Auf den Spuren von Fahrten Ferne Abenteuer (Teil 5)...

Eine junge, outdoorbegeisterte Familie machte sich im Herbst 2018 auf den Weg nach Schweden. Dabei probierte sie immer wieder etliche Survival-Tipps aus dem Klassiker aller Pfadfinder-, Survival und Outdoor-Handbücher „Fahrten, Ferne, Abenteuer“ von Hans von Gottberg aus – unter dem Motto „Alte Pfadfindertricks neu entdeckt!“.“ Ein spannendes Projekt, welches durch Bildmaterial, Videos und umfassenden Bericht dokumentiert wurde. Gern stellen wir es auch Scouting.de in Auszügen Stück für Stück vor, hier ein weiteres Video, Thema diesmal: Survival-Kochen in der Mülltüte. Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Ehrengrab für Eberhard Koebel (tusk)...

Es ist gelungen, das  tusk-Grab in Stuttgart auf dem Prag-Friedhof für die nächsten 30 Jahre zu erhalten. Da die letzten im „Ländle“  lebenden Angehörigen der Koebel-Familie das tusk-Grab zum Jahresende 2019 aufgeben wollten, haben wir  [Personen des Mindener Kreises] das Kulturamt der Stadt Stuttgart angeschrieben und schließlich davon  überzeugen können, dass  Eberhard Koebel,  genannt tusk, ein bedeutender Jugendführer in der freien Jugendbewegung vor Hitler und ein entschiedener Nazi-Gegner war. Mitte Januar kam der positive  Bescheid, dass das tusk-Grab als erhaltenswert eingestuft wurde, von der Stadt Stuttgart übernommen ,  zunächst bis 2049 erhalten bleibt und städtisch gepflegt wird.. Zu verdanken ist der  Erfolg dem Kreis der Freunde des tusk-Grabes, der auf meine Initiative hin zustande kam,  vor allem aber Dr. Claus-Peter Clostermeyer, dem langjährigen Leiter  der  Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin.   Wer das  Grab von tusk aufsuchen will, findet es in Stuttgart auf dem Prag-Friedhof  als Grab-Nummer 1-13545, Abt 3, Reihe 12, Folge 10 unterhalb der...

Kommentar zum ersten Verhandlungstag...

Es gibt wohl zwei Betrachtungsweisen des Strafverfahrens wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs eines Kindes gegen den langjährigen früheren Vorstand des Bildungswerkes Balduinstein, welches heute am Amtsgericht Diez eröffnet wurde. Das eine ist die juristische Sichtweise. Und nach dieser spielte es heute nur eine Rolle am Rande, was dem Angeklagten inhaltlich vorgeworfen wurde, was er getan haben soll. Vielmehr ging es vorrangig um eines: Wann er es getan haben soll. Denn die Anklage lautet auf sexuellen Missbrauch eines Kindes. Würde sie stattdessen auf sexuellen Missbrauch eines Schutzbefohlenen lauten, wären die Vorwürfe wohl schon verjährt. Und so ging es primär darum, ob die Übergriffe tatsächlich schon 2001 oder 2002 begannen oder nicht vielleicht erst 2003. Hierzu wurden mehrere Zeugen angehört, darunter auch mehrere Betroffene von Tätern aus dem Umfeld des jetzt Angeklagten, die bereits 2014 verurteilt worden waren. Dabei ergab sich kein klares Bild, denn viele der Angehörten waren erst später zur Gruppe hinzugestoßen und konnten nur von Bauchgefühlen berichten, dass bestimmte Gegebenheiten (wie dass sogenannte Lieblingspimpfe zumeist nicht bei ihrer Gruppe in einem normalen Gästezimmer auf Burg Balduinstein übernachteten, sondern mit ihrem jeweiligen Täter beziehungsweise dem jetzt Angeklagten in dessen jeweiligen Privatraum im Obergeschoss der Burg) schon zuvor bestanden. „Auf der Burg, da war das ein offenes Geheimnis.“ Wer jedoch nicht von der juristischen Warte aus an das Verfahren ging, dem drehte sich wohl schlicht der Magen herum. Der Umstand, dass es zu manuellem und oralem Geschlechtsverkehr des Belastungszeugen und Nebenklägers mit dem Angeklagten gekommen sein soll (und im Jahr 2005 zudem wohl auch mit einem weiteren Zeugen), wurde an diesem Verhandlungstag nicht wirklich in Frage gestellt. Der Angeklagte selbst ließ seinen Anwalt eine Erklärung verlesen, dass er die Gruppe eines bereits früher verurteilten Täters (dieser gehörte der Nebenkläger an) überhaupt erst zum Jahreswechsel...

Hauptverfahren gegen langjährigen Vorstand...

