Die Flamme der Hoffnung

Auch in der Vergangenheit gab es Versuche der Gründung von moslemischen Pfadfinderverbänden in Deutschland. Doch sie liefen nicht glatt, irgendwo hakte es trotz Unterstützungsbemühungen durch die DPSG. Anders verhält es sich offensichtlich mit dem seit zwei Jahren bestehenden Bund Moslemischer Pfadfinder und Pfadfinderinnen Deutschlands (BMPPD). Seine ethische Grund­lagen liegen „in den Lehren des ehrwürdigen Koran und in der Sunna (Tradition) des Propheten Mohammad“ und sein Anliegen ist die koedukative Erziehung und Bildung junger Menschen im  Alter von sieben bis 21 Jahren in Deutschland.

Er möchte aber auch die Integration der Jugendlichen mit Migrationshintergrund durch eine Botschaft der Hoffnung fördern, ihr Bürgerbewusstsein stärken, den Jugendlichen die Geschichte ihres Heimatlandes Deutschland und die damit verbundene gesellschaftliche Verantwortung für ein friedliches Zusammenleben näherbringen. Deshalb beteiligt sich der BMPPD an dem erprobten Projekt „Flamme der Hoffnung“, welches seinen konzeptionellen Ursprung im Projekt „Flamme de L‘Espoir Citoyen“ des französischen moslemischen Pfadfinderbund Scouts Musulmans de France (SMF) hat.

Die Flamme der Hoffnung

Die Flamme der Hoffnung

Zwischen dem  1. September 2012 bis zum 3. Oktober 2013 reist nun die „Flamme der Hoffnung“ auf einer Fackel, die 1996 die Flamme der Olympiade in Athen trug, zu verschiedenen Städten Deutschlands, wo sie jeweils mit einem offiziellen Rahmenprogramm empfangen wird. So machte sie zum Start der interkulturellen Woche in Rüsselsheim Station und die Pfadfinderinnen und Pfadfinder des BMPPD nutzten die Gelegenheit, im Ratssaal ein positives Zeichen für den Islam in Deutschland zu setzen. „Nur wenn ich mich dazugehörig fühle, kann ich partizipieren und ein verantwortungsvolles Mitglied der Gesellschaft werden“, äußerten sie in ihrer Ansprache.

Quelle: Echo online