Kritische Auseinandersetzung mit Liedgut

Das Liedrepertoire der Bünde speist sich aus vielerlei Quellen und Zeiten und ist davon geprägt. Es ist kein neues Phänomen, dass diesbezüglich eine kritische Debatte erfolgt, beispielsweise weil der Urheber des Liedes eine fragwürdige Biographie vorzuweisen hatte oder der Text als zu martialisch empfunden wurde. In jüngerer Zeit erfolgen nun verstärkt Auseinandersetzungen mit bestimmten Vokabeln, die früher als „Kulturkolorit“ gang und gäbe waren, nun aber zunehmend als schwierig empfunden werden. Dabei reichen die Entscheidungen von „trotzdem unverändert singen, ist schließlich historisch zu sehen“ bis hin zum Streichen der Lieder aus Liedsammlungen oder dem kommentierten Abändern von Textteilen. Der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder hat hierzu eine umfassende Handreichung verfasst. Auch bei der Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands erfolgte anlässlich der Auflage eines Liederbuches eine entsprechende Auseinandersetzung.