Morgen, also am 31.01., soll das Hauptverfahren wegen des Vorwurfes des sexuellen Missbrauchs von Kindern gegen ein langjähriges früheres Vorstandsmitglied des Freien Bildungswerkes Balduinstein am Amtsgericht Diez beginnen. Scouting wird berichten. Der Prozessstart war zuvor allerdings bereits zweimal kurzfristig wegen Erkrankung des Richters/der Richterin verschoben worden. Es handelt sich um das insgesamt vierte Verfahren einer Prozesswelle, die mit dem Verfahren gegen ein führendes Mitglied des „Autonomen Wandervogel“ 2013 ihren Anfang genommen hatte. Aus den in diesem Rahmen getätigten Aussagen hatten sich Verdachtsmomente gegen fünf weitere Personen ergeben, bei denen es sich teilweise um Mitglieder des Autonomen Wandervogel, ehemalige Vorstände und/oder ehemalige Mitglieder des Freien Bildungswerkes Balduinstein oder regelmäßige frühere Gäste des Bildungswerkes handelte. Die Prozesswelle nahm ihren Anfang damit, dass im Sommer 2013 ein führendes Mitglied des Autonomen Wandervogel wegen sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen verurteilt worden war, der gegen dieses Urteil jedoch erfolgreich Revision einlegte und dann im November 2014 rechtskräftig zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde.  Im Juni 2014 war dann ein früherer Vereinsvorstand des Bildungswerkes, der Mitglied des Autonomen Wandervogel gewesen war, zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Als Bewährungsauflage hatte er drei Beratungsgespräche bei der psychiatrischen Ambulanz in Trier wahrzunehmen, um seine weitere Therapiebedürftigkeit abzuklären, zudem zahlte er jeweils eine niedrige vierstellige Summe an Schmerzensgeld an die beiden Betroffenen. Ein weiteres Mitglied des Autonomen Wandervogel wurde von Gericht von den Vorwürfen freigesprochen. Zwei Ermittlungen wurden 2016 wegen nicht hinreichendem Tatverdacht eingestellt (wobei einer der beiden Personen bereits 2005 wegen Drogenhandel und Zuhälterei von Minderjährigen angeklagt und -soweit nachvollziehbar- zumindest wegen des Drogenhandels verurteilt worden war. Die andere Person war schon Jahrzehnte zuvor wegen sexuellem Missbrauch zu einer Geldstrafe verurteilt worden). Der jetzt Angeklagte ist (ähnlich wie die bereits im Juni 2014 verurteilte Person) ein...

Stark besuchtes Tabubruch Netzwerktreffen...

Vergangenes Wochenende fand das diesjährige Treffen des überbündischen Netzwerkes „Tabubruch“ in Berlin statt. Mit um die 50 Teilnehmenden war es wohl das bislang am stärksten besuchte Treffen. Ziel der Netzwerktreffen ist es, alle Menschen zusammenzubringen, die sich in ihrem Bund für das Thema Prävention von sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch in jugendbewegten Gruppen engagieren, ob in Organisationen oder bei Veranstaltungen. Egal ob „offiziell“ mit Mandat versehen oder aus Eigeninitiative heraus. Die Treffen bieten einen Rahmen, in dem Austausch und gegenseitige Unterstützung erfolgen. Im Mittelpunkt stehen die Bedürfnisse, Fragen und Interessen der Teilnehmenden. In insgesamt 15 Gesprächsrunden drehte sich diesmal viel um Aufarbeitung in den Bünden. Zudem erfolgte ein Fachgespräch mit Heike Völger, Leiterin des Arbeitsstabes des Unabhängigen Beauftragten für Frage des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM) der Bundesregierung. Ein ausführlicher Bericht wird in Nachbereitung auf auf der Seite von tabubruch.org...

Badespaß und Abendessen: Jahresabschluss der Neudietendorfer Pfadfinder*innen...

Mit einem Ausflug nach Hohenfelden schlossen die Nesse-Apfelstädter Pfadfinder*innen das Jahr ab. Gemeinsam ging es für das Pfadfinderzentrum Drei Gleichen e.V., den Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V. Stamm Drei Gleichen und die Verband Deutscher Altpfadfindergilden e.V. Gilde Drei Gleichen am Samstag, dem 29. 12.2018 in die Avenida-Therme und das Restaurant BellaVista in den Seeterassen. Beim Baden und Schwimmen sowie bei Pizza und Salat konnten die Pfadis das Fahrten- und Lagerjahr noch einmal Revue passieren lassen, welches mit einem Ausflug nach Hamburg, einem Sommerlager in Litauen, der Eröffnung der Agora im Pfadfinderzentrum, der VDAPG-Generalversammlung oder der Verleihung der St.Georgs-Plakette an Ministerpräsident Bodo Ramelow jede Menge zu bieten hatte. Auch die wöchentlich regelmäßigen Gruppenstunden, die zahlreichen Projekte und der Erhalt des Pfadfinderzentrums wurden das ganze Jahr über ehrenamtlich geleistet. Verbunden damit verstand sich die Jahresabschlussaktion in Hohenfelden auch als ein großes Dankeschön an alle, die sich vor Ort für die Kinder- und Jugendarbeit einsetzen. Ein Engagement, das auch Dank der finanziellen Unterstützung durch Förderungen und Spenden geleistet werden kann. Beispielhaft hierfür seien der Neudietendorfer Ortschaftsbürgermeister Andreas Schreeg oder der Bürgermeister der Landgemeinde Nesse-Apfelstädt Christian Jacob genannt, welche die Pfadis, neben ihrem politischen Einsatz, auch mit privaten Mitteln unterstützten. Dafür ein großes Dankeschön! Bild: Vertreter von Gilde und Stamm der Nesse-Apfelstädter Pfadfinder*innen in den Seeterassen Hohenfelden Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...