Bündische Bardengesänge

Es gibt sie noch, die gesangserprobten alten Männerstimmen. Udo Saberschinksy, der eigentlich immer überall anzutreffen ist, wo kräftiger Gesang noch gepflegt wird, hat in Zusammenarbeit mit Ömmel eine eigene CD mit dem Titel „Bündische Bardengesänge“ herausgebracht. 20 Lieder mit insgesamt etwas über 60 Minuten Laufzeit bieten den vollen Charme eines gestandenen, gesetzten Einzel-Männerbasses bei zurückhaltender Gitarrenbegleitung, teilweise mit Unterstützung einer zweiten Stimme. Die Auswahl liegt auf Liedern, die für den Einzelvortrag besonders geeignet scheinen – bekanntere wie unbekanntere. Die Aufnahme lag offensichtlich in professioneller Hand, auch wurden solche verwendet, die ganz offenbar z.B. beim „Bardentreffen“ in der Zerfer Mühle entstanden waren.

Besondere Freude hört man Udos Stimme bei den beschwingten Liedern an. Bei „Tausend Dukaten“ springt das Lächeln hörbar über. Kleinere Einschränkungen gibt es; rein subjektiv würde ich bei dem Lied „Mach kein so bitteres Gesicht“ von dessen Inhalt her wohl einen jüngeren Interpreten favorisieren und bei dem ein oder anderen sentimentalen Lied könnte noch mehr Melancholie triefen, als es geschehen ist. Und der letzte Punkte der Kritik: Manche Lieder verlangen in höheren Lagen nicht nach einer Bassstimme. Sie kann dann ihre Festigkeit, mit der sie in tieferen Lagen brilliert, nicht voll zur Geltung bringen und die Luft wird etwas dünn. Das betrifft jedoch nur einzelne der ausgewählten Lieder. Und so bleibt das Gesamtfazit: Macht Spaß, zuzuhören! Die CD kann bei Udo selbst bezogen werden: udo-saberschinsky@t-online.de

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