Alkoholexzess beendet Pfadfinderlager

Das einzig Gute an dieser Meldung: Es passierte nicht in Deutschland und es waren keine deutschen Pfadfinder beteiligt. Belgische Pfadfinder aus Embourg weilten mit fünf Leitern und 13 Kindern im Wölflingsalter auf Freizeit in Wallerode bei St. Vith / Luxemburg.  Laut Stellungnahme ihres Dachverbandes „Les Scouts“ kamen Beschwerden auf (vermutlich von den Eltern der mitfahrenden Kinder), dass die Leiter die Kinder sich selbst überließen und kein Programm anböten. Umso mehr habe den Leitern stattdessen an ihren abendlichen Alkoholexzessen gelegen. Vermutlich wandten sich die alarmierten Eltern aufgrund der Schilderungen ihrer Kinder an den Dachverband der Gruppe – dieser griff durch und löste das Lager drei Tage früher als geplant auf. Die Leiter seien so betrunken gewesen, dass sie die Aufsicht über die Kinder nicht mehr ordnungsgemäß hätten führen können, soll vom Sprecher der Organisation verlautbart worden sein. Alkohol „gehöre zwar dazu“ äußerte ein weiterer Vertreter belgischer Pfadfinder auf Presseanfrage, aber ein „Lagerkodex“ bestimme, wieviel angemessen sei. Den Verantwortlichen der Freizeit in Wallerode wurden suspendiert, zudem droht ihnen nun der Ausschluss aus ihrer Pfadfinderorganisation. Die übrigen belgischen Pfadfindereinheiten baten darum, diesen Vorfall nicht zu verallgemeinern, solche Vorfälle seien sehr selten. In Deutschland gilt in einigen Pfadfinderbünden ein genereller Alkoholverzicht.

Quelle: Grenzecho 30.07.2014
Bildnachweis: Les Scouts