Dienstleistungen für Hilfsbedürftige...

Die Pfadfinder und Pfadfinderinnen des Stammes Rodenbach aus der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) unterstützen kostenlos ältere und kranke Mitbürger. Um sie vor Ansteckung mit Corona zu schützen, bieten sie an, mit dem Hund Gassi zu gehen, Medikamente zu besorgen oder andere Einkäufe zu erledigen. Sie springen ein, wenn Angehörige unter Quarantäne stehen oder zu weit weg wohnen. Mundschutz, Desinfektionsspray und Einmalhandschuhe gehören zur Ausstattung der Pfadfinder, die Empfänger werden angewiesen, sich nach Entpacken der Waren die Hände zu desinfizieren.  Übergaben erfolgen mit Abstand, direkter Kontakt wird vermieden. Eine Pfadfinderin koordiniert die eintrudelnden Aufträge unter den 20 ehrenamtlichen Pfadfindern. Nach ihrer Beobachtung brechen gerade bei vielen sozialen Einrichtungen die Helfer weg, da diese selbst zur Risikogruppe gehören. Die jungen Pfadfinder erledigen das jetzt. Bildnachweis: Stamm Barbarossa Rodenbach...

Nachruf auf Ernst-Werner „Ewel“ Ludwig Mrz30

Nachruf auf Ernst-Werner „Ewel“ Ludwig...

Am Abend des 21. März ging Ewel auf seine letzte Fahrt. Er erlag im Alter von 84 Jahren seiner Krebserkrankung. Der Redaktion ist kein Pfadfinder bekannt, der im Laufe seines Lebens mehr Pfadfinderstämme gegründet hätte, zeitweilig führte er gar drei parallel und zudem noch einen Gau. Sein Weg führte über den Bund Deutscher Pfadfinder (BDP) in Folge der 68er Auseinandersetzungen zusammen mit dem ihm geführten Stamm Orion (Leverkusen) in den DPB Westmark, er baute dann Stamm Wikinger in Niederkassel und Stamm Maximilian Bayer in Sankt Augustin auf und war Gründer und Gauführer des Gaues Bergisches Land ab 1970 für mehr als ein Jahrzehnt (seinerzeit noch unter dem Fahrtennamen „Porky“). Um 1988 wechselte er (die Modernisierung des DPB Westmark hin zum heutigen DPB Mosaik war nicht so seins) in den Deutschen Pfadfinderbund und baute in Bonn des Stamm von Gottberg auf (heute Teil der Jungenschaft Volundr). Im November 1989 erhielt der Jurist und Oberregierungsrat  das Bundesverdienstkreuz am Bande. Einige Jahre war er kommissarischer Gauvogt des Fälischen Gaues im DPB, ehe er sich verstärkt u.a. der Arbeit in der Pfadfinder Geschichtswerkstatt (PGW) widmete, deren Vorsitzender er war. Zudem war er auch in zahlreichen weiteren Zusammenschlüssen im pfadfinderischen Kontext engagiert, sei es als Fördervereinsvorsitzender oder Altpfadfinder. Ewel war zweifelsohne ein Pfadfinder vom konservativen Schlag mit Leib und Seele. Manche seiner Entscheidungen konnte oder wollte nicht jeder mittragen, insbesondere sein jüngstes politisches Engagement stieß auf Unverständnis und verschloss so manche Tür. Sein Lebenswerk bleibt erhalten, ebenso wie die von ihm gegründeten Stämme. Aufgrund der aktuellen Lage fand seine Beisetzung im engsten Kreis im Familiengrab auf dem Melaten-Friedhof in Köln statt. Zu einem geeigneten Zeitpunkt werden seine Brüder des Deutschen Pfadfinderbundes eine Gedenkfeier nachfolgen lassen. Unsere Gedanken sind bei ihm und seiner...

Gedenktag: Robert Oelbermann

Heute vor 79 Jahren, am 29. März 1941, verstarb Robert Oelbermann im Alter von 44 Jahren im KZ Dachau. Robert Oelbermann war, zusammen mit seinem Zwillingsbruder Karl, Gründer des Nerother Wandervogels und dessen Bundesführer bis zu seinem Tod. Die Zwilligsbrüder wurden am 24. April 1896 in Bonn geboren. In der Silvesternacht 1919 gründeten sie zusammen mit ausgewählten Freunden auf dem Nerother Kopf bei Neroth/Eifel den Geheimbund / die Ritterschaft der Nerommen innerhalb des Altwandervogels. Dessen Bundesführung war mit diesem Vorgehen nicht einverstanden und in Folge dessen entstand ein eigener Bund, der Nerother Wandervogel, der sich am 27. März 1921 offiziell gründete. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten und die durch diese erzwungene Selbstauflösung führten viele Nerother Wandervögel ihr Gruppenleben in der Illegalität fort, ein Umstand, welcher der Reichsjugendführung nicht verborgen blieb. Sie ging entschlossen gegen diese „bündischen Umtriebe“ vor, so wurde auch Robert Oelbermann in Untersuchungshaft genommen und mit Hilfe eines erpressten Geständnisses hinsichtlich homosexueller Orientierung in Haft genommen.  Dieser schloss sich eine Schutzhaft und 1937 die Überführung, zunächst ins KZ  Sachsenhausen und später ins KZ Dachau, an. Dort verstarb er an den Folgen der Haftbedingungen, welche eine Entzündung und Blutvergiftung an einer alten Kriegsverwundung hervorgerufen hatten. Wesentliche, bis heute erhaltene Formen des Nerother Wandervogel sind der reine Jungenbund, die Weltfahrten, der Ausbau der Burg Waldeck als Jugendburg, die organische Struktur in Form von überregionalen Orden mit individueller Prägung, ein Bundesführer auf Lebenszeit und nicht zuletzt ihr reges musikalisches Schaffen. Den ausführlichen Scout-O-Wiki-Eintrag zu Robert (und Karl) Oelbermann findet ihr hier. Zudem gibt es ein Video von der Verlegung des Stolpersteines für Robert Oelbermann im Jahr 2009 auf der Waldeck. Im Original ist er kurz ab Minute 4:08 im Waldeck-Film-Trailer zu sehen. Bildausschnitt aus “Die letzten Wandervögel”, Deutscher Spurbuchverlag   Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter...

