Feuerschutzbestimmungen und Holzsammeln...

Kochen auf Fahrt ist doch ganz einfach. Schnell den Rucksack abgeworfen, ein bisschen Reisig und Holz gesammelt und ein Lagerfeuer errichtet. Bedenken von Spaziergängern („Dürft ihr hier denn Feuer machen?“) werden geflissentlich ignoriert; Befehle zum sofortigen Löschen durch Waldaufsichtsberechtigte können hingegen meist nicht ignoriert werden und richtig peinlich wird es, wenn man sich (und das Feuer) schnell vor einem – natürlich zu Unrecht aufgrund der Rauchentwicklung herbeigerufenen – Leiterwagen der Feuerwehr im Unterholz verstecken muss.Generell kann man leider nichts zur grundsätzlichen Erlaubnis oder zum Verbot von Lagerfeuern sagen, da Feuermachen in der offenen Landschaft länderweise im jeweiligen Naturschutzgesetz geregelt ist und die einzelnen Orte zudem noch eigene Regelungen treffen können. Es gibt also Bundesländer, da sind Lagerfeuer geringer Größe (sofern man sich an nachfolgende Feuerschutzbestimmungen hält) grundsätzlich erlaubt (z.B. Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen) – es gibt aber auch dort Kommunen, in denen spontane Lagerfeuer immer verboten sind und einer offiziellen Genehmigung bedürfen. Immer wird empfohlen: Die Zustimmung des Grundstückseigentümers oder Nutzungsberechtigten muss vorliegen. Für die Umgebung dürfen keine Brandgefahren entstehen können. Die Rauchentwicklung darf nicht zu einer Störung von Nachbarn führen. Es dürfen keine Abfälle verbrannt werden, nur unbehandeltes, trockenes Holz. Offenes Feuer (auch Rauchen) ist vom 1. März bis 31. Oktober grundsätzlich verboten, zudem sind die Waldbrandstufen zu beachten. Das Feuer darf nicht größer sein als maximal 1qm. Es gelten Mindestabstände: 1,5 km von Flugplätzen 200 m von Autobahnen 100 Meter von einem Wald (und sei er noch so klein) 100 Meter von leicht entzündbaren Stoffen (Gastanks) 100 Meter Abstand zu Straßen 100 Meter Abstand zu Gebäuden (Rauchbelästigung) 25 Meter zu sonstigen baulichen Anlagen 10 Meter zu Wirtschaftswegen 5 Meter von sonstigen brennbaren Stoffen. Unter Hochspannungsleitungen oder über Versorgungsleitungen ist Feuer immer verboten. Ebenfalls ist Feuer im Wald, auf Moor- und Heideboden verboten. Das...

Waldweihnacht mit dem Stamm „Rüm Hart“ in Breklum...

Freitag, 11. Dezember 2009. Ein kleines Waldstück in der Nähe von Breklum, Nordfriesland. Hier treffen sich die knapp 100 Pfadfinder des Stammes „Rüm Hart“ aus dem Ring evangelischer Gemeindepfadfinder (REGP) fast jede Woche, doch heute ist alles ein bisschen anders. Heute sind noch viel mehr Leute da. Heute steht ein geschmückter Tannenbaum vor dem Eingang der großen Holzjurte. Heute säumen Fackeln und selbstgemachte Windlichter die Trampelpfade. Heute ist Waldweihnacht!Traditionell beginnt das Programm um 15 Uhr mit der Begrüßung aller Freunde, Verwandten und anderen Gäste. Der Posaunenchor, zu dem auch einige Pfadfinder gehören, stimmt die ersten Weihnachtslieder an. Dann beginnt der diesjährige Höhepunkt: das „Gramummelspiel“: Jede der neun Sippen gestaltet eine bestimmte Krippenfigur. Die Mitarbeiter haben zu diesem Zweck etwa 80 cm hohe Korpusse aus Kaninchendraht gebastelt, die nun mit Naturalien aller möglichen Art gefüllt und bestückt werden. Schafwolle und Textilstücke stehen zusätzlich bereit. Nach dem Lied „Ich steh’ an deiner Krippen hier“ wird die Weihnachtsgeschichte vorgelesen und an passender Stelle die entsprechende Krippenfigur vorgestellt. Die teils grotesk wirkenden Figuren sorgen dabei für viel Schmunzeln und Gelächter! Man merkt, dass es allen großen Spaß macht. Der Pastor hält eine Kurzandacht; und lockere Klönschnacks bei Kuchen und Tschai runden den Nachmittag genüsslich ab. Übrigens: die Figuren finden an Heiligabend alle einen Platz in einem angrenzenden Dorf, wenn die Pfadfinder das Friedenslicht aus Bethlehem an die Häuser verteilen. Auch so eine Tradition in Breklum. Henrik Stiens Quelle: scouting...

