Mädchen und Jungen zusammen im Zeltlager – aber auch zusammen in einem Zelt?...

Gemischtgeschlechtliches Übernachten ist natürlich in erster Linie ein Thema für koedukative Gruppen. Doch bei diesen ist es oft selbstverständlich, dass nicht nur Wölflingsgruppen, sondern bisweilen auch Jungpfadfindergruppen -und Rover sowieso- ganz selbstverständlich in gemeinsamen Zelten übernachten. Das ist die Tradition, das ist seit vielen Jahrzehnten üblich und keiner denkt sich etwas dabei. Schaut man jedoch in das Gesetzbuch: „§180 StGB Abs. I – Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger: (I) Wer sexuelle Handlungen einer Person unter sechzehn Jahren an oder von einem Dritten oder vor einem Dritten oder sexuelle Handlungen eines Dritten an einer Person unter sechzehn Jahren (1) durch seine Vermittlung (2) durch Gewähren oder Verschaffen von Gelegenheit Vorschub leistet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Satz 1 Nr.2 ist nicht anzuwenden, wenn der zur Sorge für die Person Berechtigte handelt; dies gilt nicht, wenn der Sorgeberechtigte durch Vorschubleisten seine Erziehungspflicht gröblich verletzt.“ Um es gleich vorneweg zu sagen: Als Gruppenleiter seid ihr nicht Personensorgeberechtigt, das sind die Eltern. Und die Eltern können euch auch nicht das Sorgerecht übertragen. Das heißt ganz konkret: Selbst wenn die Eltern es euch schriftlich erlauben, dass die Teilnehmer und Teilnehmerinnen gemeinsam übernachten dürfen, macht ihr euch strafbar, solang auch nur ein einziger von diesen unter 16 Jahre alt ist („Verschaffen von Gelegenheit“). Ausnahme: Ihr übernachtet selbst mit den Teilnehmern zusammen im Zelt bzw. Raum. Dann ist nämlich die Beaufsichtigung gewährleistet. Ganz sauber ist es natürlich dann, wenn je ein weiblicher und ein männlicher Betreuer anwesend sind und zusätzlich dafür die Einverständniserklärung der Eltern eingeholt wurde und alle Teilnehmer mit dieser Handhabung einverstanden sind (sich vor andersgeschlechtlichen Jugendlichen umziehen zu müssen, kann als Verletzung der Intimsphäre empfunden werden). Der Begriff „Sexuelle Handlung“ umfasst im engeren Sinne alles ab Zungenkuss. Neben gemischtgeschlechtlichem Schlafen gehören auch das...

Der Zugvogel trauert um Skynnie Dez20

Der Zugvogel trauert um Skynnie

In der Nacht von Freitag auf Samstag, den 02. Oktober 2009 verstarb unerwartet Lars „Skynnie“ Tiemann vom Zugvogel – Deutscher Fahrtenbund (Bergischer Orden) im Alter von 33 Jahren. Seine Beisetzung erfolgte unter großer Beteiligung und Einbindung seiner Freunde aus den Bünden. Im Anschluss an die Beisetzung fand eine Trauerfeier auf dem Bundeszentrum „Kochshof“ statt. Skynnie hatte sich u.a. beim Peter-Roland-Singewettstreit weit über seinen Bund hinaus einen Namen als musikalisches Talent, Liedermacher und Interpret mit beeindruckender Stimme gemacht. Quelle: scouting...

Pfadfinder wurde UN-Jugenddelegierter für Deutschland...

Der Wolfsburger Pfadfinder Falko Mohrs reiste als UN-Jugenddelegierter im Oktober 2009 nach New York, um vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen zu sprechen. Im mehrmonatigem Auswahlverfahren setzte er sich zusammen mit Emily Büning gegen zahlreiche Mitbewerber durch. Falko gehört seit seinem siebten Lebensjahr dem Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) an,ist aktiv in Bezirksleitung und Landesrat und außerdem Sprecher der Niedersächsischen Delegation auf Bundesebene. Als Mitglied des Jugendhilfeausschusses der Stadt Wolfsburg setzte er sich für Projekte für Chancengleichheit und gegen Kinderarmut ein. Zur Vorbereitung war er ab März auf „Deutschlandtournee“ und besuchte dabei über 40 Bildungseinrichtungen, Jugendorganisationen und Gremien. Klimawandel, Lebens- und Chancengleichheit, Kinderarmut sowie Bildung waren die mit den Jugendlichen besonders intensiv diskutierten Themen, die dann auch seinen Redebeitrag vor der UN-Vollversammlung beeinflussten.     „Gerechtigkeit und Fairness müssen die globalen Wertmaßstäbe unseres Handelns sein. Wenn wir das beherzigen, leben wir das Ziel, die Welt besser zu verlassen als wir sie vorgefunden haben. Hierbei möchte ich meine Verantwortung kreativ einbringen.“ www.jugenddelegierte.de Quelle: scouting 04-09...

