Nachruf Hermann Laistner Dez01

Nachruf Hermann Laistner

Der Christlicher Pfadfinder Dipl.-Ing. Hermann Laistner *8.02.1940 bis †22.11.2022 ist nach langer schwerer Krankheit, ruhig im Kreise der Familie von uns gegangen. Hermann lebte in Lauchheim und Westhausen bei Aalen (schwäbische Alb) und ich kannte ihn als eifrigen CP Sippen- und Stammesführer von damaligen CP Bundeslagern. CP-Studentenfreizeiten auf dem Kniebis bei Freudenstadt und später bei der CP-Hochschulgruppe in Stuttgart. Später beruflich nach der ersten Energiekrise 1972 aktiv als planender Ingenieur zum Thema Umweltschutz, wie ich auch, auch mit vielen Vorträgen. Viele technischen Anlagen z.B. Müllverbrennung und Fabriken wurden nach seiner Beratung umweltfreundlicher betrieben. Er hat über das Thema „Umweltschutz“ mehrere Bücher geschrieben u.a.: „Ökologische Marktwirtschaft: ein Plädoyer für die Vernunft“, Verlag Hueber,1986 , Ismaning bei München „Die Geduld der Erde geht zu Ende“, erschienen im Verlag Ullstein, 1989 Frankfurt/M beide Themen gehören auch zum Anliegen der Christlichen Pfadfinder. Sein Sohn Axel Laistner bat mich heute seinen Tod im Kreise der CP zu verbreiten, da er selber keinen Kontakt zur CP und heute VCP hat. Als Jahrgang *1934, bin ich selbst im Kreis der CP nicht mehr aktiv, auch wenn ich in diesem September ein Wochenende, als einer der Gründer der CP in Freudenstadt im Schwarzwald dabei war. Freundliche Grüße Reinhard...

Nachruf auf „Puschkin“ Helmut Wurm Dez01

Nachruf auf „Puschkin“ Helmut Wurm...

Uns erreichte die Nachricht, dass „Puschkin“ Helmut Wurm am 22. November plötzlich und unerwartet im Alter von 81 Jahren seine letzte Fahrt angetreten hat. Als (Hobby-)Historiker und Verfasser zahlreicher „Bündischer Biographien“, Wander- und Veranstaltungsberichte auf seiner Internetseite www.buendische-blaue-blume.de hatte er eine besondere Reputation erworben. Zuletzt regte er die Anbringung der Gedenkplakette für Alfred Zschiesche an. Puschkin wurde am 28. Juni 1941 in Frankfurt/M. geboren, verbrachte aber Jugend und seine frühen Erwachsenenjahre hauptsächlich in Wiesbaden. Mit 11 Jahren trat er in eine Jungschargruppe des Wiesbadener evangelischen Jungen- und Jungmännerwerkes und mit 12 Jahren zusätzlich in eine Pfadfindersippe (Oranien) innerhalb der damals streng religiös-scoutistischen Heliand-Pfadfinderschaft ein, durchlief dort alle Ausbildungsstufen bis zum Sippenführenden und leitete von 16 bis 19 Jahren eine Pfadfindergruppe, erst die Meute, dann die ganze Sippe Oranien. Gemäß der damaligen „Führungsphilosophie“ innerhalb dieser Pfadfinderschaft waren Erwachsene nur in Form hauptamtlicher Mitarbeiter vorgesehen und er musste dann austreten. Er blieb aber viele Jahre noch Mitglied im Förderkreis dieses evangelischen Jungen- und Jungmännerwerkes. Von Frühjahr 1961 bis zur Jahreswende 1963/64 war Puschkin Mitglied ohne Ordensgehörigkeit im Nerother Wandervogel, nahm aber auch danach noch mehr oder minder häufig an freundschaftlichen Älterentreffen von Nerothern teil. 1965 nahm er Kontakt zum damaligen BDP auf, gehörte dem studentischen Roverkreis des BDP an der Universität Frankfurt an, besuchte häufig die damaligen Treffen im Pfadfinderheim Kronberg und war an der Vorbereitung und Durchführung des BDP-Bundeslagers in Forchheim 1966 am Rande mitbeteiligt. Nach der Spaltung des BDP in den BdP und BDP ab 1969 zog er sich vom BDP zurück, leitete aber später noch ca. ein Jahr lang eine kleine BdP-Pfadfindergruppe an seiner Schule. An schulischen Projekttagen organisierte er wiederholt Pfadfinderlager/AG’s Leben wie ein Pfadfinder. Sein bündisches Interesse galt dem Thema, die Pfadfinder- und vor allem die Wandervogelidee gleichberechtigt und unabhängig von...

