US-Scouts: Achtjähriger wegen Transsexualität ausgeschlossen

Dass die amerikanischen Pfadfinder-Jungs von den „Boy Scouts of America“ sich lange mit der Akzeptanz von Homosexuellen schwertaten, ist kein Geheimnis. Inzwischen dürfen diese auch als Gruppenleiter tätig werden. Doch nun steht der Organisation die nächste Auseinandersetzung ins Haus. Ein achtjähriges Kind, welches als Mädchen geboren wurde und seit einem Jahr als Junge lebt, wurde nach einem Monat Zugehörigkeit zur Pfadfindergruppe „Cub Scout Pack 87“ in Seacaucus gemäß seiner Eltern aufgrund seiner Geschlechtsidentität und Beschwerden von anderen Eltern ausgeschlossen. Gemäß queer.de sagte eine Sprecherin der „Boy Scouts of America“, dass der Junge nicht die Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft bei den Pfadfindern mitbringe. Zum Zeitpunkt seiner Registrierung sei nicht bekannt gewesen, dass das Kind „nicht biologisch männlich“ gewesen sei. Transsexualität stellt auch hierzulande nicht-koedukative Gruppen vor gewisse Probleme, allerdings vor allem dann, wenn ein Mitglied nach jahrelanger Zugehörigkeit zu seiner rein weiblichen Gruppe beispielsweise offenbart, künftig offen als Mann leben zu wollen. In den mir bekannten Fällen wurde dem bzw. der Betroffenen jedoch mit einem hohen Grad an Respekt und Mitmenschlichkeit begegnet und keinesfalls gegen deren Willen ein Ausschluss vollzogen, egal, wie „logisch“ er wäre.

Quelle: Queer.de 02.01.2017