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Stiftung zur Bereinigung des pfadfinderischen Ansehens

Durch Schlamperei und Leichtsinn versenkte Schiffe, radikale Gäste in bündischen Begegnungsstätten, pädophile Täter unter anerkannten bündischen Persönlichkeiten – einem Kreis aus Altpfadfindern des REGP wurde dies jüngst alles zu blöd. „Wir sind entsetzt und frustriert über die Entwicklung insbesondere der sogenannten deutschen Jugendbewegung.“ Zwar  habe man mit dieser als Pfadfinder eigentlich keine Berührungspunkte, aber ständig werde man wegen des ähnlichen Äußeren in einen Topf geworfen mit „Schiffeversenkern, Rechtsradikalen und Kinderschändern“. Eine deutliche Distanzierung sei absolut überfällig.

Deshalb habe man sich, als jüngst ein größerer Nachlass zu Gunsten der Pfadfinderidee eingegangen sei, dafür entschieden, das Geld sinnvoll für Maßnahmen einzusetzen, die geeignet seien, den bündischen Sumpf auszurotten oder aber zumindest deutlich zu dezimieren. Dem käme zu Gute, dass alle bündischen Projekte und Begegnungsstätten unter chronischem Geldmangel leiden würden. Eine pfadfinderische Übernahme sei bei ausreichenden Finanzmitteln kein Problem. „Wir planen als erstes den Erwerb einer bekannten Ruine an der Lahn, der Balduinstein. Diese wird abgerissen, dem Erdboden gleich und macht einem Schulungs-und Präventionszentrum Platz. Hier stehen wir bereits in engem Kontakt mit dem Arbeitskreis Schatten der Jugendbewegung, der sich freut, bereits vor der Sprengung seiner Unterkunft auf der Ludwigstein ein um so viel besser geeignetes Zentrum zu finden.“ Auf Rückfrage wird erläutert: „Die Lu? Die Stimmung dort ist ja nicht gerade freundlich. Unter einer Begegnungsstätte verstehen wir etwas anderes, als gegenseitige Anschuldigungen oder gar Rechtsradikale in Sichtweite. Am besten scheint es zu sein, wenn sich die Bündischen gar nicht erst begegnen können, denn nur das geht friedlich von sich. Wir nutzen hier ihren Eigentrieb zur Separation und die Freude an Workshops mit Schwarzpulver. Als ahnungslosen Workshopleiter konnten wir einen Mitarbeiter der Balduinstein gewinnen. Der wird Augen machen.“

Bereits umgebaut wird der Nachfolger des versenkten Segelschiffes. „Der Trägerverein der Falado freute sich über das günstige Werftangebot für den Innenumbau. Da hat er erstaunlich wenig Fragen gestellt. Wenn wir mit dem Schiff fertig sind, hat es eine erstklassige Senk-Bleiausstattung und keine Koje mehr in ausreichender Länge für Mitteleuropäer. Zudem konnten wir die alte Toilette der gesunkenen Falado bergen und einbauen. Folter pur. Finanziell liegt da eh jetzt schon alles hernieder, perfekter Todesstoß.“

„Vor allem ist uns wichtig, dass allen klar wird, dass wir Pfadfinder einer weltweiten Freundschafts- und Friedesbewegung angehören, die nach pädagogischen Grundsätzen qualitativ hochwerte Erziehungsarbeit leistet. Wohingegen die Angehörigen der bündischen Jugend einer Irrlehre anhängen, die schon viele Opfer gefordert hat.“

Die Männer und Frauen von der Stiftung „Pfadfinder zur Bereinigung des eigenen Ansehens“ freuen sich auf weitere Mitstreiter.

(01.04.2015)

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