Meldepflicht bei Jugendgruppenreisen nach Frankreich...

Bereits im Jahr 2001/2002 trat in Frankreich ein neues Gesetz zum Schutze der Jugend in Kraft. Es besagt, dass sich Veranstalter von Jugendgruppenreisen einige Wochen vor Antritt der Reise beim zuständigen Departement anzumelden haben. In Unkenntnis dieser Regelung begab sich eine größere Gruppe des BdP im Sommer 2008 auf Großfahrt nach Frankreich. Nachdem einer von ihnen ins Krankenhaus musste, fiel den Behörden auf, dass sich die Gruppe unangemeldet in Frankreich aufhielt. Sie wurden nach Italien ausgewiesen und mit Strafverfolgung bedroht. Der LV Niedersachsen des BdP erließ in Folge ein Fahrtenverbot für Frankreich. Die meisten deutschen Pfadfindergruppen, sofern ihnen das Gesetz überhaupt bekannt ist, betrachten es als reine Schikane. Grund genug für die Scouting, einmal bei der französischen Tourismuszentrale und der französischen Botschaft und im französischen Ministerium für die Jugend nachzufragen, was es mit der Regelung genau auf sich hat. Als wirklich informiert über das Gesetz zeigte sich jedoch nur letztere Behörde (hilfsbereit waren aber alle!). Besonders strenge Regelungen gelten für den Aufenthalt von Gruppen mit Teilnehmern unter sechs Jahren. Da dieser Fall auf Pfadfindergruppen in der Regel nicht zutrifft, lassen wir ihn außer Acht. Die Regelung greift außerdem nur bei Gruppen mit mehr als sechs minderjährigen Teilnehmern! Hier dürfte sich das wichtigste Schlüsselloch befinden. Wird die Reisegruppe jedoch sieben oder mehr Minderjährige umfassen, so muss mindestens zwei Monate vor der Einreise eine Voranmeldung bei den örtlichen Behörden (also am Reiseziel) „Direction départementale de la cohésion sociale“ (DDCS) oder „Direction départementale de la cohésion sociale et de la protection des populations“ (DDCSPP) erfolgen. Das zur Voranmeldung notwendige Formular lautet „Déclaration d’un accueil avec hérbergement“, annexe I, Formular Cerfa n°12757*01. Es erfasst Informationen zum Veranstalter, der geplanten Reise und den Teilnehmern. Spätestens acht Tage vor Ankunft ist dann eine weitere Anmeldung abzugeben, die Details über den...

01-11, Teil 1: Wohin führe ich?

Der erste Beitrag der fortlaufenden Pädagogik-Reihe befasste sich mit: Wohin führe ich? Konzeption des persönlichen Weges. Eckpunkte: Was sind die Ziele der Pfadfinder, meines Bundes, meiner Gruppe? Was sind meine persönlichen Ziele mit der Gruppe? Welche Ziele kann ich erreichen? Unterscheidung in übergeordnete Ziele und Erarbeitung von Teilzielen. Wie kann ich diese Ziele erreichen? Was steht ihnen entgegen, was unterstützt mich auf dem Weg zu ihnen? Daraus resultieren Programmatik, Maßnahmen, Zeitplanung und Erfolgskontrolle. Erziehung 01...

Positives Fazit bereits nach nur einem Jahr...

