Gedenktag: Jean-Claude Alain

Jean-Claude Alain, bürgerlich eigentlich Jean Lionel Léopold, verstarb heute vor zehn Jahren am 01.02.2009 im Alter von 92 Jahren. Er war der Gründer des französischen Teils der Scouts d’Europe im Jahr 1958. Zudem schrieb er unter den Pseudonymen Alain Tersen, Jean-Marie Dooz, Bernhardt Walbach und anderen für den französischen „Signe de Piste“-Verlag. Seine „Pfadfinderkarriere“ begann in Paris, wo er eine Gruppe von russischen Exilpfadfindern (RSNA) gründete. Nachdem er 1954 in Österreich Europa-Scouts kennengelernt hatte, wendete er sich dieser Organisation zu und trug mit zur Gründung der Fédération du Scoutisme Européen bei. Alain war orthodoxer Christ und Anhänger des traditionellen Pfadfindertums und eine recht umstrittende Person. Hier geht es zum französischen Scoutopedia-Eintrag. Von Jean-Claude Alain ist im Spurbuchverlag erschienen: …und wurden doch Freunde.   Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und Jugendbewegung....

Gedenktag: Dietrich „Dirk“ Hespers...

Heute vor einem Jahr, am 31. Januar 2018, verstarb im Alter von 86 Jahren der Schriftsteller, Dichter und Liedschöpfer Dirk Hespers („Trampt durch Länder, Kontinente“). Geboren worden war er am 21. Februar 1931 in Mönchengladbach, seine Kindheit verlebte er jedoch in der niederländisch/belgischen Emigration. 1942 wurden seine Eltern in Antwerpen durch die Gestapo verhaftet. Dirk Hespers wurde von der Nationalsozialistische Volkswohlfahrt zwangsrückgeführt nach Mönchengladbach, der Vater Theo Hespers, ein katholischer Widerstandskämper, wurde durch die Gestapo 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.  Nach dem Ende des Krieges war es Dirk Hespers endlich möglich, Deutschland, welches er als Gefängnis empfand, zu verlassen. Beeinflusst durch die Bündische Jugend begab er sich für mehrere Jahre auf „große Fahrt“, die ihn durch ganz Europa und den Nahen Osten führte. Er gehörte zu diesem Zeitpunkt noch zur Deutschen Jungenschaft unter Michael Jovy. 1950 gründete Dirk Hespers jedoch zusammen mit Turi (Kurt Kremers) den Piratenorden im Nerother Wandervogel. Nach Abitur am Abendgymnasium in Düsseldorf studierte er Pädagogik und war bis zur Pensionierung als Lehrer tätig. Besonderse verbunden fühlte sich Dirk Hespers der Folklore. Unter der Bezeichnung: „Dirk & Makkers“ trat Dirk Hespers, in unterschiedlicher Besetzung überregional öffentlich als Barde und Bänkelsänger auf, bis 2000 auch auf Mundartveranstaltungen. Zahlreiche Mundartlieder hat Dirk Hespers getextet und vertont, Liederbücher herausgegeben und im Eigenverlag „Vive le Geuse“ gedruckt. Hierfür erhielt er den Rheintaler verliehen. Zudem war er  stellvertretender Vorsitzender der Theo Hespers Stiftung, welche sich für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, Neo-Faschismus, Fremden- feindlichkeit, Hass und Gewalt einsetzt. Bildnachweis: Dirk Hespers im Archiv Bündisches Audio. Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Gedenktag: Jean-Louis Foncine

Heute vor 14 Jahren, am 29.01.2005, verstarb Jean-Louis Foncine (weitere Alias: Charles Vaudémont, Henri Malans, Mik Fondal)  im Alter von 92 Jahren in Paris. Geboren wurde er unter dem bürgerlichen Namen Pierre Lamoureux am 27. Mai 1912 in Homécourt, Lothringen. Er war ein bekannter französischer Jugendbuchautor mit pfadfinderischen Wurzeln. 1930 wurde er Truppführer der Pfadfinder in Paris, gründete auch selbst eine Gruppe. Im Jahr 1935 begann seine schriftstellerische Karriere mit dem Buch „Die Bande der Ayacks“. Nach Militärdienst und Gefangenschaft entschied er sich gegen die Fortführung seiner juristischen Laufbahn und widmete sich ganz dem Journalismus und der Autorentätigkeit. 1945 wurde er Herausgeber der französischen Pfadfinderzeitschrift „Scout“. Von 1947 bis 1949 war er der Generalsekretär des France-Magazin. Ab 1950 wurde er für den Alsatia-Verlag tätig, bei welchem die französischen Spurbücher „Signe de Piste“ erschienen, von 1960 bis 1973 war er dessen Literaturredakteur. Mehr zu ihm auf der französischen Wikipedia-Seite. Im Spurbuchverlag sind von ihm folgende Bücher erschienen: Die Bande der Ayacks Das alte Posthaus Wiesel und Adler   Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Gedenktag: Andreas Hönisch

