Gedenktag : Heiner Kröher („Hein“)...

Heute vor drei Jahren, am 14. Februar 2016, verstarb Heiner Kröher („Hein“)  im Alter von 88 Jahren in Primasens nach einer Operation. Er galt als begabtes „Urgestein“ jugendbewegten Gesanges. Mit seinem Zwillingsbruder Oskar war er, waren sie, als „Hein und Oss“ auf den Bühnen der Welt daheim. Sie begeisterten mehr als fünfzig Jahre nicht nur die Mitglieder der Jugendbewegung, sondern brachten auch vielen anderen Menschen sowohl das deutsche Lied als auch die von ihnen intonierten Lieder vieler Länder und Völker nahe. Gemeinsam erhielten sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz. Der am 17.09.1927 in Pirmasens geborene Hein stammte, ebenso wie sein Bruder, aus der Jungenschaft.  In der Nachkriegszeit spielten beide zunächst als Gitarristen im Zweibrücker Jazzorchester, bald wendeten sie sich jedoch dem deutschen Volkslied zu. Sie veröffentlichten 17 Langspielplatten und CDs sowie Bücher mit Liedsammlungen aus aller Welt. Gemeinsam mit Peter Rohland initiierten sie das Festival Chanson Folklore International auf Burg Waldeck, zudem betätigten sie sich auch schriftstellerisch. Selbstverständlich gibt es über Hein & Oss auch einen Dokumentationsfilm. Vorstellung der CD-Gesamtausgabe von Hein&Oss   Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und Jugendbewegung....

Herzlichen Glückwunsch, Jürgen Reulecke!...

Am heutigen Tage, dem 12. Februar, feiert Jürgen Reulecke seinen 79. Geburtstag. Er ist deutscher Historiker und emeritierter Professor (zuletzt an der Justus-Liebig-Universität Gießen). Zu seinem Forschungsschwerpunkt gehört die Geschichte der deutschen Jugendbewegung. Vielen ist er von seiner Mitwirkung an der „Fachtagung Pfadfinden“ bekannt oder von der  Ringvorlesung „Jugendbewegung – Protest und Mythos“ der Universität Kassel zum 100. Jahrestag des Meißner-Treffens . Auch scouting wünscht alles Gute zum Geburtstag! Bildnachweis: Jürgen Reulecke beim Mindener Kreis 2016   Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Gedenktag: Werner Helwig („Hussa“)...

Heute vor 34 Jahren, am 04. Februar 1985, verstarb Werner Helwig („Hussa“)  im Alter von 80 Jahren in der Schweiz. Werner Helwig war Schriftsteller und Liedermacher und ist bis heute einer der bekanntesten Persönlichkeiten aus dem Nerother Wandervogel. Werner Helwig wurde am 14. Februar 1905 bei Berlin geboren und kam um 1923 in Kontakt mit der Wandervogel-Bewegung, insbesondere mit dem Herausgeber der Zeitschriften „Wandervogel“ und „Junge Menschen“, Walter Hösterey. Schließlich führte ihn eine seiner Wanderungen zur Burg Waldeck und dem dort ansässigen Nerother Wandervogel, dessen Mitglied er wurde. Ab 1929 führte er ein eigenes Fähnlein in Hamburg. 1931 wurde er wegen Verstoßes gegen § 176 StGB (Unzucht mit Kindern) in Untersuchungshaft genommen und verbüßte 1932 unter Anrechnung dieser Haft noch sechs Monate Gefängnisstrafe. Nach Machtübernahme der Nationalsozialisten setzte er sich in die Schweiz ab. Sein literarisches Werk ist sehr vielseitig, die weiteste Verbreitung erfuhr aber die Erzählung „Raubfischer in Hellas“ und seine Darstellung der Bewegung in „Die blaue Blume des Wandervogels“. Von seinen Liedern dürfte (ausgerechnet) das wenig-nerothane „Du machst Kleinholz“ am bekanntesten sein. Er war Mitbegründer des P.E.N.-Clubs Liechtenstein und lebte bei seinem Tode in zweiter Ehe mit Gerda Heimes zusammen, an deren Heimatort Wormbach-Schmallenberg im Sauerland er auch beerdigt wurde. Werner Helwig erhielt im Lauf seines Lebens mehrere Auszeichnungen. Den Preis der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur im Jahr 1951, den Literaturpreis des Kulturpreises im BDI im Jahr 1962 und schließlich das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse im Jahr 1981. Über Details der Vorgänge um 1930, die zu seiner Verurteilung führten, ist ohne intensive Archivrecherche hingegen wenig zu finden. Eine Ausnahme stellt das ausgesprochen empfehlenswerte Buch „Eine nachgetragene Autobiographie“ seiner Nachlassverwalterin dar. Einen Geschmack auf das musikalische Schaffen gibt folgendes Video zum Lied „Wo tausend Krieger fielen“. Wikipedia-Eintrag zum Weiterlesen Helwig-Seite mit...

Heute grüßt das Murmeltier!

