Beherbergungsverbot

Das Gesundheitsamt Coburg hat gemäß noch unbestätigter Meldung allen Coburger Pfadfinderheimen Beherbergungs- und Veranstaltungsverbot erteilt. Der aktuelle Inzidenzwert für die Stadt Coburg beträgt laut Robert-Koch-Institut 445,6. Die landesweite Krankenhausampel steht auf Stufe Rot. Die Region Coburg-Kronach-Lichtenfels bzw. die Stadt Coburg ist gemäß Eigenaussage aktuell eine sogenannte Hotspot-Region. Grundsätzlich gilt dort für Innenräume, so auch Hotels, eine 2G Regel, teilweise in Kombination mit einer FFP-Maskenpflicht in Innenräumen. So scheint der Grund für das angeblich ausgesprochene Beherbergungsverbot darin verortet, dass die Betreiber der Pfadfinderheime 2G für ihre Gastgruppen nicht garantieren können. Denn anders als bei einem Hotel oder Restaurant dürften dort nicht 24/7 (jedenfalls für die Dauer des Besuches) Mitarbeiter vor Ort sein, um die Umsetzung von 2G und die Einhaltung einer Maskenpflicht und eventuell gar Mindestabständen zu überwachen – sofern letzteres überhaupt vom Platzangebot her möglich ist. Auch die Unterbringung von Angehörigen verschiedener Familien innerhalb eines Schlafraumes – überhaupt die Nachverfolgung von engeren Kontakten – wirft zumindest in größeren Unterkünften eine grundsätzliche Problematik auf. Für die Coburger Pfadfinderheime wäre ein Beherbergungsverbot nach den Lockdowns der letzten Jahre ein weiterer finanzieller Schlag. Bereits im April 2020 hatten der Vorstand der Pfadfinder Förderer Stiftung und der Pfadfinder Fördererkreis e.V., welche Pfadfinderheim Kühles Tal, Schleifenberg, Sauloch, Callenberg, „Alte Schule“, Jugendheim Creidlitz, Jean Paul Haus, Sippachsmühle und das Pfadfinder Kanucamp Tarnschlucht in Südfrankreich  betreiben, ihre Existenz aufgrund der finanziellen Einnahmeeinbußen aber weiterhin laufenden Kosten als akut gefährdet bezeichnet und um Spenden gebeten. Es ist zu hoffen, dass dies nun nicht der Todesstoß wird....