Schlafsituation in Bodenlager wie Zelten“ und dann noch diese kontaktfreudigen Bündischen nicht die Risikofaktoren „Zusammenkunft einer größeren Anzahl von Menschen bei hoher Dichte“, „Teilnahme von Menschen aus Regionen mit gehäuftem Auftreten von COVID-19-Fällen“ „hohe Anzahl und Intensität der Kontaktmöglichkeiten“, „enge Interaktion zwischen den Teilnehmenden“, „lange Dauer der Veranstaltung“, „Indoor-Veranstaltungen mit begrenzten Räumlichkeiten und schlechter Belüftung der...