„Sehnsucht nach dem Lichte“...

Beim Treffen des Mindener Kreis (Video vom Treffen) hat Herr Zoske einen sehr interessanten Vortrag gehalten. Hier ein kleiner Teaser zu seinem Buch „Sehnsucht nach dem Lichte“. Pastor Dr. phil. Robert M. Zoske, geboren 1952 in Schleswig-Holstein, schrieb dieses Buch, nachdem er im Nachlass der Scholls mehrere Gedichte von Hans Scholl fand, in denen er die Beziehung zu Gott schildert und seine Gefühlswelt offenlegt. „Warum widerstand Hans Scholl?“ steht auf dem Buchrücken. Laut Pastor Dr. phil. Robert M. Zoske sagte H. Scholl in einem Verhör, dass er mit seinem Tod gerechnet habe. Also „warum widerstand Hans Scholl?“ Diese Frage wird ausführlich unter neuen Gesichtspunkte aufgerollt und versucht mit der religiösen Entwicklung Scholls zu erklären. Auf der Sommertagung des Mindener Kreis 2017 stellte er in einem gut einstündigen Vortrag sein Buch vor und legte die seiner Meinung nach sechs Hauptargumente dar, warum Hans Scholl in den Widerstand ging. Bemerkenswert hierbei ist, dass Pastor Dr. phil Robert M. Zoske sein gut 800 Seiten umfassendes Werk so komprimieren konnte, dass es in den zeitlichen Rahmen passte, aber man dennoch gedankliche Verknüpfungen zwischen den Themen schlagen konnte, sodass man nicht das Gefühl hatte, dass der Autor etwas wichtiges auslässt. Während des Vortrags im Rittersaal der Burg Stahleck hörten alle Anwesenden gespannt zu. Auch wenn einige von ihnen vielleicht sogar noch Zeitzeugen waren, habe es bestimmt auch für sie neue Erkenntnisse über die Motivation von Hans Scholl. Jeder, der sich für den Widerstand gegen Hitler und die Zeit des Nationalsozialismus interessiert sollte sich einmal mit diesem Buch auseinandersetzen. „Sehnsucht nach dem Lichte“ von Robert M. Zoske ist erschienen im Herbert Utz Verlag, hier geht es zur Bestellung. Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Berry Westenburger wird 94 Jahre alt...

  Am 5. Januar 2014 feierte unser Berry Westenburger seinen 94. Geburtstag. Aus diesem Anlass möchte die Redaktion gratulieren und weiterhin alles Gute wünschen.Für sein überzeugtes Engagement für die bündische Jugend hatte der 1920 in Frankfurt geborene Berry Westenburger einen hohen Preis zu zahlen. Als Mitglied des „Nerother Wandervogels“ widersetzte er sich 1934 dem Versuch der NSDAP, die gesamte Jugendbewegung in HJ bzw. BDM „gleichzuschalten“ und trat in die verbotene „Deutsche Autonome Jungenschaft“ ein. Das und die Tatsache, dass seine Großmutter Halbjüdin war, waren die Gründe dafür, dass er das Gymnasium verlassen und eine Konditorlehre antreten musste. Wegen „bündischer Umtriebe“ wurde er 1938 vor einem Sondergericht in Berlin angeklagt, dann aber amnestiert und sofort zum Wehrdienst einberufen. Er kämpfte zunächst an der Westfront, anschließend bis zur Niederlage Rommels in Afrika. Nach britischer und amerikanischer Kriegsgefangenschaft kehrte er 1946 nach Frankfurt zurück und betrieb den Wiederaufbau der Jugendbewegung. Für seine Verdienste und für sein standhaftes Verteidigen der bündischen Ideale in der NS-Zeit wurde er mit der Johannes-Kirchner-Medaille geehrt und erhielt 2010 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Der Hessische Justizminister, Jörg-Uwe Hahn, überreichte das Verdienstkreuz am und würdigte das unermüdliche Engagement des Geehrten seit dem Kriegsende bis heute in der freien Jugendarbeit. „Seit vielen Jahren berichten Sie als Zeitzeuge vor Schulklassen und Studierenden in fesselnden Vorträgen über Ihre Auseinandersetzungen mit dem NS-Staat und geben Ihre damit verbundenen Erinnerungen als Mahnung weiter. Ich freue mich sehr, dass ich Sie heute für Ihr herausragendes Wirken mit dem Bundesverdienstkreuz auszeichnen darf“, betonte Justizminister Jörg-Uwe Hahn.   Seit vielen Jahren berichtet Herbert (Berry) Westenburger in Frankfurt und Umgebung von seinen Erlebnissen während der Zeit des Nationalsozialismus. Seine Mutter wurde als „Halbjüdin“ in Auschwitz umgebracht. Der heute über 90jährige schildert in seinen Jugenderinnerungen „Wir pfeifen auf den ganzen Schwindel“, wie eine Gruppe...