Wettervorhersage ist so eine Sache für sich. Traditionelle Pfadfinder pauken hierfür mühsam Wolkenarten oder Merksprüche (Morgenrot-Schlechtwetter droht; Abendrot-Gutwetterbot), aber bleiben definitiv hinter jedem Meterologen zurück, so dass es letztlich bleibt beim „Kräht der Hahn vom Nachbarn morgens auf dem Mist, ändert das Wetter sich oder bleibt wie es ist.“ Viel pfiffiger sind da die Amerikaner, die am 02. Februar, und dies bereits seit über 130 Jahren, ein Murmeltier aus seinem Bau ins Freie zerrren. Verkrümelt sich das possierliche Tierchen sofort wieder, hat es „seinen Schatten gesehen“ und es bleibt noch mindestens sechs weitere Wochen eisig. Das Tierchen, wie spätestens seit dem Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ allgemein bekannt ist, heißt Phil und der Ort, an welchem es wohnt, Punxsutawney. Mein Redaktionskollege und stellvertretender Chefredakteur wünscht sich explizit zum heutigen Tage immer einen Beitrag zu Phil und ich darf dann sehen, wie ich den Zusammenhang zu Pfadfindern herstelle. Bill Murray, der Hauptdarsteller des genannten Filmes, war, ungewöhnlich für einen berühmten Amerikaner, offenbar nicht bei den Pfadfindern, aber immerhin hat er in „Moonrise Kingdom“ mitgespielt und da gabs definitiv eine ganze Horde Pfadfinder. Und Phil selbst hätte für seine Wetterkenntnisse zumindest das Abzeichen für Wettervorhersage verdient. Sowohl der Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“, als auch „Moonrise Kingdom“ sind definitiv sehenswert. Ob es bei der Wettervorhersage hilft, sei dahingestellt, aber es macht bei jedem Wetter Laune. Hier die berühmte Anmoderation zur Wettervorhersage des Murmeltiers aus dem beliebten Film. Bildnachweis: Francois Trazzi, Wikipedia Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und Jugendbewegung....

Gedenktag: Jean-Claude Alain

Jean-Claude Alain, bürgerlich eigentlich Jean Lionel Léopold, verstarb heute vor zehn Jahren am 01.02.2009 im Alter von 92 Jahren. Er war der Gründer des französischen Teils der Scouts d’Europe im Jahr 1958. Zudem schrieb er unter den Pseudonymen Alain Tersen, Jean-Marie Dooz, Bernhardt Walbach und anderen für den französischen „Signe de Piste“-Verlag. Seine „Pfadfinderkarriere“ begann in Paris, wo er eine Gruppe von russischen Exilpfadfindern (RSNA) gründete. Nachdem er 1954 in Österreich Europa-Scouts kennengelernt hatte, wendete er sich dieser Organisation zu und trug mit zur Gründung der Fédération du Scoutisme Européen bei. Alain war orthodoxer Christ und Anhänger des traditionellen Pfadfindertums und eine recht umstrittende Person. Hier geht es zum französischen Scoutopedia-Eintrag. Von Jean-Claude Alain ist im Spurbuchverlag erschienen: …und wurden doch Freunde.   Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und Jugendbewegung....

Gedenktag: Dietrich „Dirk“ Hespers...

Heute vor einem Jahr, am 31. Januar 2018, verstarb im Alter von 86 Jahren der Schriftsteller, Dichter und Liedschöpfer Dirk Hespers („Trampt durch Länder, Kontinente“). Geboren worden war er am 21. Februar 1931 in Mönchengladbach, seine Kindheit verlebte er jedoch in der niederländisch/belgischen Emigration. 1942 wurden seine Eltern in Antwerpen durch die Gestapo verhaftet. Dirk Hespers wurde von der Nationalsozialistische Volkswohlfahrt zwangsrückgeführt nach Mönchengladbach, der Vater Theo Hespers, ein katholischer Widerstandskämper, wurde durch die Gestapo 1943 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.  Nach dem Ende des Krieges war es Dirk Hespers endlich möglich, Deutschland, welches er als Gefängnis empfand, zu verlassen. Beeinflusst durch die Bündische Jugend begab er sich für mehrere Jahre auf „große Fahrt“, die ihn durch ganz Europa und den Nahen Osten führte. Er gehörte zu diesem Zeitpunkt noch zur Deutschen Jungenschaft unter Michael Jovy. 1950 gründete Dirk Hespers jedoch zusammen mit Turi (Kurt Kremers) den Piratenorden im Nerother Wandervogel. Nach Abitur am Abendgymnasium in Düsseldorf studierte er Pädagogik und war bis zur Pensionierung als Lehrer tätig. Besonderse verbunden fühlte sich Dirk Hespers der Folklore. Unter der Bezeichnung: „Dirk & Makkers“ trat Dirk Hespers, in unterschiedlicher Besetzung überregional öffentlich als Barde und Bänkelsänger auf, bis 2000 auch auf Mundartveranstaltungen. Zahlreiche Mundartlieder hat Dirk Hespers getextet und vertont, Liederbücher herausgegeben und im Eigenverlag „Vive le Geuse“ gedruckt. Hierfür erhielt er den Rheintaler verliehen. Zudem war er  stellvertretender Vorsitzender der Theo Hespers Stiftung, welche sich für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, Neo-Faschismus, Fremden- feindlichkeit, Hass und Gewalt einsetzt. Bildnachweis: Dirk Hespers im Archiv Bündisches Audio. Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...