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Aufruf an Zeitzeugen

Es ist dem Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V. (BdP) in seiner Vergangenheit nicht immer gelungen, seine Mitglieder vor sexualisierter Gewalt zu schützen. Dieser Verantwortung will er sich stellen, die Kultur des Schweigens mit Blick auf sexualisierte Gewalt in der Vergangenheit brechen und eine kritische Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt im Verband befördern. Darum hat seine Bundesversammlung 2016 beschlossen, ein Aufarbeitungsprojekt zu beginnen: Echolot.

Unterstützt wird der BdP hierbei durch das wissenschaftliche Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP). Der BdP ist davon überzeugt, dass es so eine ehrliche und seriöse Aufarbeitung geben kann. Dies bedeute auch, Strukturen und Selbstverständnis in Frage zu stellen und diese zum Wohl der Kinder und Jugendlichen zu überprüfen.

Bei der Auftakt-Pressekonferenz am 1. September Pressekonferenz wird der BdP über das Projekt berichten und Peter Caspari als Teil des Forscher*innenteams des Instituts für Praxisforschung und Projektberatung München (IPP) wird den Aufruf an Betroffene und Zeitzeug*innen vorstellen.

Der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V. (BdP) wurde 1976 gegründet, ist interkonfessionell und überparteilich und erreicht rund 30.000 Kinder und Jugendliche. Er gehört zu den großen Pfadfinderverbänden Deutschlands und ist Teil der mit rund 50 Millionen Mitgliedern größten Jugendbewegung der Welt. Ziel der pädagogischen Arbeit des BdP ist es, Kindern und Jugendlichen Gemeinsinn und Verantwortung, Weltoffenheit und Umweltbewusstsein zu vermitteln.

https://www.pfadfinden.de/kinderschutz/aufarbeitung/

„Wir können das Geschehene nicht ungeschehen machen, aber wir können unseren Blick darauf verändern und die Realität um die Sicht der Betroffenen ergänzen sowie uns der Verantwortung stellen. Wir wollen aus möglichen Fehlern lernen. Es wäre großartig, wenn du den Mut und die Kraft aufbringen Könntest, mit deiner Geschichte zur Aufarbeitung beizutragen. Wir bitten dich herzlich, dieses Projekt zu unterstützen. Das IPP sucht Interviewpartner*innen, die im Zeitraum 1976 bis 2006

  • als Zeitzeug*innen über die Atmosphäre damals Auskunft geben können,
  • als Zeug*innen Grenzverletzungen beim BdP beobachtet haben,
  • selbst von Grenzverletzungen beim BdP betroffen sind.

Kontakt

Wenn du deine Geschichte dem Institut mitteilen möchtest, wende dich an: aufruf@ipp-muenchen.de (Helga Dill, Peter Caspari).
Für den Zeitraum 9. September 2021 bis 7. Oktober 2021 wurde eine eigene Telefonnummer bei Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V. eingerichtet:

030-549875-51 (Bernard Könnecke).

Sprechzeiten sind dienstags zwischen 11 und 13 Uhr und donnerstags zwischen 15 und 17 Uhr.
Externe Hilfe und Beratung findest du hier: www.nina-info.de.“


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