Der Kampf der Pfadfinder gegen die Miniermotte...

Die Miniermotten fressen sich seit 1993 von Süd nach Nord durch Deutschland. Ihre Weibchen legen im Frühjahr hunderte von Eiern an die Unterseite der Kastanien. Die Folge davon kennt wohl jeder aus eigener Beobachtung: Herbstliche Gefühle beim Betrachten der braunen Kastanienblätter bereits im Juli. DPSG und PSG Stamm Waldalgesheim haben den Viechern jetzt den Kampf angesagt.Um den Befall im kommenden Jahr zu minimieren, müssen die befallen Blätter, in denen die Motten überwintern, entsorgt werden. Nach dem einsammeln werden sie also (behördlich genehmigt) verbrannt. Zusätzlich zu dieser Maßnahme plant die Gemeinde, den Vogelbestand durch ausreichende Nistmöglichkeiten zu fördern. Denn Blaumeisen, Schwalben und Mauersegler schmeckt die Miniermotte ganz gut. Quelle: Allgemeine Zeitung Rhein-Main-Presse...

Rent a scout in Xanten

Die Aktion „Rent a Scout“ hat für den DPSG-Stamm St. Viktor in Xanten bereits Tradition. Alljährlich stellen sich die Stammesmitglieder von klein bis groß den verschiedensten Aufgaben, zu denen sie angeheuert werden. Dabei haben sich durchaus schon so etwas wie Stammkunden entwickelt. 40 Freiwillige der Pfadfinder packten diesmal mit an, um für ihre Mitbürger gegen eine kleine Spende zugunsten der Stammesarbeit Keller auszumisten, Gärten zu pflegen oder Fahrräder zu putzen. Quelle: Rheinische Post...

Pfadfinder aus Uder aktiv für Deutsch-Polnischen Denkmalschutz...

Auf ihrer Großfahrt durch Polen kamen die Pfadfinder des Stammes St. Jakobus d. Ä. (DPSG) aus Uder vor zwei Jahren am Schloss Steinort im Norden der Masurischen Seenplatte vorbei. Schloss Steinort hat schon bessere Tage gesehen, während des Nationalsozialismus wurde der damalige Schlossherr Heinrich Graf von Lehndorff-Steinort wegen seiner Beteiligung am Attentat auf Hitler 1944 hingerichtet. Da die letzte Sanierung des Schlosses 1930 erfolgte, befindet es sich mittlerweile in marodem Zustand. Wie die Pfadfinder vor Ort erfuhren, setzen sich für die Erhaltung und Restaurierung des Schlosses zwei 2007 gegründete Schwesternstiftungen ein: Die Deutsch-Polnische Stiftung Kulturpflege und Denkmalschutz mit Sitz in Görlitz und die Polnisch-Deutsche Stiftung gleichen Namens mit Sitz in Warschau. Jedes Jahr gehen Pfadfinder auf Großfahrt, jedes Jahr passieren sie dabei wohl auch Gebäude in marodem Zustand, doch hier war es anders: Die Pfadfinder aus Uder beschlossen nämlich spontan und bereits beim ersten Besuch des Schlosses, sich dauerhaft für dessen Erhaltung zu engagieren. Nach zwei Jahren entsprechender Aktivität, durch Filmvorführungen, Osterfeier, Fahrradbeaufsichtigung im Rahmen einer Männerwallfahrt und durch Unterstützung von Spendern konnten sie nun die ersten 1000 € an die Deutsch-Polnische Stiftung Denkmalschutz für das Projekt Schloss Steinort übergeben. Quelle: Thüringer Allgemeine...

Ode an die Füße beim Ironscout in Bonn...

Jährlich findet der Ironscout der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) statt. Das Prinzip ist einfach und bestechend: In Gruppen werden verschiedene Posten angelaufen, bei denen dann jeweils Aufgaben zu bewältigen sind. Am Schluss gewinnt die Gruppe mit den meisten Punkten (diesmal also die Gruppe „Roter Milan“). Das Pikante dabei ist jedoch, dass durchaus bis zu 90 Kilometern in 22 Stunden zurückgelegt werden. Der diesjährige Ironscout fand mit 100 Läufergruppen und rund 550 Teilnehmern in und um die Beethovenstadt Bonn herum statt, worauf sich auch das Motto „Ode an die Füße“ bezog. Dort hatten sie das Freibad in Friesdorf zur Übernachtung zur Verfügung gestellt bekommen. Genug Wasser gab es allerdings auch von oben. Die Tradition des Ironscout begann 1999 auf der Schwäbischen Alb. Quelle: General-Anzeiger Bonn...

Die Jugendbewegung im Deutschlandradio...

Die Jugendbewegung feiert die 100. Wiederkehr des ersten freideutschen Jugendtages und schaffen es damit auch ins Radio. Im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur erklärte Florian Weghorn vom Verlag der Jugendbewegung die heutige Motivation der Jugendbewegten. Allerdings: Beim Lesen des Interviews könnte man den Eindruck haben, es handle sich bei den Jugendbewegten schlicht um ein Rudel naturbegeisterter Menschen, die mal ein wenig Abstand vom Alltag suchen. Das aber (immerhin) sei selbstverständlich immer noch etwas Besonderes: Auf dem Waldbogen liegen, dabei nicht nur Volkslieder singen und Gemeinschaft zelebrieren. Da lobt man sich doch fast andere Interviews, in denen festgestellt wird, „Pfadfinder sein sei mehr als ein Hobby“, nämlich eine Lebenseinstellung. (Ein aktuelles Beispiel hierzu bietet der Stamm Eningen der DPSG in einem Bericht des Reutlinger General-Anzeigers). Nun hängt es ja auch von den Fragen des Reporters ab, was für Antworten man gibt, aber ein klein wenig weniger Romantik und ein bisschen mehr bewusste Gesellschaftskritik hätten es vielleicht schon sein können. Ein Satz dazu, dass man sich bei derlei Aktivitäten auf die wesentlichen Dinge des Lebens besinnen kann, hätte ja durchaus einfließen können. Quellen: Deutschlandradio Kultur...