Gedenkplakette für Alfred Zschiesche

Auf eine private Initiative hin wurde vor einigen Wochen am früheren Schaffensplatz von Afred Zschiesche eine Erinnerungsplakette angebracht. Zur feierlichen Enthüllung waren einige Wandervögel angereist, um dem Liedschöpfer von „Wenn die bunten Fahnen wehen“ am Entstehungsort eben dieses Liedes mit einigen Worten und Liedern zu gedenken; die Plakette wurde sozusagen „eingesungen“. Gemäß Bildern war offenbar das Who-is-Who zugegen (nicht ironisch gemeint! Wer da keinen von kennt, kennt halt die Falschen). Hier die „Presseinfo“ von Helmut Wurm zur Veranstaltung:

Weshalb diese Erinnerungsplakette angebracht wurde

Die Vergangenheit lebt nur dann in der Gegenwart und Zukunft  weiter, wenn genügend historische Erinnerungsmasse festgehalten wurde und so platziert ist, dass sie immer auffällt, dass sie immer wieder abgeholt werden kann, dass eine Tradition entsteht (traditio, lat. = Weitergabe). Das gilt für alle kulturellen Traditionen (Sprache, Religionen, regionaltypische Verhaltensformen…) und auch für das typisch deutsche Kulturgut „Wandervogel, Bündisch“.

Neben Bauten, Büchern und Liedern sind Denkmäler und Erinnerungsplaketten auffällige Medien der Tradition. Wenn man ihnen regelmäßig begegnet, bleiben sie in der Erinnerung und ihre Inhalte werden an die Zukunft weiter gegeben. Bezüglich des Wandervogels und Bündischen gibt es noch zu wenige Erinnerungsplaketten und vor allem Denkmäler. Man sollte dafür Gründe suchen und ein plausibler Grund ist z.B. der, die Erinnerung an eine verdiente lokale/regionale Person festzuhalten und vor dem Vergessen bewahren zu wollen. Das ist mit der Erinnerungsplakette an Alf Zschiesche beabsichtigt.

Ich danke dem Hausbesitzer des Loreleirings 7, Herrn Ralf Rottler, für die Bereitschaft, diese Plakette anzubringen, ich danke allen Bündischen (ca. 20), die zum Einweihungssingen gekommen waren und auch dem Kulturamt der Stadt Wiesbaden, das die Biografie und Plakette von Alf Zschiesche in ihr digitales Kulturprogramm aufgenommen hat.

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Fotos vom Einsingen vor und hinter dem Haus Loreleiring 7 und dem Zusammensitzen im Hintertaunus, wobei die jeweiligen Autoren nicht genannt werden, weil das Einsingen eine Einheit bleiben soll. (Helmut Wurm, ehemals Wiesbaden, jetzt Betzdorf, Sonnenweg 16, 16. 7. 22)

Doch wer war Afred Zschiesche? Hier eine Kurzfassung.