Graue Wölfe: Aufarbeitung!

„Auch unser Stamm hat in der Vergangenheit, Ende der 1970er- Jahre und in den 1980er-Jahren, mit sexualisierter Gewalt zu tun gehabt“, erläuterte Eva König vom Stamm „Graue Wölfe“ in Friedrichsdorf vor kurzem gegenüber der Frankfurter Neuen Presse. Deshalb engagiert sie sich auch persönlich im bundesweiten Aufarbeitungsprojekt des Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP), dem die Gruppe zugehörig ist. „Es gab damals ein Gerichtsverfahren, die Person war geständig und hat unseren Stamm verlassen“, berichtete Eva König weiter. (Das heißt freilich nicht, dass sie dann nicht woanders, schlicht in einer anderen Organisation weiterhin als Gruppenführer tätig gewesen wäre – so war das früher eben; unterstreicht aber nur die Bedeutung von Aufarbeitung). Der Stamm Graue Wölfe ist der erste Stamm, der mit einem Aufruf zur Aufarbeitung in die Öffentlichkeit gegangen ist.

Von mehreren Organisationen der deutschen Pfadfinderbewegung ist bekannt, dass sie sich ihrer institutionellen Verantwortung und der Aufarbeitung von Fällen sexualisierter Gewalt stellen, so die DPSG, der VCP und der DPB. Am weitesten gediehen sind jedoch die entsprechenden Bemühungen des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder, BdP. Unter den Links finden sich Möglichkeiten der Kontaktaufnahme für Betroffene. Jene aus dem Stamm Graue Wölfe wenden sich an das IPP, das Institut, welches die Aufarbeitung des BdP leistet:
aufruf@ipp-muenchen.de (Helga Dill, Peter Caspari).

Quelle (u.a.) FNP 06.10.2021
Bild: Stammesfoto der Grauen Wölfe


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