Friedenslichtaussendung

Aussendungsgottesdienst: Am dritten Adventssonntag, dem 17. Dezember 2023, wurde das Friedenslicht in der Kirche Heilig Geist, Aachen, von Pfadfinder*innen- verbänden ausgesandt. Im Gegensatz zu den letzten Jahren war die Friedenslichtaussendung in Linz (Österreich) am zweiten Advent, so dass das Licht bereits eine Woche vorher in Aachen ankam und von den Friedenslichtboten gehegt wurde.

Für die Linz-Delegation war die Reise ein einmaliges Erlebnis. Besonders in Erinnerung blieb Evelyn Keusen und Frieda Roye, die nach Linz gefahren waren, die Rückfahrt. „Da mussten wir dann auf das Licht aufpassen und es an den Bahnhöfen weiterverteilen. Und es gab nur zwei Lichter pro Zug, wir mussten sehr vorsichtig sein!“ erzählt Frieda. Nun bringen die Pfadfinder*innen eine Woche später das Licht in die Aussendungsfeier.

Das Motto 2023 ist „Auf der Suche nach Frieden.“ Es erinnert uns daran, dass Frieden nicht automatisch entsteht und wir den Frieden in unserem Miteinander und in unserem eigenen Leben aktiv suchen müssen. DPSG-Diözesankurat Achim Köhler und PSG-Diözesankuratin Katharina Rexing gestalteten den ökumenischen Aussendungsgottesdienst. Gastgeber in der Kirche Heilig Geist war Pfarrer Andreas Mauritz. Bischof Dieser nahm ebenfalls am Gottesdienst teil und sprach am Ende den Segen. Auch der BDKJ-Vorstand Dominik Herff besuchte den Gottesdienst. Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen ließ sich entschuldigen und richtete Grüße aus. Die Bahnhofsmission, die normalerweise am Bahnhof das Licht entgegennimmt, war ebenfalls in der Kirche dabei. Die musikalische Begleitung unter der Leitung von Jonas Rath rundete den Gottesdienst klangvoll ab.

Das Friedenslicht zieht seine Kreise: Nach der Aussendungsfeier verbreitet sich das Friedenslicht in die Gemeinden und Stämme. Das Licht wird von den Pfadfinder*innen direkt weiter in den Dom, zu den Schervierschwestern sowie zum Weihnachtssingen in den Tivoli und am nächsten Tag ins Aachener Rathaus gebracht. Friedenslicht – eine Aktion mit Tradition Die Friedenslichtboten der katholischen Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), der Pfadfinderinnenschaft Sankt Georg (PSG) und des evangelischen Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) tragen das Friedenslicht bis Heiligabend in Familien, in Kirchengemeinden, Krankenhäuser und Schulen, in Verbände, öffentliche Einrichtungen, Altersheime, Flüchtlingsunterkünfte und zu den Menschen in der Mitte und am Rande der Gesellschaft. Das Friedenslicht brennt in vielen katholischen, evangelischen und orthodoxen Kirchen, Moscheen und Synagogen im ganzen Bistum, u.a. auch im Aachener Dom und bei der Bahnhofsmission am Hauptbahnhof. Von dort können es sich die Menschen mit nach Hause nehmen. An Weihnachten soll das Licht dann an möglichst vielen Orten und bei möglichst vielen Menschen zu Hause als Zeichen des Wunsches nach Frieden für alle sichtbar brennen.

Die Mühe, die der Transport, das Bewachen und die Weitergabe des Lichtes beinhaltet, soll uns daran erinnern, dass Frieden nicht selbstverständlich ist und dass wir uns bemühen müssen, mit unseren Familien, Freund*innen und Nachbar*innen in Frieden zu leben. Auch der Frieden wächst, wenn man ihn an andere weitergibt, so wie das Licht einer Kerze durch das Entzünden weiterer nicht weniger wird.

Bild: Der Bischof entzündet das Licht der Bahnhofsmission. (Erika Haase-Zeimetz)


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Kommentare

Eine Antwort zu „Friedenslichtaussendung“

  1. Avatar von Axel
    Axel

    Es war ein bleibendes Erlebnis, die Reise nach Linz. Und die Messe im Mariendom sowie die Rückfahrt mit den Lichtern erst recht!

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