Ein großes Fest für Jockel Sep20

Ein großes Fest für Jockel

Am Samstag, den 17.09. trafen sich die Pfadfinderinnen und Pfadfinder und viele, viele Ehemalige zur Trauerfeier für den verstorbenen Bundesfüher Joachim Müller, besser bekannt als Jockel.  Jahrzehnte lang hatte er Bund und Pfadfinder geprägt. Er wünschte sich ein Fest und so kamen sie aus ganz Deutschland ins Pfadfinderzentrum am Callenberg um einen der wenigen wirklichen Bundesführer der Pfadfinderbewegung zu feiern. Den Anfang machte der Spielmannszug Coburg-Neuses, dann wurden seine Lieblingslieder gesungen und zwischendurch gab es kurze Ansprachen. Natürlich durften Kaffee und Kuchen und die unglaublichen Coburger Bratwürste auch nicht fehlen. In der Jurtenburg waren die Wimpel und Fahnen der Stämme aufgebaut, die Urne mit Halstuch und ein großes einprägsames Porträtbild bleiben in Erinnerung. Ein würdiger Rahmen für unseren Freund Jockel. RIP Die Bundesführung der Weltenbummler  würdigte die unermüdliche Arbeit von Jockel. Hier zwei Videos vom gemeinsamen Gesang: Endlos sind jene Straßen...

Zum Tode von Queen Elisabeth II Sep09

Zum Tode von Queen Elisabeth II

Die Organisation der Britischen Pfadfinderinnen, denen Queeen Elisabeth als Kind selbst zugehörig war und denen sie als Schirmherrin bis zu ihrem Tode vorstand, teilte am gestrigen Abend mit: „Mit tiefer Trauer haben wir bei Girlguiding heute Abend vom Tod unserer Schirmherrin, ihrer Majestät der Königin, erfahren. Unser tiefstes Mitgefühl gilt der königlichen Familie in dieser sehr traurigen Zeit. Ihre Majestät, die Königin, war ihr ganzes Leben lang mit Girlguiding verbunden. Sie kam 1937 im Alter von 11 Jahren zum ersten Mal zu Guides, zusammen mit ihrer Schwester Prinzessin Margaret, die sich den Brownies anschloss [Gruppe der 7.-10.-Jährigen]. Als Mitglied der 1st Buckingham Palace Guides nahm sie an Campingausflügen teil und erwarb Abzeichen in Schwimmen, Erster Hilfe, Dolmetschen und Reiten. Die außergewöhnliche Hingabe der Königin an den öffentlichen und freiwilligen Dienst begann lange vor ihrer Regierungszeit. 1946 schloss sie sich als Sea Ranger der Besatzung eines Trainingsschiffs in Dartmouth an und erledigte Aufgaben wie das Schrubben der Decks. Im selben Jahr wurde sie zum Chief Ranger des British Empire ernannt. 1953, in dem Jahr, in dem sie den Thron bestieg, wurde Ihre Majestät die Königin Schirmherrin von Girlguiding. Im Laufe der Jahre haben Tausende von Mädchen und jungen Frauen in ganz Großbritannien und Übersee hart gearbeitet, um ihren Queen’s Guide Award zu erhalten, die höchste Auszeichnung, die es im Bereich Führung gibt. Unser Programm an Abzeichen und Aktivitäten hat sich seit 1937 verändert, ebenso wie sich die Welt und das Leben der Mädchen verändert haben – aber der Spaß, die Freundschaft und das Abenteuer, die die Königin beim Führen genossen hat, wird noch heute von Tausenden von Mädchen und jungen Frauen beim Führen genossen. Ihr ganzes Leben lang verkörperte The Queen den Geist des Führens. Jeden Tag hielt sie ihr Versprechen, ihr Bestes zu geben,...

