Mag das noch einer lesen?

Und wieder rauscht es im Blätterwald. Vor Gericht steht diesmal ein 24jähriger Gruppenleiter aus einer freikirchlichen Pfadfindergruppe aus Reutlingen. Die ihm anvertrauten Jungen im Alter zwischen 12 und 14 Jahren soll er über zwei Jahre hinweg ab 2012 bis ins Frühjahr diesen Jahres zu sexuellen Handlungen an ihm oder untereinander angestiftet haben. Statt Waldläufertum und christlichem Glauben sollen in den Gruppenstunden Sexspielzeuge, Pornofilme und Alkohol im Mittelpunkt gestanden haben. Nur die zufällige Entdeckung eines Vaters der Jungen hatte zur Aufdeckung geführt, denn die Gruppe selbst war auf Verschwiegenheit aufgebaut.

Es versteht sich von selbst, dass diese Informationen Entsetzen bei all jenen Pfadfinderorganisationen auslösen, die in ihren Gruppen vorbildliche Präventionsarbeit leisten und durch Schulung und gewissenhafte Auswahl ihrer Mitarbeiter ihren Teil dazu leisten, dass Fälle wie dieser nicht auftreten sollten.

Quelle: Südwestpresse 16.12.2014