Vorbild: Pfadfinder

In einem Gastbeitrag für die „Süddeutsche Zeitung“ setzte sich Sebastian Gallander mit den beruflichen Herausforderungen der Zukunft auseinander. Stichwort „Sozialkompetenz“. Die durch keine Maschine jemals wird erbracht werden können. Die Zahl der Jobs, für welche man Sozialkompetenz benötige, sei seit 1980 sogar um fast ein Viertel gestiegen. Um junge Menschen in ihren charakterlichen Fähigkeiten zu stärken, empfiehlt der Autor die Pfadfinder. Denn bei einem Pilotprojekt in England, bei welchem verschiedene Schulen mit Pfadfindern Kooperationen eingegangen seien, sollen sich bereits nach wenigen Monaten positive Ergebnisse bei den Schülern gezeigt haben. Anders als in der Kontrollgruppe. So sei ihre Kooperationsfähigkeit gestiegen, ihr Gemeinsinn, teilweise sogar ihr gesamtes Verhalten. Ich hab das mal gegoogelt und folgende Studie gefunden: „The Implementation of Character Education through Scout Activities“. Fazit von Sebastian Gallander: Die Bundesregierung müsste außerschulische Initiativen, welche die sozialen und emotionalen Fähigkeiten der Schüler stärke, noch viel mehr unterstützen. Denn bisher würden besonders sozial schwache Schüler und solche mit Migrationshintergrund noch viel zu wenig von den Pfadfindern, aber auch anderen Vereinen und Verbänden, die ähnliches leisteten, erreicht. Hier geht es zum Beitrag von Sebastian Gallander (hinterlegt bei der Vodaphone-Stiftung). Quelle: Sebastian Gallander „Pfadfinder als Vorbild“ in: Süddeutsche Zeitung, 28. Mai 2017 Bildnachweis: Jakob Müller, BdP Stamm Schwarzer Haufen (Archiv) Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Studie zeigt: Pfadfinden fördert die psychische Gesundheit – auch langfristig!...

Eine Pressemitteilung der DPSG: Eine britische Studie hat nachgewiesen, dass Menschen, die in ihrer Jugend Pfadfinderin oder Pfadfinder waren, im späteren Leben ein niedrigeres Risiko für psychische Krankheiten aufweisen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Edinburgh untersuchten in der Langzeitstudie „National Child Development Study“ 10.000 britische Menschen, die im November 1958 geboren wurden. Etwa ein Viertel dieser Menschen (28 %) war in seiner Jugend Mitglied bei den Pfadfinderinnen oder Pfadfindern und genau diese Menschen litten im Alter von 50 Jahren 15% seltener unter Angst oder Gemütszustandsstörungen, als Menschen die nicht Teil der Pfadfinderbewegung gewesen waren. Es sei bemerkenswert, dass dieser positive Effekt bei den Menschen auch so viele Jahre nach der Mitgliedschaft noch nachweisbar sei, sagte Chris Dibben, der an der Universität Edinburgh die Untersuchung geleitet hat. „Das Ziel der Pfadfinder-Pädagogik ist, Kinder und Jugendliche in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu unterstützen und ihre individuellen Fähigkeiten so zu fördern, sodass sie zu selbstreflektierten, starken und engagierten Erwachsenen heranwachsen. Abenteuer, Projektarbeit, Gemeinschafts- und Naturerlebnis werden dabei in der Pädagogik altersspezifisch angewandt, um diese Ziel zu erreichen“ erläutert Kerstin Fuchs, Bundesvorsitzende der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg. „Die Studie belegt also, was Generationen von Kindern und Jugendlichen bereits erlebt haben: Dieses Konzept funktioniert.“ Die Gründe für den positiven Effekt von Pfadfinden auf die psychische Gesundheit vermuten auch die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler darin, dass Pfadfinden das Selbstvertrauen, die Eigenverantwortung und die Teamfähigkeit fördert sowie Menschen zu Outdoor-Aktivitäten animiert. So wird die Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress erhöht wird. Auf den positiven Effekt des Pfadfindens auf die psychische Gesundheit von Kindern wurde zuvor auch vom deutschen Hirnforscher Gerald Hüther, Professor für Neurobiologie an der Universität Göttingen, hingewiesen. Er stellte bereits 2013 im Interview mit dem ZDF fest: „Es ist auffällig, dass Kinder, die beispielsweise bei den Pfadfindern sind, viel seltener ADHS haben.“...