Gedenktag: Jochen Senft

Heute vor 10 Jahren, am 22. April 2012, verstarb Jochen Senft (Hans Joachim Senft) im Alter von 82 Jahren in Ascheffel. Er war Bundesfeldmeister im Bund Deutscher Pfadfinder (BDP), Theologe, Pädagoge und Buchautor. Geboren worden war er am 07. Dezember 1929 in Berlin, zu den Pfadfindern kam er 1947. Ein Jahr später gehörte er als Mitbegründer des Horstes Elbmark dem BDP an. Von 1961 bis 1966 betrieb er als Bundesfeldmeister des BDP offensiv dessen Pädagogisierung (gegen alle Widerstände) und bemühte sich vergeblich um die Einigung des deutschen interkonfessionellen Pfadfindertums. Er wollte den BDP stärker in die internationale Pfadfinderei integrieren (so hielt er als erster Deutscher einen Vortrag auf der Internationalen Trainingskonferenz des WOSM) und die Organisationsformen im Bund anpassen, trat dann aber frühzeitig als Bundesfeldmeister zurück. Er legte auch im fortgeschrittenen Alter noch Wert auf die Feststellung, dass der „Bund Deutscher Pfadfinder in Schleswig-Holstein an Baden-Powell orientiert hat und nicht an der Bündischen Jugend“ (der er persönlich nicht viel abgewinnen konnte). Im Spurbuchverlag sind von ihm erschienen: „Pfadfinder – der Zeit voraus„. Bildnachweis: Pitt / Stiftung Pfadfinden Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und Jugendbewegung.  ...

Gedenktag: „Hexe“ – Erika Hermes...

Heute vor fünf Jahren entschlief am 10. Januar 2017 „Hexe“ (Erika Hermes) friedlich im Alter von 90 Jahren. Hexe war bereits im Bund Deutscher Pfadfinderinnen eine große Persönlichkeit. Als Bundesmeisterin wohnte sie in Immenhausen und prägte von dort aus den Bund. Sie engagierte sich in der Fusion mit dem Bund der Pfadfinder und wurde erste Generalsekretärin im neugeschaffenen Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder. 1988 erhielt Hexe für ihr Engagement das Bundesverdienstkreuz. Hexe hat mit anderen die Grundlagen für die „Stiftung Pfadfinden“ gelegt und gehörte zu den Gründungsstifter*innen. Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Vorgestellt: Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder...

Der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) entstand 1975 als Fusion des Bundes Deutscher Pfadfinderinnen und des Bundes der Pfadfinder. Letztere hatten ihre Wurzeln im Bund Deutscher Pfadfinder, von dem man sich aber aufgrund seiner radikal-links politischen Neuausrichtung bereits einige Zeit zuvor getrennt hatte. Der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder ist der mitgliedsstärkste interkonfessionelle deutsche Pfadfinderbund, d.h. er ist religiös nicht gebunden. Der BdP ist Mitglieder der Weltpfadfinderorganisationen WOSM und WAGGGS.  Der BdP hat deutschlandweit 30.000 Mitglieder und verfügt über ein Bundeszentrum in Immenhausen. Hier geht es zur Homepage des Bundes. Neugierig geworden? Mehr Informationen zu diesem und über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9). Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Polnische Pfadfinder zu Besuch

Auf Vermittlung des Pfadfinder-Fördererkreises Nordbayern e.V. (PFN) waren  30 polnische Pfadfinder*innen aus Berlin, Leipzig, Dresden, Leipheim und Wien beim BdP Stamm Asgard in Erlangen zu Gast. Auch ein Teilnehmer aus London war extra zu dem Treffen angereist. Zur Begrüßung war die Leitung des Stammes Asgard gekommen und überreichte ein Halstuch des Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP). Die polnische Pfadfinder*innen trafen sich zu einem Seminar. Getagt, gegessen und übernachtet wurde im Holzhaus des Stammes Asgard. Der erste Kontakt zu den polnischen Pfadfinder*innen aus Leipzig, die auch das Seminar organisierten, kam 2020 zustande, als der PFN das Bildungsprojekt und die Ausstellung „Wir wollten frei sein und uns diese Freiheit selbst verdanken“ in Leipzig durchführte. Weitere Informationen...

Graue Wölfe: Aufarbeitung!

„Auch unser Stamm hat in der Vergangenheit, Ende der 1970er- Jahre und in den 1980er-Jahren, mit sexualisierter Gewalt zu tun gehabt“, erläuterte Eva König vom Stamm „Graue Wölfe“ in Friedrichsdorf vor kurzem gegenüber der Frankfurter Neuen Presse. Deshalb engagiert sie sich auch persönlich im bundesweiten Aufarbeitungsprojekt des Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP), dem die Gruppe zugehörig ist. „Es gab damals ein Gerichtsverfahren, die Person war geständig und hat unseren Stamm verlassen“, berichtete Eva König weiter. (Das heißt freilich nicht, dass sie dann nicht woanders, schlicht in einer anderen Organisation weiterhin als Gruppenführer tätig gewesen wäre – so war das früher eben; unterstreicht aber nur die Bedeutung von Aufarbeitung). Der Stamm Graue Wölfe ist der erste Stamm, der mit einem Aufruf zur Aufarbeitung in die Öffentlichkeit gegangen ist. Von mehreren Organisationen der deutschen Pfadfinderbewegung ist bekannt, dass sie sich ihrer institutionellen Verantwortung und der Aufarbeitung von Fällen sexualisierter Gewalt stellen, so die DPSG, der VCP und der DPB. Am weitesten gediehen sind jedoch die entsprechenden Bemühungen des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder, BdP. Unter den Links finden sich Möglichkeiten der Kontaktaufnahme für Betroffene. Jene aus dem Stamm Graue Wölfe wenden sich an das IPP, das Institut, welches die Aufarbeitung des BdP leistet: aufruf@ipp-muenchen.de (Helga Dill, Peter Caspari). Quelle (u.a.) FNP 06.10.2021 Bild: Stammesfoto der Grauen...