Nach vierzig Jahren Umzug in ein neues Heim...

Fast ein halbes Jahrhundert waren die drei Brühler Pfadfinderstämme „Wildkatzen“, „Sperber“ und „Condor“ des Deutschen Pfadfinderbundes Mosaik in der repräsentativen Villa Kaufmann ansässig. Als die Stadt deren Verkauf ankündigte, begann eine lange Suche nach Alternativen. Zunächst erwog die Stadt Brühl die Zusammenlegung der 300 Pfadfinder mit der offenen Jugendarbeit. Die entsetzten drei Pfadfinderstämme gründeten daraufhin den „Arbeitskreis Pfadfinderheim“, der Anforderungen und Interessen der Pfadfinder gegenüber der Stadt vertreten sollte. In konstruktiver Zusammenarbeit konnte mit der „Alten Schule“ als neues Pfadfinderheim der drei Stämme eine für alle Seiten akzeptable Lösung gefunden werden. Probleme bereitet noch ein wenig die Finanzierung, denn den Großteil der Umbau- und Renovierungsmaßnahmen in Höhe von 35000€ (nicht gerechnet die Kosten für neues Mobiliar) werden die Pfadfinder selbst übernehmen müssen. Der städtische Jugendhilfeausschuss gewährte immerhin 7000€, weitere Sponsoren wurden durch Aufrufe an die Bevölkerung und ansässige Unternehmen gesucht. Dann der Glückstreffer: Mitarbeiter und Pensionäre der Kölner Ford-Werke erklärten sich bereit, bei der Renovierung der Räume kräftig mit Hand anzulegen. Dabei half die soziale Orientierung ihres Arbeitgebers: Ford-Beschäftigte werde bis zu 16 Arbeitsstunden oder bis zu zwei bezahlten Arbeitstagen freigestellt, wenn sie in dieser Zeit ehrenamtlich ihre Arbeitskraft für soziale Zwecke zur Verfügung stellen und auch die Initiative „Fordler Aktiv Im Ruhestand – FAIR“ verfolgt das Ziel, dass selbst noch die Ford-Pensionäre ihr Fachwissen und ihre freie Zeit weitergeben und sich ehrenamtlich für die Gesellschaft engagieren. Mitte November konnten die Pfadfinder bei kräftiger Unterstützung der Ford-Mitarbeiter und –Pensionäre mit den Renovierungsmaßnahmen beginnen: Gruppenräume, Flure, Treppenhäuser sowie Sanitäranlagen sind vollständig zu renovieren, Trennwände werden abgerissen oder versetzt, es werden Wände gestrichen, Böden abgeschliffen, gefliest, verputzt und Leitungen verlegt. Die Umbaumaßnahmen sollen bis zum Sommer abgeschlossen sein, dann erfolgt der Umzug. www.pfadfinder-bruehl.de Quelle: scouting...

Mit Zirkuswagen und Treckern auf Theatertournee...

Wildwux ist das Jugendtheaterprojekt des Bundes Deutscher Pfadfinder in Niedersachsen. Mit Zirkuswagen und Treckern reist die Gruppe durch Norddeutschland und hat sich mit provokanten Themen bekannt gemacht. Im Oktober startete ihre neue Tournee „Die Beta-blockade – fünf Freunde, ein Klo und die Suche nach dem Antivirus.“ In dem selbstverfassten Stück nehmen die Akteure die Entscheidungsunfähigkeit ihrer Mitbürger kritisch aufs Korn. Dieses Problem stellen die Akteure als einen parasitären Virus dar, der die vorderen Hirnlappen zerfrisst, das Entscheidungszentrum lahm legt und zudem ansteckend ist. Tourneedaten und nähere Infos unter www.wildwux.org Quelle: scouting...