CP Saar auf Expansionskurs

Die Saar fließt auch durchs Rheinland! Zumindest wenn es um die Pfadfinder und Pfadfinderinnen des Stammes „Kleiner Bär“ in Bonn-Wachtberg geht. Der Stamm, welcher mit Unterbrechung seit 1988 besteht und lange dem VCP (Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder) angehörte, beschloß vor kurzem, sich dem Christlichen Pfadfinderbund Saar anzuschließen. Der Stamm „Kleiner Bär“ war in den letzten Jahren durch seine Teilnahme an den Würzburger Singewettstreiten bekannt geworden. Für den geographisch eher ungewöhnlichen Bundeswechsel geben die Pfadfinder vom Stamm „Kleiner Bär“ in Bonn  die Begründung, es sei nicht so wichtig, wo man her komme, sondern es gehe um die durch gemeinsame Unternehmungen entstandene Freundschaft.Der Christliche Pfadfinderbund Saar (CPS) wurde vor elf Jahren durch den für die Von-Boch’sche Forstverwaltung tätigen Wolfgang Pester (Wolle) gegründet und zählt mittlerweile zu den größten Pfadfinderbünden im Saarland. Neben dem Zentrum in Britten zählen Stämme in Köllerbach, Weiskirchen, Flörsheim-Dalsheim, Blaustein und zwei Aufbaustämme in Merzig und Bonn zu der über 150 Mitglieder umfassenden Pfadfindergemeinschaft. Sie versteht sich als traditioneller Pfadfinderbund, der versucht, eine Erziehungsarbeit zu leisten, die jene der Schule und Familie ergänzt, Konsum- und Genußstreben eingrenzt, Modetrends und kurzatmige Zeiterscheinungen kritisch überprüft und sich weltanschaulich am Wort Gottes orientiert. Die Kluft umfasst neben einem dunkelblauen Hemd die Rautenlilie mit einem Kreuz im größten Blatt sowie ein grau-rotes Halstuch. Bundesführer ist Stefan Engel (Steff). Eine besondere Würdigung erhielt die Arbeit des Bundes durch die Verleihung des Baden-Powell-Preises im Jahre 2001 für ihren mehrjährigen Einsatz bei der Förderung der Pfadfinderarbeit in Sibirien. Quelle: scouting...

Bundesheim der Taunus-Pfadfinder

Im schönen Hintertaunus, direkt neben dem Freilichtmuseum Hessenpark, liegt das schöne Grundstück mit dem Bundesheim der Taunus-Pfadfinder. Es besteht aus einem urigen kleinen Haus und einer großen Lagerwiese, nur 10 Gehminuten vom Taunusrand entfernt. Das etwa 3700 m² große Grundstück mit großer Wiese ist wie geschaffen für Stammeslager und andere Pfadfinderaktivitäten. Ausgestattet mit einer Feuerstelle und einer Handpumpe für  alle, die es wirklich traditionell wünschen. Selbstverständlich gibt es aber auch fließend Wasser aus dem Hahn, Strom und ein WC. Toilette, Wasch- und Spülraum im Außenbereich wurden in 2016 neu und tipptop hergerichtet. Das Haus selbst verfügt über eine Küche mit fließend Warmwasser, Herd, Kühlschrank, Geschirr und einem Hauptraum mit 2 Holzofen und eine 2. Etage mit einem Aufenthaltsraum  und Schlafraum. Einfache Schlafmöglichkeit im Obergeschoss mit 3 Betten einzeln, etwa 6 auf einem Großbett oder für mehr mit eigener Unterlage auf dem Boden. (Betten haben Matratzen für eigene Bettbezüge.) Aufenthaltsraum für 50 Personen im Erdgeschoss. Das Heim ist umringt von alten Bäumen. Auf der einen Seite schaut man über die Felder, auf der anderen ist ein kleines Waldstück angeschlossen, welches sich herrlich zum Spielen eignet. Im Herbst und Frühjahr kann man durch die kargen Bäume die alte Kirche und die Windmühle des Freilichtmuseums sehen, welcher nur durch einen Erdwall von dem Grundstück abgegrenzt ist. Von ca. November – März (Je nach Witterung) ist das Grundstückjedoch  im Winterschlaf und den Mitgliedern vorbehalten. Es stehen etwa 8 – 10 Parkplätze zur Verfügung. Zeltstangen sind vorhanden. Feuerholz nach Absprache. Mehr Infos, Bilder und Preise:  www.pfadfinder.camp Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und Jugendbewegung....