Heute vor 11 Jahren, am 25. Januar 2008, verstarb Andreas Hönisch im Alter von 77 Jahren in Blindenmarkt in Niederösterreich. Er war Mitgründer der Katholischen Pfadfinderschaft Europas in Deutschland und Österreich und Gründer des Ordens Diener Jesu und Mariens („Servi Jesu et Mariae [SJM]“). Andreas Hönisch wurde am Hönisch wurde am 03. Oktober 1930 in Habelschwerdt in Schlesien, dem heutigen polnischen Bystrzyca Kłodzka, geboren. Nach der Vertreibung machte er sein Abitur am Aloisiuskolleg in (Bonn-) Bad Godesberg. 1952 trat er den Jesuiten bei, von 1966 bis 1977 betreute er in Gießen Gruppen der DPSG seelsorgerisch. 1976 gründete Hönisch zusammen mit Günther Walter die Katholische Pfadfinderschaft Europas (KPE), in der sich insbesondere Gruppen zusammenfanden, die mit den programmatischen Neuerungen innerhalb der DPSG in den 1970er-Jahren nicht einverstanden waren. Er war Bundeskurat der KPE bis zu seinem Tode. Seine Tätigkeit für die Pfadfinder führte zu Auseinandersetzungen mit seinem Orden, den Jesuiten, welche ihn schließlich ausschlossen. Gemäß Wikipedia traten Ende der 1980er-Jahre mehrere Mitglieder der KPE, die Ordenspriester werden wollten, mit dem Ansinnen der Gründung einer neuen Ordensgemeinschaft an Hönisch heran. Schließlich gründete sich 1988 die Ordensgemeinschaft „Servi Jesu et Mariae (SJM)“, als deren Ordensgründer Andreas Hönisch allgemein angesehen wird. Der Orden ist heute in Deutschland und Österreich aktiv, zudem in Kasachstan, Albanien, Rumänien, der Ukraine und Frankreich. Andreas Hönisch war bis zu seinem Tod der Generalsuperior der von ihm gegründeten Ordensgemeinschaft. Im Spurbuchverlag ist von ihm folgendes Jugendbuch erschienen: Das Geheimnis der Ahornallee Bildnachweis: kathpedia   Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Gedenktag: Gründung des Deutschen Pfadfinderbundes (DPB)...

Heute vor 108 Jahren, am 18. Januar 1911, wurde der erste Deutsche Pfadfinderbund (DPB) gegründet. Er erhielt regen Zulauf und erreichte bald bis zu 90.000 Mitglieder. Erster Bundesführer („Reichsfeldmeister“) wurde Maximilian Bayer, der die Entstehung der Organisation maßgeblich mit angestoßen hatte. Als Bundeszeichen verlieh Kaiser Wilhelm II dem Bund das sogenannte Schachbrett, welches bis heute vereinzelt von deutschen Pfadfinderbünden oder auch einzelnen Gruppen getragen wird. Der DPB war anfänglich stark militärisch geprägt, sowohl was Organisation, aber auch Inhalt und Führungspersonal betraf. Doch nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg gewannen die Reformer innerhalb des Bundes mehr an Einfluss; schließlich mündete dies in mehreren Abspaltungen, die sich inhaltlich stärker am Wandervogel orientierten. 1933 wurde der DPB durch die Nationalsozialisten verboten und aufgelöst. Offizieller Rechtsnachfolger ist der „Deutsche Pfadfinderbund, gegründet 1911 e.V.“, der aber nur aus einem einzelnen Stamm bei Düsseldorf besteht. Der heutige „Deutsche Pfadfinderbund“ (DPB) hingegen hat mit dem Ursprungsbund nur den Namen gemein. Er wurde erst nach dem zweiten Weltkrieg gegründet und hat seine eigentlichen historischen Wurzeln in anderern Pfadfinderorganisationen. Nun hat damals bei der Zeremonie noch keiner sein Handy draufgehalten, aber vielleicht tröstet das historische Video von einem deutschen Pfadfinderlager aus 1962 darüber hinweg. Wenn wer einen Film vom Vorkriegs-DPB hat: Immer her damit. Zum weiterlesen: Beitrag über Maximilian Bayer. Beitrag über Alexander Lion. Faksimile-Ausgabe vom „Pfadfinderbuch“ (verfasst von Maximilian Bayer und Alexander Lion) Buchvorstellung: Alexander Lion – Höhen und Tiefen des Lebens Buch: Gründerväter der Pfadfinderbewegung von Stephan Schrölkamp Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und Jugendbewegung....

Zum Geburtstag von Miloš Zapletal...

Heute feiert Miloš Zapletal seinen 89. Geburtstag. Er wurde am 13. Januar 1930 in Prostějov (Tchechien) geboren und ist hierzulande als Jugendbuchautor mit pfadfinderischem Hintergrund bekannt geworden. Er führte Pfadfindergruppen in Pardubicích und Liberci. Sein Studium absolvierte er an der pädagogischen Fakultät in Prag im Fach Sport. Die weiteste Verbreitung dürfte sein 1975 erschienenes Werk „Encyclopedia of Games“ erfahren haben, welches in Tschechisch, Deutsch, Japanisch, Rumänisch und Estnisch veröffentlicht wurde. Daneben zeichnete er sich für zahlreiche Werke der Pfadfinder-Jugendliteratur als Autor bzw. Co-Autor verantwortlich und war zudem als Übersetzer und Redakteur tätig. scouting wünscht všechno nejlepší k narozeninám, also alles Gute zum Geburtstag. Von Miloš Zapletal sind im Spurbuchverlag erschienen: Der Pfad des Mutes Bildnachweis: Wikipedia   Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und Jugendbewegung....