Streit um die Nutzung des ehem. Jugendzeltplatzes Freudenthal

Die Deutsche Freischar ist für die CDU der Favorit für die Übernahme des Jugendzeltplatzes im Freudenthal bei Bergisch Gladbach. Die anstehenden Renovierungsarbeiten waren der Stadt zu hoch, ein Verkauf des Geländes wurde diskutiert (wir berichteten). Nun haben die regierenden Parteien beschlossen, das Gelände nicht zu verkaufen, sondern zu einem symbolischen Preis zu verpachten bzw. im Rahmen von Erbbaurecht zur Verfügung zu stellen. Interessiert hatten sich neben der Freischar, die nach dem Verkauf ihres bisherigen Bundesheimes in Gifhorn über die notwendigen finanziellen Mittel verfügt, eine Gruppe der VCP, bei der jedoch eine Privatperson in Vorleistung treten würde. Während die CDU die Freischar favorisiert und einen entsprechenden Antrag in den Jugendhilfe- und den Finanzausschuss einbringen wird, möchte die SPD vor einer Entscheidung das Ergebnis der Verwaltungsprüfung abwarten. Die Pächter sollen gemäß CDU verpflichtet werden, den Platz in Stand zu setzen und während der gesamten Pachtzeit auch für andere Gruppen zum Preis von vier Euro pro Übernachtung zu Verfügung stellen. Unterdessen wurden Korruptionsvorwürfe laut, die Verwaltung habe das Gelände absichtlich verfallen lassen, um es gewinnbringend und ohne großes Aufsehen meistbietend unter der Hand verscherbeln zu können. Angebote von gemeinnützigen Übernahme-Interessenten hatte die Verwaltung der Politik gegenüber jedenfalls jahrelang verschwiegen.

Quelle: scouting 04-08

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