Nachruf auf Bruder Paul Oden Mrz17

Nachruf auf Bruder Paul Oden

Hier der Nachruf der Steyler Missionare auf den bereits am 13. Januar in Chile verstorbenen Bruder und Pfadfinder Paul Oden, für dessen Straßenkinderprojekt auch in deutschen Pfadfindergruppen wiederholt gesammelt und gespendet wurde: „Zum Gedenken an Bruder Paul Oden svd * 23.07.1928 Pinnasens, Speyer + 13.01.2017 Iquique, Chile Bruder Paul Oden wurde in Pirmasens als Sohn von Jakob und Henriette Oden geboren und blieb sein Leben lang seiner pfälzischen Heimat verbunden. Von Kindesbeinen an war er Pfadfinder und engagierte sich in der kirchlichen Jugend-arbeit seiner Pfarrei St. Pirmin. Nach der Volksschule begann er eine Bäcker- und Konditorlehre, die er durch Kriegseinwirkungen immer wieder unterbrechen musste. In diese Zeit fiel auch seine Entscheidung, Missions-bruder bei den Steyler Missionaren zu werden. Am 1.10.1946 wurde er Postulant in St. Wendel. Nach Postulats- und Noviziatszeit legte er am B. September 1949 die ersten Gelübde ab. Auf den Tag genau sieben Jahre später band er sich in Santiago de Chile an Gott und die Gemeinschaft der Steyler Missionare durch die Ewigen Gelübde. Über Rom nach Chile 1951 führte ihn die erste Arbeitsbestimmung nach Rom, wo er in der Ordens-zentrale der Steyler Missionare seine jungen Kräfte einsetzte. 1953 erhielt er eine Arbeits-bestirmnung für Indien. Diese wurde geändert und er trat am Oktober 1954 seinen Dienst in Chile an. Die ersten Jahre verbrachte er in Santiago am „Licéo Alemân de! Verbo Divino“. Hier begann seine Arbeit mit den Pfadfindern, die sein ganzes Leben mitbestiin-mcn sollte. 1972 wurde er in den Süden Chiles entsandt, 1000 km von Santiago entfernt. Hier startete er mit dem Aufbau der ersten Jugendzentren und – herbergen und zwar in Puer-to Varas, Osorno, Fresia und Ensenada. Diese Zentren wurden die Geburts-stätte der heutigen Kinderheime der Steyler Missionare in Chile mit Sitz in Puerto Varas, Valdivia, San Pablo, Buin und...

Die Pfadfindermethode hilft ehemaligen Straßenkindern in Sibirien...

Vor rund sieben Jahren rief der ehemalige Pfadfinder Thomas Grothe ein Hilfsprojekt für Straßenkinder in Sibirien ins Leben. Etwa neun Kilometer außerhalb der Ortschaft Shelechow erwarb Grote ein Gelände und baute dort kontinuierlich eine kleine Bauernhofsiedlung auf, um obdachlose Kinder und Jugendliche zu unterstützen und ihnen eine Unterkunft zu stellen – über einen begrenzten Zeitraum oder auch dauerhaft.  Die jungen Bewohner werden je nach Alter in Pfadfindergruppen integriert. Ein „soziales Zusammenleben“ haben diese Kinder nicht erfahren, sie kennen nur das „Gesetz der Straße“, wo das Recht des Stärkeren gilt und Gewalt zu etwas Alltäglichem geworden ist. Die Pfadfindertätigkeit vermittelt ihnen, daß sie gebraucht werden. Die jungen Leute bekommen Unterstützung durch die Einrichtung auf dem Bauernhof. Dort haben auch Erwachsene, die aus ihrer Alkohol- oder Drogenabhängigkeit aussteigen wollen, Zuflucht gefunden und bringen sich in die täglichen Arbeiten ein. Auch die Abgelegenheit des mitten in der Natur liegenden Bauerngehöfts hilft den Kindern, sich aus ihrem früheren elenden Umfeld zu lösen. Der Umgang mit Tieren bekommt ihnen besonders gut, sie lernen, Verpflichtungen zu akzeptieren und kontinuierlich – je nach Kraft – bei der Fütterung und Pflege mitzuhelfen. Unterstützung erhält das Modell vor allem durch Hilfe von Schulklassen aus Deutschland, die zielgerichtet Geld für die Anschaffung von Hühnern, Kühen oder zuletzt einem Pferd spenden. Quelle: scouting...