Unser Maifest

Nachwuchsreporter Marv berichtet

Nachwuchsreporter Marv berichtet

Am Tag vor unserem Maifest kam mein Stamm Königsdrache um 16 Uhr beim Gelände des Verschönerungsvereins des Siebengebirges (VVS) auf der Margarethenhöhe an.

Das Gelände liegt in der Nähe von unserem Heim, da unser Stamm in dem Nachbardorf Ittenbach seine Heimabende macht. Wir nutzen diesen Ort als Treffpunkt für das Feiern unseres Maifestes mit Bündischen und Interessierten, seit uns der Verschönerungsverein vor drei Jahren einmal eingeladen hat, bei ihrem Maifest teilzunehmen. Der Platz selber ist ideal, da wir dort Toiletten, eine riesige Schutzhütte und Wiese haben, die wir jederzeit kostenlos nutzen dürfen. Dafür helfen wir dem VVS wiederum bei den Aktionen, die er während des Maifestes macht. Als wir also ankamen, begannen wir gleich mit dem Aufbau der Jurte, der beiden normalen Kohten und der Wanderkohte. Am frühen Abend wurden wir dann fertig. Kurze Zeit später kamen dann noch ein paar Mädels vom Wandervogelbund Solveigh, die ihre Gruppen in Bonn und Ittenbach haben, und drei Horten von unserem Bund aus Wesseling zu Besuch. Wir haben dann zusammen etwas gesungen und mit den Vorbereitungen für das Maifest am folgenden Tag begonnen. Später haben wir auch noch gegrillt und mit denen, die Lust hatten, Leuchtstabrugby gespielt. Dabei gab es zwei Teams. Das eine Team mit dem Leuchtstab mußte diesen möglichst unbemerkt auf die andere Spielfeldseite bringen ohne ihn von dem anderen Team abgenommen zu bekommen. Dabei durfte der Leuchtstab nicht über die Linie geworfen oder irgendwo in den Klamotten versteckt werden. Den Rest sagt das Wort „Rugby“ schon aus.

In der Nacht haben wir uns dann, neben den Kohten für mehrere feierliche Aktionen zusammengefunden. Dabei wurden den drei neuen Horten „Siegfried“, „Phoenix“ und „Drachenreiter“ ihre Wimpel überreicht. Die Wimpel wurden von den jeweiligen Hortenführern an ihre neuen Kornetts übergeben. Da der Aufbau des Stammes nun offiziell als beendet erklärt wurde, hat mein Stammesführer Mythos vom Stammesherold Schnappi das alte Stammesbanner als Fahrtenbanner überreicht bekommen, weil er den Stamm aufgebaut hat. Danach, das gefiel mir am meisten, war die Halstuchübergabe. Mythos hat drei Stammesmitglieder, einer davon war ich, aus unserem Stamm nach vorne gerufen und ihnen angeboten, ihr Versprechen abzulegen. Wir alle drei haben zugestimmt und haben unser Halstuch bekommen. Zum Abschluß haben wir dann das Stammeslied gesungen.

Am nächsten Tag, also dem 1. Mai, standen wir früh auf. Wir mußten noch viel vorbereiten, wie zum Beispiel Pfannkuchenteig herstellen, Kochen, beim Ständeaufbauen helfen und Bänke hinstellen. Der Vormittag hat sehr viel Spaß gemacht. Es gab viele Attraktionen wie Ponyreiten, Bogenschießen, Mehlpfannkuchen backen und Hufeisenwerfen, die zum großen Teil vom VVS, mit unsere Hilfe, organisiert wurden. So gegen 16 Uhr bauten wir dann unsere Zelte ab und gingen nach Hause. Insgesamt haben mir die beiden Tage sehr gefallen.

Marv (Marvin Reinke, Stamm Königsdrache aus der jugendschaft helios, 12 Jahre)

Über die jugendschaft helios

Logo der Jugendschaft Helios

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Im Februar 2001 gründete sich aus dem Pfadfinderstamm „Sturmvögel“ die „freie jugendschaft helios/ Jugend- und Fahrtenbund e.V.“. Unter dem Namen Jugendschaft wollen sie Inhalte der aus Wandervogel- und Pfadfinderbewegung hervorgegangen Jungenschaftsbewegung in zeitgemäßer Form umsetzen. Das zentrale Ziel dieser Bewegung besteht nach Aussage der Jugendschaft darin, jungen Menschen einen Raum zu schaffen, in dem sich ihre Persönlichkeit entfalten kann. Zentrale Elemente des Bundeslebens sind Fahrten und Lager im In- und Ausland, das gemeinschaftliche Leben in der überschaubaren Gruppe, kreatives, handwerkliches und musisches Schaffen und das ganzzeitliche Ansprechen von Kopf, Herz und Hand. Die Jugendschaft unterhält Gruppen in Wesseling, Overath und Königswinter. (Nach Informationen aus der Homepage der Jugendschaft)

Quelle: scouting 02-07

Spurbuchverlag - Pfadfinder und Jugendbewegung