Buchvorstellung: Integration und Ausgrenzung in der Pfadfinderbewegung...

Integration und Ausgrenzung in der Pfadfinderbewegung am Beispiel Österrreichs im Umgang mit jüdischen Mitbürgern im Zeitraum 1930-1970. Philipp Lehar studierte Geschichte an der Universität Innsbruck und untersucht in dieser, seiner Diplomarbeit, die Rolle jüdischer Mitbürger in der Pfadfinderbewegung. Erstmals wurde auf einer breiten Quellenbasis dieser Aspekt der österreichischen Pfadfindergeschichte untersucht. Ein Beitrag zur Erinnerungskultur, aber auch zur Auseinandersetzung mit der Frage von Integration und Ausgrenzung in der Pfadfinderbewegung heute. Philipp Lehar Integration und Ausgrenzung in der Pfadfinderbewegung 166 Seiten | Hardcover | 15,5 x 22 cm 16,00 € | A: 16,40 € ISBN 978-3-88778-398-3 Hier geht es zur Bestellung.   Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und Jugendbewegung....

Pfadfinderische Beziehungsformen und Interaktionsstile...

Die vierte Fachtagung Pfadfinden des Pfadfinder-Hilfsfond fand vergangenes Wochenende in Oberwesel statt. Die Veranstalter Pfadfinder Hilfsfond, RdP/rdp, PPÖ, VDAPG, DPV und BMPPD und die Sponsoren Globetrotter, Pollution Police und die Stiftung Dokumentation der Jugendbewegung sowie Universität Duisburg Essen beleuchteten die Thematik „Pfadfinderische Beziehungsformen und Interaktionsstile“ mit Referaten von Johannes Bilstein, Philipp Lehar, Dr. Susanne Rappe-Weber und Frauke Schneemann, Sven Reiß, Stephan Schrölkamp und Wilfried Breyvogel und Prof. Dr. Helmut Bremer. Inhaltlich wurde hierbei der Bogen geschlagen vom darstellenden Spiel bis zur Verfolgung Dr. Alexander Lions aufgrund seiner jüdischen Herkunft und angebichem Vaterlandsverrats im Nationalsozialismus. Ein Schwerpunkt lag durch das Referat von Sven Reiß „Scoutistisch, bündisch, erotisch, homoerotisch. Nähe und Distanz in pfadfinderischen Beziehungsformen“ und den Workshop von Annemarie Selzer „Grenzverletztungen und Missbrauch in der Jugendbewegung“ auf problematischen erotischen bzw. sexuellen Beziehungen und dem lange Jahre insbesondere in den 1920ern und erneut in den 1980ern offen propagiertem  „ästhetisch-erotischen Knabenideal“. Wie die Rückmeldungen zum Schluss ergaben, hätten sich einzelne Teilnehmer gern eine größere Bandbreite von Vorträgen zum eigentlichen Thema Interaktionsformen gewünscht. Sehr positiv wurden hingegen die diesmal erstmals angebotenen Workshops angenommen. Neben dem bereits genannten von Annemarie Selzer (AK Schatten) arbeiteten Dr. Tim Gelhaar zu „Pfadfinden ist nichts für Weicheier: Grenzverletzungen als pfadfinderische Alltagskultur?“, Danny Krull „Gute Praxis beim Gewaltschutz von Pfadfinderinnen und Pfadfindern“, Prof. Manfred Wahle „Formen pfadfinderischer Beziehungsgestaltung in ihrer Wirkung auf pädagogische Erfahrungsräume“ und Dr. Rüdiger Ahrens zu „Verklärung des Bündischen – Zur politischen und emotionalen Dimension eines schillernden Begriffs“. Die um die 100 Teilnehmer stammten aus zahlreichen sehr großen und sehr kleinen Verbänden und Bünden und vom junggebliebenem Altpfadfinder bis hin zum aktiven Stammesführer war alles vorhanden. Gerade auch in Hinblick auf seine Netzwerkfunktion macht sich die Fachtagung sehr verdient. Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über...