Dort oben zu schlafen ist einfach herrlich...

Kaum waren die letzten Treppenstufen der Hängewendeltreppe am Baumhaus verschraubt, kam schon der erste zufällige Wanderer vorbei, der eine Übernachtungsmöglichkeit suchte. Klar konnten die Pfadfinder vom Stamm Sternfahrer ihm helfen. Als erster Übernachtungsgast schwärmte er anschließend „Früh morgens habe ich durch euer tolles Panoramadach ein Eichhörnchen fröhlich durch die Baumkronen springen sehen. Dort oben wiegend im Wind unter der Baumkrone zu schlafen ist einfach herrlich!“ Das Baumhaus wurde von den Calwer Pfadfindern selbst entwickelt. Ihre Vision: Der erste Baumhaus-Wanderpfad der Welt soll im Schwarzwalt entstehen. Die ersten beiden Prototypen sind fertiggestellt, es fehlt nur noch offizielle TÜV-Abnahme und die Einweihung. Die Calwer Pfadfinder vom BdP-Stamm Sternfahrer sind sicher: Mit ihrem Baumhaus kommen sie ganz groß raus. Bereits in der Konzeotionsphase war das Projekt auf Einladung des Artur Fischer Erfinderpreises Gast auf der internationalen Erfindermesse in Nürnberg, hinzu kam die Auszeichnung der Baden-Württembergstiftung. Die hocheffiziente Baustatik vereint erstmals Brückenbaustatik und Hausbaustatik. Das Projekt wurde zum Patent eingereicht. Es gibt bereits zahlreiche Anfragen von Kooperationspartnern, Gemeinden, Zeltplätzen, Wanderheimen und Hotels. Quelle: Schwarzwälder Bote 30.09.2014 Bildnachweis: Tobias Weißenmayer, BdP Stamm...

Pfadi Bern erhalten Sozialpreis

Für ihre hundertjährige Aktivität in der Stadt Bern erhielten die dortigen Pfadi den Sozialpreis der Stadt Bern. In der Laudatio lobte die Juryvorsitzende, dass Dank dem Engagement der Pfadi unzählige Kinder und Jugendliche manches Abenteuer erlebt und Freundschaften fürs Leben geschlossen hätten. Bei den Pfadfindern könnten Kinder und Jugendliche abseits von Schule und Elternhaus wichtige Fähigkeiten erwerben, die es ihnen erlaubten, sich aktiv in der Gesellschaft zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen. Der Sozialpreis der Stadt Bern wird jährlich vergeben und ist insgesamt mit 10000 Franken dotiert. 8000 Franken davon (umgerechnet knapp 6.550 €) gehen nun als ersten Preisträger an die Pfadi. Quelle: Der Bund...

Sonderpreis Zivilcourage des Landes Rheinland-Pfalz geht an Pfadfinder...

Elf Rheinland-Pfälzer erhielten gestern den Preis für Zivilcourage ihres Landes. Den Sonderpreis bekamen der Pfarrer Jan Lehmann (34 Jahre) und Pfadfinder Thomas Pesch (38 Jahre) aus Wittlich. Mitten in die Messe am 22. Dezember vor einem Jahr, in welche die Pfadfinder des Stammes St. Rochus, DPSG, das Friedenslicht brachten, stürmte ein mit einer Machete bewaffneter und geistig verwirrter Mann. Das mutige Eingreifen der beiden verhinderte womöglich eine Katastrophe.Die Kirche St. Markus war zu diesem Zeitpunkt mit 300 Menschen besetzt, darunter viele Kinder und Jugendliche, die Pfadfinder, der Jugendchor, die alle die Ankunft des Friedenslichtes aus Bethlehem begrüßen wollten. Gleich zu Beginn des Jugendgottesdienstes stürmte jedoch ein Mann nach vorne, schlug mit einer Machete auf den Altar, forderte eine Million Euro. Doch der Jugendpfarrer Jan Lehmann reagierte besonnen, bat den anwesenden Vorstand Thomas Pesch des DPSG-Stammes St. Rochus um Unterstützung und gemeinsam überzeugen sie den „Störenfried“ von einem Gespräch in der ruhigeren Sakristei. Dem Jugendpfarrer gelang es dann, den Verwirrten davon zu überzeugen, dass leider nicht genügend Bargeld vorhanden sei und ließ sich die Kontonummer des Machetenträgers geben. Dieser zeigte sich zufrieden, klemmte sich die Machete unter den Arm, verließ die Kirche mitten durch die Messebesucher und konnte wenig später von der Polizei ergriffen werden. Er befindet sich heute in psychiatrischer Behandlung. Pfadfinder Thomas Pesch schilderte gegenüber der Presse: „Mir war klar, dass ich sofort einschreiten muss. Mein damaliges besonnenes Auftreten kann ich mir vielleicht nur damit erklären, dass ich sowohl beruflich als auch privat sehr viel mit Menschen und unvorbereiteten Situationen zu tun habe, in denen spontane Reaktion gefragt ist.“ Quelle: Volksfreund...

