Friedenslicht ist unterwegs

Am 11. Dezember fand der ökumenische Friedenslichtgottesdienst in Salzburg statt. Aufgrund der aktuellen Covid-Situation waren keine internationalen Delegationen anwesend, der Gottesdienst wurde jedoch live im Internet übertragen. An der österreichischen Grenze wurde das Friedenslicht an die deutschen Delegationen übergeben. Inzwischen ist es in Deutschland angekommen.

Pfadfinder*innen setzen mit der Verteilung des Friedenslichtes aus Betlehem ein klares Zeichen für Frieden und Völkerverständigung. Das diesjährige Motto lautet: „Friedensnetz – ein Licht, das alle verbindet“. Auf der Seite friedenslicht.de heißt es hierzu: „Ein Netz verbindet und fängt jede*n auf. Wir als Pfadfinder*innen möchten ein Friedensnetz spinnen, das alle Menschen guten Willens verbindet. Frieden gilt es zu teilen, dafür brauchen wir Menschen und eine Gemeinschaft. „Wir knüpfen aufeinander zu, wir knüpfen aneinander an, wir knüpfen miteinander, Shalom, ein Friedensnetz.“ Der Refrain des Liedes „Friedensnetz“ greift die Gedanken eines tragenden Netzes auf. Ein Friedensnetz bewirkt Gemeinschaft und Zusammenhalt. Jede*r ist ein Teil des Netzes und wird gebraucht, um es stabil zu halten und es zu vergrößern.“

Die Friedenslicht-Aktion wurde 1986 vom Österreichischen Rundfunk (ORF) ins Leben gerufen. Jedes Jahr entzündet das ORF-Friedenslichtkind das Licht an der Flamme der Geburtsgrotte Christi in Betlehem/Palästina. Im Jahr 1993 lernen zwei deutsche Altpfadfinder das Friedenslicht und die Sitte des Weitergebens in Österreich kennen. Im Folgejahr holten drei Altpfadfinder des Verband Deutscher Altpfadfinder Gilden (VDAPG) erstmals nach Wien und holten das Friedenslicht am dritten Advent nach Deutschland – bei jedem Bahnhofshalt wurde es an Pfadfinder weitergegeben, die durch das Pfadfindernetzwerk Kenntnis davon hatten. Die Weitergabe dieses Friedenslichtes, unter anderem an den Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen und an ein Krankenhaus, erregten Aufmerksamkeit.

Seither verteilen die fünf Ringeverbände gemeinsam mit dem Verband Deutscher Altpfadfindergilden das Friedenslicht in Deutschland, es beteiligen sich aber auch Vertreter weiterer Pfadfinderorganisationen.

Weitere Informationen gibt es hier auf der Webseite sowie in den sozialen Netzwerken
Facebook (www.facebook.com/friedenslicht.aus.betlehem),
Twitter (www.twitter.com/friedenslicht) und
Instagram (https://www.instagram.com/friedenslicht/)
und unter dem Hashtag #friedenslicht.

Bildnachweis: Christian Schnaubelt