QR-Code-Aufnäher zum Jamboree

Das Deutsche Kontingent zum 23rd World Scout Jamboree, welches vom 28. Juli bis 8. August 2015 in Kirara-hama, Japan stattfinden wird, hat sich heute auf einen gemeinsamen Aufnäher geeinigt. Der Clou dabei: Er beinhaltet einen QR-Code, der auf die Webseite der Ringe deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände www.pfadfinden-in-deutschland.de verweist. Friedemann Barthel, International Commissioner des RdP, freut sich über die Idee. „In das Heimatland des QR-Codes mit einem entsprechend gestalteten Abzeichen zu fahren, welches dem Betrachter, aber auch dem Träger einen echten Mehrwert bietet, ist sowohl innovativ, als auch einfach praktisch. Wenn im Jamboree Pfadfinder aus der ganzen Welt zusammenkommen, fällt es selbst Angehörigen der Bewegung schwer, allein aufgrund der Kluft festzustellen, welche nationale Organisation dahintersteht. Der QR-Code ermöglicht es jedem, und dies mit minimaler technischer Ausstattung, sich fundiert über die Ringe deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände zu informieren und stellt somit ein wunderbares Mittel zur Völkerverständigung dar!“

Das eigens für das Jamboree entwickelte runde Abzeichen ist in den Farben der Ringe deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände bordeauxrot, weiß und dunkelgrau gehalten. Die Anbringung wird auf der Spitze des gemeinsamen Ringhalstuches empfohlen, damit der Scan dezent erfolgen kann. Zudem ist angedacht, den Aufnäher auch über die Dauer des Jamborees selbst hinweg beizubehalten. „Um auf Mitmenschen zu treffen, die mit unserer Kluft nicht sofort etwas anzufangen wissen, muss man nicht weit fahren, da reicht ein Schritt vor die Haustür.“ Sigrid Hofmann, die Vorsitzende des Ringes Deutscher Pfadfinderinnenverbände, fügt hinzu: „Ich bin ebenfalls sehr begeistert. Wir prüfen bereits die Möglichkeit der Umsetzung auch für unsere jeweiligen Bünde und Verbände DPSG, VCP, PSG und BdP. Ich bin mir sicher, diese Idee wird wie ein Lauffeuer um sich greifen. Endlich müssen sich unsere jungen Pfadfinderinnen nicht mehr alle zwei Meter fragen lassen, zu was für einen Verein sie gehören. Man hat sich ja kaum noch vor die Tür getraut.“ Auf Nachfrage fügt Dominik Naab, der Vorsitzende des RdP, hinzu „Wir haben natürlich keine Lust, dass wir hier für viel Geld und Manpower eine Idee entwickeln, die dann von dahergelaufenen Splitterbünden für eigene Zwecke missbraucht wird. Dagegen werden wir uns mit allen juristischen Mitteln wehren. Schlimm genug, dass der Begriff Pfadfinder in Deutschland nicht geschützt ist.“

An die Produktion der Abzeichen wurden höchste Qualitätsansprüche gestellt, die sind aus Fair-Trade-Bio-Baumwolle, per Hand in Deutschland genäht. Um dies zu gewährleisten, wird mit einem alteingesessenen Familienunternehmen in Baunach zusammengearbeitet, das seit Generationen Erfahrung in der Herstellung von Pfadfinderabzeichen hat, die höchsten Qualitätsansprüchen genügen. „Es geht natürlich nicht, wenn die nach einmal Waschen verfärbt oder verformt sind oder nicht rechtzeitig geliefert werden. Wir sind sehr froh, in Herrn Hinkel einen kompetenten und zuverlässigen Produktionspartner für dieses Projekt gefunden zu haben“, freuen sich alle Beteiligten.

Der QR-Code ist ein zweidimensionaler Code, der von der japanischen Firma Denso Wave im Jahr 1994 entwickelt wurde.