Robert-Baden-Powell-Preis 2012 für die Arbeitsgemeinschaft Hamburger Pfadfinderverbände (AHP)...

Die Arbeitsgemeinschaft Hamburger Pfadfiunderverbände (AHP) hat am 8.12.2012 in einem Festakt den Robert-Baden-Powell-Preis vom Pfadfinder Hilfsfond erhalten. Dieser besondere, bundesweit verliehene Preis für Pfadfindergruppen wurde für die seit über vier Jahrzehnten anhaltende enge Zusammenarbeit zwischen allen Hamburger Pfadfinderbünden verliehen. „Seit über 40 Jahren arbeiten die Hamburger Pfadfinderverbände und -bünde in der AHP zusammen. Sie gestalten gemeinsam Aktionen und Veranstaltungen und tragen so die Arbeit und das Wesen der Pfadfinderinnen und Pfadfinder an die Menschen heran“, so der Ehrenvorsitzende des Pfadfinder Hilfsfonds, Hansdieter Wittke. „Der Arbeitsgemeinschaft Hamburger Pfadfinderverbände ist es gelungen, den Pfadfinderinnen und Pfadfindern nicht nur eine Stimme, sondern auch ein Gesicht in dieser Stadt zu geben.“ Die AHP wurde 1971 aus der „Pfadfinder Arbeitsgemeinschaft“ als gemeinsame Interessenvertretung der Pfadfinder_innen gegründet, um in der Koordinierungskonferenz (dem Vorläufer des heutigen LJR) vertreten zu sein. Hier waren kleine Verbände mit hohem Stimmengewicht unerwünscht und so kam es zu Zusammenschlüssen auf lokaler Ebene. Mit Beginn der 1980er Jahre wurde auch enger zusammengearbeitet, zunächst im Bereich Öffentlichkeitsarbeit, man diente als Kontaktstelle für Interessenten und in Krisensituationen. Seit ca. 2000 fungiert die AHP auch als gemeinsamer Ansprechpartner für die Behörden. Alle behördlich anerkannten und bezuschussten Pfadfinderverbände sollten damals Mitglied werden, was auch weitestgehend gelang. Der Robert-Baden-Powell-Preis wird an herausragende Pfadfindergruppen verliehen, die sich durch ihre Arbeit für die Jugend besonders hervortun. Bisherige Preisträger des Robert-Baden-Powell-Preises sind unter anderen die überbündische Pfadfinderzeitschrift „scouting“ und die Jungenschaft Schwarzer Adler im Deutschen Pfadfinderbund für die Auseinandersetzung mit dem bündischen Widerstand gegen das NS-Regime. Quelle: die brücke (Zentralgilde in der VDAPG), Ausgabe 1. Quartal 2013,sowie Berichterstattung auf www.a-h-p.de vom...

König Carl Gustaf erneut in der Kritik...

In seiner Funktion als Ehrenvorsitzender der World Scout Organisation reiste Carl Gustaf von Schweden im Oktober nach Saudi-Arabien und überreichte in Riad an König Abdallah mit dem „Bronze Wolf“ die höchste (aber auch einzige) Auszeichnung, die der Verband zu vergeben hat. Obgleich König Abdallah als vorsichtiger Modernisierer seines Landes gilt, der sich für die Rechte der Frauen und der religiösen Minderheiten einsetzt und zudem als Vermittler im Nahostkonflikt gilt, wurde seine Ehrung durch den schwedischen König in dessen Heimat sehr kritisch aufgenommen. Im schwedischen Außenministerium war man über die Reise zudem nicht informiert worden. Die Situation weckt Erinnerungen an den Staatsbesuch im Sultanat Brunei im September 2004. Dort hatte Carl Gustaf den diktatorisch regierenden Sultan seines Gastlandes für seine angebliche Bürgernähe gelobt – und damit einen Sturm der Entrüstung in seiner Heimat ausgelöst, in dessen Folge die schwedische Regierung zu dem Entschluss kam, dem formalen Staatsoberhaupt in Zukunft auf Auslandsreisen ein Mitglied der Regierung als „kontrollierende“ Begleitung an die Seite zu stellen. Offensichtlich war dies in diesem Fall versäumt worden. Die Auszeichnung Bronze Wolf wurde erstmals beim International Committee meeting in Stockholm am 2. August 1935 eingeführt. In Übereinstimmung mit der Meinung des Komitees, die Auszeichnung nur für herausragende Leistungen zu verleihen, wurden in den ersten 20 Jahren seit der Einführung zunächst lediglich zwölf derartige Auszeichnungen verliehen. Die damaligen strengen Regulierungen gelten inzwischen nicht mehr. Saudi-Arabien steht immer wieder in den Schlagzeilen, weil es zum Beispiel Frauen dort immer noch verboten ist, Auto zu fahren. Quelle: scouting...