Ein durchweg positives Fazit zieht der Vorsitzende des Freundes- und Förderkreises des DPSG-Zeltplatzes in Villingen-Schwemmingen bereits im ersten Jahr nach der Fertigstellung. Der Platz habe sich schon jetzt zu einem Besuchermagnet entwickelt. Obgleich erst im Mai 2010 die Eröffnung begangen werden konnte, hatten bis Dezember bereits 2500 Kinder und Jugendliche auf dem Platz übernachtet. Damit wurden die Erwartungen der Betreiber nahezu um das Doppelte übertroffen. Mit ihren Beiträgen hätten die Gäste nicht nur die laufenden Kosten gedeckt, sondern zudem ein kleines Plus erwirtschaftet. Für dieses Jahr lägen bereits 4000 Reservierungen vor. Auf dem Platz können bis zu 300 Personen gleichzeitg zelten. An Pfingsten 2011 werde der Platz zum ersten Mal voll belegt sein. Bis dahin werden die Pfadfinder aber noch einiges verbessern und in ein zweites Außenwaschbecken sowie bequemere Sitzmöglichkeiten an den Feuerstellen investieren.Bereits seit Ende der 50er Jahre hatten die Villinger Pfadfinder eine Waldwiese vom städtischen Forstamt gepachtet, um sowohl örtlichen als auch auswärtigen Gruppen die Möglichkeit zu bieten, zu zelten und in einer naturnahen Umgebung den Schwarzwald zu erleben. Dort fanden bis ins Jahr 2009 regelmäßig Zeltlager und Begegnungen von Kindern und Jugendlichen statt. Da der Platz jedoch weder über einen Trinkwasseranschluss, noch über sanitäre Einrichtungen verfügte, war die Nutzung nur wenigen Gruppen möglich. Dies war der Grund, warum das Jugendwerk St. Georg e. V. eines Tages beschloss, einen den aktuellen Ansprüchen unserer heutigen Zeit angemessenen Jugendzeltplatz mit Sanitärtrakt zu errichten. Vor dem Hintergrund der für 2010 geplanten Landesgartenschau in Villingen-Schwenningen und dem damit verbundenen Bedarf an preisgünstigen Übernachtungsmöglichkeiten gerade für jüngere Besuchergruppen, stimmte der Gemeinderat der Stadt im Jahr 2005 zu, dem Jugendwerk ein zum Zelten geeignetes Gelände in der Nähe der bisherigen Pfadfinderwiese zur Verfügung zu stellen. www.jugendzeltplatz-vs.de Quelle: scouting...

Weltenbummler betreiben bisheriges DRK-Heim...

Das Deutsche Rote Kreuz Aue-Schwarzenberg hatte sein sächsisches Schullandheim im Juli 2010 geschlossen, nachdem die Belegungszahlen in den vergangenen Jahren immer weiter zurück gingen. Die Wiedereröffnung ist nun durch einen Kooperationsvertrag mit dem Pfadfinderbund Weltenbummler ermöglicht worden. „Wir wollten es einfach versuchen, haben ein paar gute Ideen“, so Mario Berthold, Vorsitzender des Fördervereins sächsischer Pfadfinder. Mit Pauschalangeboten für Schulen, die Projekte wie Sinneserfahrungen im Wald, Waldläuferschule und Gesteinsbestimmung umfassen, möchte man die Einrichtung wieder rentabel werden lassen und auf Dauer übernehmen. Die sächsischen Pfadfinder vom Pfadfinderbund Weltenbummler hatten vom DRK bereits Ende 2005 ein Schullandheim in Oberjugel und die benachbarte Finnhütte übernommen und auf den Weg des Erfolges zurück geführt. Der Zustand des Schullandheims Aue-Schwarzenberg gilt als sehr gut, in den letzten fünf Jahren hatte das DRK 367.000 Euro in seine Sanierung investiert. Quelle: scouting...

Hauptgebäude von „Tydal“ abgebrannt!...

Das Bundesheim der Dansk Spejderkorps Sydslesvig (DSS) in Eggebek, allgemein bekannt unter dem Namen „Tydal“ und als Zeltplatz auch bei den deutschen Pfadfindern außerordentlich beliebt, wurde Ende Dezember zum Opfer der Flammen. Gegen 5 Uhr morgens brach aus bisher unbekannten Grund ein Feuer im Hauptgebäude aus. Die Bewohner konnten sich retten und einen Notruf absetzen. Obgleich die Feuerwehren aus Eggebek, Langstedt, Jerrishoe und Tarp sogleich anrückten, konnten sie das Gebäude nicht mehr retten und mussten es kontrolliert abbrennen lassen. Durch die niedrigen Temperaturen von -15°C stellten die langen Wasserförderungswege von ca. 1km ein unüberwindliches Hindernis dar. Den Wettlauf zwischen der Anfahrt von mehreren angeforderten wasserführenden Fahrzeugen  und dem Brand gewann leider das Feuer, welches außerordentlich schnell auf das Dach übergegriffen hatte. Das in Tydal untergebrachte und sehenswerte Pfadfindermuseum wurde glücklicherweise nicht beschädigt. Insgesamt waren an dem Einsatz ca. 100 Feuerwehrleute beteiligt. Die Kriminalpolizei Flensburg hat die Ermittlungen aufgenommen, die mögliche Brandursache steht jedoch noch nicht fest. Das Gebäude wurde nahezu vollständig vernichtet, der Schaden geht in die Hunderttausende. Kontoverbindung für Spenden lautet: Union Bank Harrislee, Blz. 215 20 100, Nr. 28 991. Quelle: scouting 01-11...