Stillstand in den Bemühungen um ein neues Schiff

Am 09. August versank das „jugendbewegte“ Schiff Falado vor der Küste Islands. Schnell war klar, dass sich der Trägerverein ein neues Schiff zulegen möchte, um auch weiterhin segeln zu können. Dabei liegt die Herausforderung offenbar nicht nur darin, sich auf ein bestimmtes Schiff zu einigen, sondern auch, genügend finanzielle Mittel zur Umsetzung zu erlangen. Im Frühsommer sah es dabei schon fast konkret aus. Geeignete, derzeit verkäufliche Schiffe waren recherchiert und besucht worden. Da sich die Suche auf ganz Europa erstreckte, war dies bereits mit einer gewissen Reisetätigkeit verbunden. Ende Juni lagen dann zwei Favoriten vor, wobei sich der Verein mit ganz knapper Mehrheit für die „Whydah of Bristol“ entschied.

Knappe Mehrheiten bei einer solchen Frage können problematisch sein und auch auf grundlegend unterschiedliche Zielvorstellungen hindeuten. Und man wäre ja nicht in der Pfadfinder- und Jugendbewegung Deutschlands aktiv, wenn man nicht wüsste, wie solcherlei Menschelei – auch ohne konkrete Hintergründe zu kennenund ohne eine Wertung abzugeben – hierzulande im Allgemeinen gelöst werden. Da genügt ein Blick auf die knapp 200 unterschiedlichen Pfadfinderorganisationen und ihre jeweilige Entstehungsgeschichte. In diesem Fall hörte man auch, es hätten sich einige konkret überlegt, einen alternativen Verein zu gründen.

Wie dem nun auch sei, Mitte August wurde etwas launisch über die Seite der Falado mitgeteilt, die Chance für ein neues Schiff sei vertan worden. Eine Lösung wäre durch Spender möglich gewesen. Offenbar scheiterte der Kauf der „Whydah of Bristol“ am Geld. Oder an der mangelnden Überzeugung, für dieses Schiff sein Portemonaie zu öffnen. Oder an grundsätzlichen Konflikten.

Quelle: Falado News 09.08.2014

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