Zum Tod von „Jockel“ Müller Sep07

Zum Tod von „Jockel“ Müller...

Im Alter von 72 Jahren hat gestern am 06.09.22, Jockel, Bundesführer a.D. des Pfadfinderbundes Weltenbummer, nach schwerem Kampf seine letzte Fahrt angetreten. Stamm Aar schrieb: „Dein Engagement, dein Pflichtbewusstsein und deine ganze Person ehren dich bis heute und bis in alle Zeit. Für viele Weltenbummler warst du ein wichtiger Ansprechpartner, Ausbilder und Mentor.“ Der Pfadfinderbund Weltenbummler, war ursprünglich unter dem Namen „Pfadfinderbund Bayern“ aus vorherigen Stämmen des BdP Ende 1981 entstanden. Jockel war dessen erster Bundesführer.  2008 hatten die Weltenbummler eine Ausgabe ihrer Bundeszeitschrift „Wegzeichen“ ganz unter das Thema Jockel...

Nachruf Guntram Welzig „Gundi“ Okt26

Nachruf Guntram Welzig „Gundi“...

Pfadfinder und Rotkreuzler: Guntram Welzig, Pfadfindername „Gundi“ war nicht nur lange Jahre das allgegenwärtige Gesichts des Rotkreuz-Ortsvereins, sondern von 1954 bis 1964 Mitglied des Pfadfinderstammes der DPSG Plankstadt. Am 15. September ist er von uns gegangen. Sein Engagement in beiden Institutionen kommt nicht von ungefähr. Die idealistische Grundorientierung des Helfens ist die gleiche, das Pfadfinderversprechen fordert, „jederzeit und allen Menschen zu helfen“. Und sein Einsatz beim Roten Kreuz kommt unmittelbar aus seiner pfadfinderischen Vergangenheit. Die Pfadfinder seiner Zeit hatten vor ihrem Versprechen verschiedene Prüfungen zu absolvieren, unter anderem einen Kurs in Erste Hilfe, angeboten vom Roten Kreuz. Dieser Grundkurs war für Guntram nach seiner Bundeswehrzeit der Einstieg zum ehrenamtlichen Engagement beim Roten Kreuz und zu seiner beruflichen Neuorientierung im medizinischen Bereich. Auf verschiedenen Pfadfinderlagern war er als Betreuer und Berater tätig. Gundi trat am 01.09.1954 als Jungpfadfinder in den örtlichen Pfadfinderstamm St. Nikolaus unter dem damaligen Feldmeister Wolfgang Stroh in die Jungsippe „Adler“ ein. 1955 wurde der rührige Junge zum Kornett (Sippenführer) ernannt, 1956 Übergang zur Pfadfinderstufe. Im März 1957 legte er sein Pfadfinderversprechen ab. Bekannt wurde er als temperamentvoller Bannerträger der Pfadfinder bei den jährlichen Fronleichnamsprozessionen. Beim Abschluss in der St. Nikolaus-Kirche war es üblich, unter dem brausenden Orgelklang und dem Choral „Grosser Gott wir loben dich“ vor dem Altar das Banner der mitlaufenden katholischen Organisationen zu schwingen. Dabei passierte ihm das Missgeschick, dass die Bannerspitze aus Messing sich löste, in hohem Bogen quer durch den Altarraum flog und scheppernd in einer Ecke landete. Guntram Welzig lebte in hohem Masse die pfadfinderische Hilfsbereitschaft, die „gute Tat“. Meine persönlich intensivste Begegnung mit Guntram war ein Wanderlager quer durch den Spessart im Jahre 1961. Er war kurz zuvor nach dem 18monatigen Wehrdienst von der Bundeswehr zurückgekommen und hatte davon einiges zu erzählen. Seine Ratschläge zur...