Vorgestellt: Scouting Bonn

Unter der Zielsetzung „Outdoor Aktivitäten, Werken, City Adventures“ bietet Scouting Bonn seit 2010 ein offenes Programm für Kinder und Jugendliche an. Der Verein entstand aus dem vorherigen Pfadfinderbereich des Ako-Pro-Seminar des Aloisiuskollegs in Bonn. Außer des Bezugs auf Pfadfinder durch den Namen, Outdooraktivitäten und der Verwendung von Kohten und Jurten ist es mit der Pfadfindertradition nicht weit her. Es gibt keine Kluft, kein Versprechen oder Gesetz (sofern man nicht die Präambeln des Vereins als solches werten sollte). Hervorgetan hat sich der Verein in jüngster Zeit durch seine regional bekannten Nepal-Hilfseinsätze. Hier geht es zur Homepage des Vereines. Neugierig geworden? Mehr Informationen zu dieser und über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9).   Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

„Die etwas anderen Bonner Pfadfinder“ helfen in Nepal...

Eine dreißigköpfige Gruppe aus dem Verein „Scouting Bonn e.V.“ ist am Samstag nach Nepal aufgebrochen, um beim Wiederaufbau einer vom Erdbeben zerstörten Schule und eines Krankenhauses in Nepal zu helfen. Mit 30 Reiserucksäcken und 15 Alukisten voller Werkzeug und anderem Material, insgesamt über 900 Kilogramm Gepäck, ging es zunächst mit dem Bus nach Frankfurt und dann weiter mit dem Flugzeug mit Kathmandu. Mit dabei ein Volontär des General-Anzeigers Bonn, eines der beiden führenden Medien in der ehemaligen Hauptstadt und umfangreichste Berichterstattung über die „etwas anderen Pfadfinder“ von Scouting Bonn e.V. inklusive. Man kann dem Medium „scouting“ nicht vorwerfen, in bürgerlichen Kategorien von „anerkannt“ und „nicht-anerkannten“ Pfadfindern zu denken oder schreiben, aber ob die Gruppe „Scouting Bonn“ nach egal welcher Betrachtungsweise als Pfadfindergruppe einzuordnen ist (oder eingeordnet werden will!), bezweifeln wir. Vom Namen her beruft sich Scouting Bonn zwar auf die Pfadfindertradition, verwirklicht dies aber nur durch einen gewissen Schwerpunkt bei Outdoor-Aktivitäten und sozialem Miteinander. Kontakte zu anderen Pfadfindergruppen bestehen nicht, es existiert keine einheitliche Bekleidung und auch nach Pfadfindergesetz und -Versprechen sucht man vergebens. Die unrühmliche Vergangenheit der Vorläuferorganisation am missbrauchsgeschütteltem AKO lassen wir mal beiseite; mit der Gründung von Scouting Bonn e.V. wurde ein erfolgreicher Neuanfang gewagt und umgesetzt. Mit erstaunlich hohen finanziellen Mitteln (aus dem Kreise anderer Jugendgruppen in Bonn heißt es nicht ganz neidfrei, offenbar hätten die „Scouters“ guten Draht zu vermögenden Privat-Förderern) leistet man sich auch bezahlte Kräfte für die Jugendarbeit. Die jetzt umfangreiche Berichterstattung ist für die anderen Bonner Pfadfindergruppen etwas schmerzlich: Nach Nepal zu fahren und mit erheblichem persönlichem Aufwand (es sind gerade keine Schulferien!) ein Krankenhaus und eine Schule wieder aufzubauen, ist eine erhebliche Leistung. Ob eine von den „echten“ Pfadfindergruppen in Bonn dazu finanziell und personell in der Lage wäre, kann bezweifelt werden. Da schnappt nun...

Missbrauchsvorwürfe: Ako-Pro schreibt 1140 Ex-Pfadfinder an...

Im Januar 2010 wurden erstmals Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs oder sexueller Übergriffe gegen Kinder und Jugendliche am Aloisiuskolleg (Ako) in Bonn geäußert. Seither reißen die Skandalnachrichten kaum noch ab. Richteten die sich bisher bekannten Vorwürfe gegen mehrere Mitglieder des Jesuitenordens und einige Mitarbeiter des Aloisiuskollegs, so haben sich nun Hinweise ergeben, dass auch der bis Dezember 2010 unter dem Dach des Ako-pro-Seminars firmierende Pfadfinderbereich betroffen sein könnte. Der neu aufgestellte Verein Ako-pro-Seminar hat sich angesichts des Skandals um seine ehemalige Leitung zu einem offensiven Aufklärungsschritt entschieden: Er schrieb, wie von mutmaßlichen Missbrauchsopfern gefordert, 1140 ermittelte ehemalige Pfadfinder mit einem Hilfsangebot direkt an. Der langjährige Vorstand des Ako-Pro-Seminars soll laut Bericht des städtischen Rechnungsprüfungsamtes (RPA) zudem Fördergelder im sechsstelligen Bereich zu Unrecht kassiert und bis zu 60.000 Euro Spendengelder veruntreut haben. So seien Freizeitangebote abgerechnet worden, die nicht stattfanden, zusätzliche Personen in Teilnehmerlisten geschwindelt worden und Quittungen gefälscht worden. Ende Dezember 2010 trennten sich Schule und Verein aufgrund der Vorwürfe von ihm. Die bisherige Pfadfinderarbeit des Ako-pro-Seminars wird seit Dezember 2010 von dem Verein „Scouting Bonn“ (www.scouting-bonn.de) fortgeführt. Der 53-jährige ehemalige Leiter wies alle Vorwürfe zurück. Quelle: scouting...