Wir trauern um Armin Dunker Jun08

Wir trauern um Armin Dunker

Am 30. Mai verstarb im Alter von 68 Jahren Armin Dunker. Sein Buchversand „Armins Bücherkiste“ war einer der wichtigsten Buchversände für Pfadfinder- und Jugendarbeitsliteratur, so auch für den Verlag der Jugendbewegung. Seine „Bücherkiste“ hatte sich im Lauf der Jahre zudem weiterentwickelt und war um Fahrten- und Lagermaterial, Trekking und Outdoor erweitert worden. Wir danken auch für Jahrzehnte der ehrenamtlichen Jugendarbeit. Ob und wer seinen Versand übernimmt, ist wohl noch...

Wir trauern um Gerhard Völker (Pingi) Jun03

Wir trauern um Gerhard Völker (Pingi)...

Am 21. Mai verstarb Gerhard Völker (Pingi), Präsident des Finanzgerichtes Mecklenburg-Vorpommern a.D., im Kreis seiner Familie. Der Deutsche Pfadfinderbund (DPB) trauert um seinen Alt-Bundesvogt und Alt-Hochmeister seines Ordens Sankt Georg. Pingi hat über Jahrzehnte durch sein unermüdlich elanvolles und standhaftes Wirken Bund und Orden maßgeblich (mit-)gestaltet und in beeindruckender und bleibender Weise überaus bereichert. Auf Grund der derzeitigen Lage finden Trauerfeier und Beisetzung nur im engsten Familienkreis...

Wir trauern um Dr. Norbert Blüm Apr28

Wir trauern um Dr. Norbert Blüm

Dr. Norbert Blüm verstarb am 23. April 2020 im Alter von 84 Jahren. Die Gesellschaft und die Pfadfinderbewegung verlieren mit Dr. Norbert Blüm einen Menschen, der sich vorbildlich für die Gemeinschaft, für die Schwächsten und Benachteiligten, einsetzte. Er versuchte, die Welt ein bisschen besser zu verlassen, als er sie vorgefunden hat. Erst als Spätberufener war Dr. Norbert Blüm im Alter von 18 Jahren, seinerzeit Werkzeugmacher in den Opel-Werken Rüsselsheim, Mitte der 50er Jahre zur Pfadfinderbewegung gekommen. 1956 gründete er dann in Rüsselsheim den damaligen Stamm Cherusker in der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg und errichtete mit eigenen Händen das bis heute existierende Heim im Ostpark von Rüsselsheim. Er arbeitete sich hoch: Nach erfolgreichem Besuch des Abendgymnasiums studierte er ab 1961 u.a. Geschichte, Soziologie und Philosophie und promovierte 1967. Als Politiker der CDU gehörte er dem Bundestag mit Unterbrechung von 1972 bis 2002 an, 1982-1998 war er Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung. Im November 2012 ehrte der Verband Deutscher Altpfadfindergilden Dr. Norbert Blüm in Berlin mit der Verleihung der St. Georgs Plakette. „Wir zählen Sie zu den  ehemaligen und heutigen Pfadfinderinnen und Pfadfindern“, erklärte Helmut Reitberger, der Vorsitzende des VDAPG,  „die sich nach den Regeln und Prinzipien des Pfadfindertums –  aktiv auf die Lebenssituationen in dieser Welt eingelassen haben und durch ihr politisches Engagement sowie die Weiterentwicklung Ihrer persönlichen Fähigkeiten die Gesellschaft prägend mitgestaltet haben. Ihr Lebensweg und Ihr Einsatz für die Gemeinschaft – war und ist unseres Erachtens gelebtes Pfadfindertum und macht Sie zu einem Vorbild – nicht nur für unsere jungen Menschen in den aktiven Pfadfinderverbänden.“ Ihm war die soziale Gerechtigkeit ein Herzensanliegen bis zuletzt. Noch 2016 übernachtete er aus Solidarität im Flüchtlingslager Idomeni und bezeichnete die dortigen Zustände als Anschlag auf die Menschlichkeit. Auch wenn er beispielsweise in Bonn Pfadfindern spontan über den...