Elmshorner Pfadfinder hatten Besuch aus Russland...

Zum Jahresabschluss hatten die Elmshorner Pfadfinder am Dienstagabend weit gereiste Gäste: 18 Kinder und Jugendliche aus Russland besuchten den Stamm „Aver Liekers“ vom VCP, der sein Domizil im Pfadfinderhaus an der Hainholzer Schulstraße hat. Das Treffen hatte Stammesleiter Pastor Rainer Jungnickel mit dem Elmshorner Partnerschaftsverein Selenogradsk arrangiert. Der Verein kümmert sich um den Austausch Jugendlicher aus dem Gebiet Königsberg und aus dem Landkreis Pinneberg. Unter anderem stand ein Pfadfinder-Parcours auf dem Gelände an. Und so tobten knapp 40 Jugendliche bei eisigen Temperaturen durch Wald und Wiese. Und wärmten sich wieder auf, indem sie zu zehnt versuchten, auf vier Stühlen eine Raupe zu bilden. In aller Enge balancierten die Schüler auf den Stühlen und gelangten vorwärts, indem sie immer den hinteren Stuhl freimachten und nach vorn durchgaben. „Die Verständigung klappt auch ohne Worte“, sagte Jungnickel. Und drei der jungen deutschen Pfadfinderinnen konnten sogar das Übersetzen übernehmen, da sie selbst russische Wurzeln haben. Nach einer Tasse warmen Getränks ging es dann gemeinsam in die Nikolaikirche, wo sich die Gruppe mit anderen Jugendlichen aus der Kirchengemeinde traf. Natalie Lux (Pressebeauftragte im Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf) Quelle: scouting...

Österreichische Pfadfinder campierten vor dem Parlament...

Als diesjährige „Weihnachts-Gute-Tat“ legten sich die österreichischen  Pfadfinder und Jugendliche der „youngCaritas“ in Schlafsäcken vor das österreichische Parlament und wiesen damit auf die sozialen Probleme in Österreich hin. Einige Politiker unterstützten die Aktion und folgten der Aufforderung, „Christbäume gegen das Verschlafen“ zu spenden, welche dann Sozialeinrichtungen für Weihnachtsfeiern zur Verfügung gestellt werden konnten. Zudem war eine Sammelstelle für Schlafsäcke eingerichtet worden, die durch das Caritas-Betreuungszentrum „Gruft“ Obdachlosen übermittelt werden konnten. Quelle: scouting...

Übten Linksradikale Nahkampf auf Pfadfinderzeltplatz?...

Seit zehn Jahren besteht der Pfadfinderzeltplatz Buchholz als Zentrum des BdP-Landesverbandes Hessen. Jetzt schaffte er es groß in die Presse: Linksextreme, so hieß es, hätten im August auf dem Gelände Nahkampf geübt, propagandistische Fortbildung betrieben und das Gelände gegen Fremde hermetisch abgeriegelt. Vergleiche des „Jugendantifa-Camp 2009“ mit Lagern von rechten Jugendorganisationen wurden insbesondere in selbst eher dem rechten Spektrum zugehörigen Zeitschriften gezogen. Rund 100 Autonome aus ganz Hessen hätten den Kampf gegen Rechtsradikale und Polizisten trainiert, so auch den Nahkampf mit Schlagstöcken, hieß es im Berliner Tagesspiegel ohne Angabe von Quellen. Der Leiter des Homberger Ordnungsamts, Markus Haumann, bestätigte inzwischen, dass man von der Veranstaltung informiert war und diese beobachtet hätte. Ein Eingreifen sei jedoch nicht nötig geworden. Hätten im Lager tatsächlich die beschriebenen Umtriebe stattgefunden, wäre das aufgefallen, denn dort kämen doch alle drei Minuten ein Spaziergänger, Jogger oder Nordic Walker vorbei. Der Zeltplatz-Verwalter Hans-Joachim Böhm fand dann auch die ganze nachträgliche Aufregung für übertrieben. Das Treffen sei ordentlich abgelaufen und nur zum Schutz der jugendlichen Teilnehmer sei das Lager vorab nicht an die große Glocke gehängt und von den Veranstaltern entsprechende Sicherheitsmaßnahmen ergriffen worden – in Absprache mit den örtlichen Behörden. Quelle: scouting 01-10...