Peter-Rohland: Bericht und Sieger

Vergangenen Samstag fand, wie stets am ersten Wochenende im September, der Peter-Rohland-Singewettstreit statt. Aufgrund Corona erforderte dieser 21. Wettstreit jedoch ein besonderes Format. Unterstützt vom Technik-Team des Zugvogels, welches nach der erfolgreichen Premiere ihres Online-Dümpelfeld-Sängerfestes noch erklärt hatte, das nicht nochmal zu machen (never say never – James Bond lässt grüßen!) war man bestens gerüstet. Während das Moderatorenteam mit dem Sprecher der Jury im Bierwagen auf der Waldeck weilten, waren die künstlerlischen Beiträge vorab übermittelt worden. Die Teilnehmerzahl von 22 Sängern, darunter auch solche, für die es ihre erste Teilnahme an diesem Wettstreit war, viele jedoch bekannte Gesichter, konnte mit der Teilnehmerzahl der bisherigen Offline-Wettstreite mithalten. Kurz für das Protokoll: Ich hatte noch nie einen so guten, ungestörten Blick auf die Vortragenden, wie bei diesem Wettstreit.

Natürlich ging nicht alles störungsfrei ab, aber wo die Technik ausnahmsweise streikte, wurden die „gestörten“ Beiträge dann nach dem Votum der Jury wiederholt beziehungsweise bei Tonausfall bei einer Live-Schaltung das Gesagte knapp zusammengefasst. Neben Gesangsbeiträgen gab es auch informative Hintergrund-Gespräche und -Filme beispielsweise zu den aktuellen Baumaßnahmen am Säulenhaus. Latente Lautstärke-Schwankungen waren mit der Fernbedienung gut zu beheben.

Einen denkbar schweren Job hatte die Jury auch nach Eigenaussage, besonders in den Kategorien Einzelsänger und Ensembles. Denn da trafen extreme Unterschiede aufeinander: Hochprofessionelle Filmaufnahmen, Premiere-Musikclips mit Playback, bislang nicht zugelassenene Klaviere und liebevoll Handgestricktes. Auch wenn es viel, viel schöner gewesen wäre, sich tatsächlich zu sehen und abends am Lagerfeuer zu singen, war es zumindest stundenweiser Trost. Weniger erfreut war nur ein Familienangehöriger, der aus „traditionellen Gründen“ meinte, dagegen protestieren zu müssen, dass „die ABW“ ins heimische Wohnzimmer eingelassen würde. Wer es verpasst hat, kann sich zumindest noch den Teaser ansehen: https://www.facebook.com/watch/?v=335898794249016&extid=cLCsD0qD9Jjd7y8u

Die Gewinner waren:
Horte Drachenzahn, Freischar (Kategorie Fahrtengruppen)
Die Bassschwestern (Kategorie Singekreise)
Miriam Ströher (Einzelsänger)
Singadje – auch optisch ein halbes Jahr älter, als Singadjo (Kategorie Ensembles)
Goldhamster Tralafiti (Sonderpreis bestes selbstgedichtetes Lied)