90. Geburtstag von Helm!

Heute begeht Helmut König (Helm) seinen 90. Geburtstag im kleinsten Kreise. Der bekannte Musikherausgeber, Liedermacher und „berüchtigter“ Förderer und Kritiker bündisch-musikalischem Schaffens wurde am 15. April 1930 in Bremen geboren. Helm kam über die Deutsche Jungenschaft zur bündischen Jugend. Ursprünglich studierte er Germanistik und Geschichte, später kamen noch Pädagogik, Chorleitung und Philosophie hinzu; er arbeite als Verlagsassistent bei Voggenreiter („Turm“), als Gymnasiallehrer und als Lektor in Kalkutta. 1968 übernahm er ein kleines bündisches Schallplattenlabel und gründete mit Freunden aus der Jungenschaft die Schallplattenfirma Thorofon. Wann immer bündischer Gesang oder das Beherrrschen von Instrumenten im Niveau abzugleiten drohte, wurde ein deutliches Wort von Helm hörbar – ab 1985 war er als Jurymitglied regelmäßig bei verschiedenen pfadfinderisch-bündischen Singewettstreiten anzutreffen. Gern hätte er am folgenden Wochenende seinen Geburtstag mit zahlreichen Gästen begangen – aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Feier abgesagt. Scouting wünscht dennoch alles Gute zum Geburtstag. Mehr zu helm bei Scout-o-wiki. Das Bild entstand vor zwei Jahren. Bücher von, mit und über Helm: Der Turm A (Lieder der Söldner, Seeleute und Piraten / Shanties / Lieder aus aller Welt / alte und neue Chöre / Galgenlieder) ISBN 10: 3802400283 / ISBN 13: 9783802400285 Der Turm B (Folklore aus allen Ländern) ISBN-10: 3802400291 / ISBN-13: 978-3802400292 Rote Sterne glühen – Lieder im Dienste der Sowjetisierung (antiquarisch zu erwerben) helms lieder: Die Lieder von Helmut König ISBN-10: 3887785460 /ISBN-13: 978-3887785468 pitters lieder: Die Lieder von Peter Rohland (inkl. DVD) ISBN-10: 3887785460 / ISBN-13: 978-3887785468 tejo, Unser Schiff und die Jungenschaften 1945-1949 ISBN 978-3-88778-448-5 Roland Eckert (Hrsg.): Der Ring wird geschlossen, der Abendwind weht. Festschrift für Helmut (helm) König. ISBN 978-3-942476-07-2        ...

Gedenktag: Alexej Stachowitsch (Axi)...

