Kamin der Lu wird saniert

Am 1. April 2017 hatten wir in einer Scherzmeldung verkündet, der Kamin der Burg Ludwigstein werde „nach dem Dauerärger durch nistende Dohlen“ abgerissen und „durch ein Plexiglasscheibe ersetzt“. Diese Meldung enthielt ein Körnchen Wahrheit: Es gab tatsächlich Ärger wegen der Dohlen, zudem fürchtete man um seinen Bauzustand. Eine mittels Drohne durchgeführte Untersuchung bestätigte später, dass das Mauerwerk tatsächlich erhebliche Schäden aufweist, besonders an der Wetterseite. Dank Zuwendungen aus Denkmalschutz, Trägerverein und der Einbringung von Eigenmitteln wird der historische Schornstein nun saniert. Das für die Arbeiten notwendige Baugerüst ragt bereits gut 20 Meter empor und wird knapp einen Monat lang das Bild der Burg weithin sichtbar mitprägen. Nach Abschluss der Maßnahmen ist das Bauwerk für die kommenden 40 Jahre wieder fit, so Burgbetriebsleiter Selmar Sechtling. Also keine Plexiglasscheibe. Ist auch besser so: Der Hauptkamin (gehört zum Speisesaal) gehört wie der Burgturm zum markanten Profil des Ludwigstein und ragt überproportional weit aus der Dachfläche der Kernburg heraus. Gerade wegen seiner exponierten Lage muss er sich ungeschützt gegen Wind und Wetter behaupten.

Infoquelle: Burgblick Oktober 2019