Ein schwieriger Gedenktag, der dennoch erwähnt werden muss, um sich der Auseinandersetzung zu stellen. Heute vor sieben Jahren, am 01. April 2013, ist Alexej Stachowitsch (Axi), der ehemalige Bundesführer des Jungenbundes Phoenix, Autor, Liedermacher, Pädagoge und Pfadfinder im Alter von 94 Jahren verstorben. Erst nach seinem Tode wurde allgemein bekannt, dass er, eine der prägendsten Persönlichkeiten der Pfadfinder- und Jugendbewegung nach den Zweiten Weltkrieg, sich sexualisierter Gewalt gegenüber ihm anvertrauten Jugendlichen schuldig gemacht hat. Alexej Stachowitsch wurde am 10. Oktober 1918 in Stockholm als Sohn des Diplomaten Michael Stachowitsch geboren. 1929 trat er in den Österreichischen Pfadfinderbund (ÖPB) ein. Im Jahre 1933 hatte er auf dem Welt-Jamboree in Gödöllö/Ungarn Robert Baden-Powell noch sehen können. Er war im ÖPB Gruppenführer bis zur Zwangsauflösung im Jahr 1938. Ab 1945 war er maßgeblich beteiligt am Wiederaufbau der Pfadfinder Österreichs, PÖ. Bald darauf wurde er Landesfeldmeister des Landes Salzburg. Das Lagerlied für das internationale “Lager der Freundschaft” im Montafonder Tal im Jahre 1946 stammte aus seiner Feder, beim siebten Weltjamboree 1951 in Bad Ischl war er zuständig für das Programm und Lagerliedverfasser. Im gleichen Jahr gründete er das Werkschulheim Felbertal bei Mittersill, wurde erster Schulleiter und blieb dies bis 1958. Im Jahr 1974 war er Mitbegründer der Bildungs- und Begegnungsstätte auf Burg Balduinstein. Den Jungenbund Phoenix gründete er 1976 und war dessen Bundesführer bis 2011. 1981 bezog er einen Wohnsitz auf der Burg Balduinstein und wurde Schriftleiter vom “Stichwort”. 1983 kaufte er den „Phoenixhof“ in Weroth (Westerwald) als Alterssitz und baute diesen zum Zentrum des Jungenbundes Phoenix um. 1988 war Alexej Stachowitsch bei der Organisation des Meißner-Lagers tätig. Im Jahre 2003 war Axi mit dem zweithöchsten Ehrenzeichen der PPÖ, der Goldenen Lilie, ausgezeichnet worden. Diese Auszeichnung wurde ihm posthum 2017 entzogen, nachdem erhebliche Beschuldigungen gegen ihn erhoben worden...

Nachruf auf Ernst-Werner „Ewel“ Ludwig Mrz30

Nachruf auf Ernst-Werner „Ewel“ Ludwig...

Am Abend des 21. März ging Ewel auf seine letzte Fahrt. Er erlag im Alter von 84 Jahren seiner Krebserkrankung. Der Redaktion ist kein Pfadfinder bekannt, der im Laufe seines Lebens mehr Pfadfinderstämme gegründet hätte, zeitweilig führte er gar drei parallel und zudem noch einen Gau. Sein Weg führte über den Bund Deutscher Pfadfinder (BDP) in Folge der 68er Auseinandersetzungen zusammen mit dem ihm geführten Stamm Orion (Leverkusen) in den DPB Westmark, er baute dann Stamm Wikinger in Niederkassel und Stamm Maximilian Bayer in Sankt Augustin auf und war Gründer und Gauführer des Gaues Bergisches Land ab 1970 für mehr als ein Jahrzehnt (seinerzeit noch unter dem Fahrtennamen „Porky“). Um 1988 wechselte er (die Modernisierung des DPB Westmark hin zum heutigen DPB Mosaik war nicht so seins) in den Deutschen Pfadfinderbund und baute in Bonn des Stamm von Gottberg auf (heute Teil der Jungenschaft Volundr). Im November 1989 erhielt der Jurist und Oberregierungsrat  das Bundesverdienstkreuz am Bande. Einige Jahre war er kommissarischer Gauvogt des Fälischen Gaues im DPB, ehe er sich verstärkt u.a. der Arbeit in der Pfadfinder Geschichtswerkstatt (PGW) widmete, deren Vorsitzender er war. Zudem war er auch in zahlreichen weiteren Zusammenschlüssen im pfadfinderischen Kontext engagiert, sei es als Fördervereinsvorsitzender oder Altpfadfinder. Ewel war zweifelsohne ein Pfadfinder vom konservativen Schlag mit Leib und Seele. Manche seiner Entscheidungen konnte oder wollte nicht jeder mittragen, insbesondere sein jüngstes politisches Engagement stieß auf Unverständnis und verschloss so manche Tür. Sein Lebenswerk bleibt erhalten, ebenso wie die von ihm gegründeten Stämme. Aufgrund der aktuellen Lage fand seine Beisetzung im engsten Kreis im Familiengrab auf dem Melaten-Friedhof in Köln statt. Zu einem geeigneten Zeitpunkt werden seine Brüder des Deutschen Pfadfinderbundes eine Gedenkfeier nachfolgen lassen. Unsere Gedanken sind bei ihm und seiner...