Podiumsdiskussion: „Die Revolution missbraucht ihre Kinder“ Mrz18

Podiumsdiskussion: „Die Revolution missbraucht ihre Kinder“...

Am 20. März 2015 ab 16 Uhr lädt die Jugendbildungsstätte Ludwigstein zur Podiumsdiskussion mit Christian Füller, dem Autor des Buches „Die Revolution missbraucht ihre Kinder“. Hier die Einladung: „Seit die Missbrauchsfälle an der Odenwaldschule bekannt wurden, ist das Vertrauen erschüttert: Wie konnte die Erziehung zu freien Menschen in schwerste Verletzungen der Menschenwürde münden? Der Journalist Christian Füller hat für sein neues Buch „Die Revolution missbraucht ihre Kinder. Sexuelle Gewalt in deutschen Protestbewegungen“ Dokumente und Zusammenhänge recherchiert, die den sexuellen Missbrauch Minderjähriger im Licht einer langen Tradition erscheinen lassen. Vom Wandervogel über die Reformpädagogik (mit der Berufung auf die griechische Antike) und die „sexuelle Befreiung“ der 68er lässt sich bis in unsere Tage, wo das Internet eine neue Gefahr darstellt, verfolgen, wie Pädosexuelle immer wieder Schutzraum und Rechtfertigung für Übergriffe auf Kinder und Jugendliche suchten und fanden. Anlässlich der Veröffentlichung dieses Buches laden die Jugendbildungsstätte und der Arbeitskreis „Schatten der Jugendbewegung“ für Freitag, 20. März, ab 16 Uhr zu einer von Holger Specht moderierten Podiumsdiskussion mit Christian Füller, Prof. Meike Sophia Baader, Jochen Weidenbusch, Thomas Mennig und Tilman Jens ein. Weitere Informationen gibt es im Faltblatt.“ Weitere Informationen zum Buch, welches im Verlag Hanser erscheint, gibt es u.a....

Doch kein Pfiff aus dem Knast?

Der vor bereits einem Jahr zu 2 Jahren und 6 Monaten ohne Bewährung wegen Missbrauchs Schutzbefohlener verurteilte Ordensführer aus dem Autonomen Wandervogel hat Widerspruch gegen sein Urteil eingelegt. Nach einem für ihn erfolgreichen Revisionsverfahren am Bundesgerichtshof, der die Verjährung einiger Vorfälle festgestellt hat, muss sein Fall erneut verhandelt werden. Gestern war Prozessauftakt. Die weitere Verhandlung wurde auf den 4. November vertagt, da eines der Opfer in Erwägung zieht, sich mit einer Schmerzensgeldzahlung abfinden zu lassen. Das Gerichtsverfahren vor einem Jahr hatte eine ganze Lawine an Ermittlungsverfahren im personellen Umkreis der Balduinstein losgetreten, die ihrerseis noch nicht abgeschlossen sind. Zeugenaussagen ließen die Burg als Ort eines potentiellen „Pädo-Netzwerkes“ offenbar werden. Spekulativ ist, wie sich die vom BGH festgestellte Verjährung einiger Vorfälle und der eventuelle Rückzug eines der Opfer aus dem Verfahren auf das neue Urteil und das Strafmaß für Markus M. auswirken wird. Wohl eher zu seinen Gunsten. Quelle: BILD...

„Pädo-Netzwerk Balduinstein“: Weiteres Urteil gesprochen...

Am 5. Juni wurde ein weiteres Urteil wegen sexueller Übergriffe auf Minderjährige, die sich zu einem großen Teil auf der Jugendburg Balduinstein ereigneten, gesprochen. Der 54-jährige Angeklagte, bekannt unter dem Fahrtennamen eines ebenfalls einschlägig bekannten römischen Kaisers, war langjähriges und engagiertes Mitglied des Bildungswerkes, dem die Burg gehört und Gründungsmitglied des Autonomen Wandervogels, der sich sehr regelmäßig auf der Burg aufhielt. Er war zunächst wegen 27 Übergriffen, davon 24 Fällen des Kindesmissbrauchs, angeklagt. Da sich aber nicht sicher beweisen ließ, dass das/die Opfer zum Tatzeitpunkt noch unter 13 Jahren alt war, konnte der Tatbestand des Missbrauchs aufgrund Verjährung nicht dingfest gemacht werden. Letztlich wurde er wegen dreier nachgewiesener Übergriffe verurteilt. Er erhielt eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung. Als Bewährungsauflage hat er drei Beratungsgespräche bei der psychiatrischen Ambulanz in Trier wahrzunehmen, um seine weitere Therapiebedürftigkeit abzuklären, zudem zahlt er jeweils eine niedrige vierstellige Summe an Schmerzensgeld an die beiden Opfer. Wieder deuteten die Schilderungen und Aussagen der Beteiligten darauf hin, dass auf der Jugendburg Balduinstein über Jahre hinweg eine Art von pädophilem Netzwerk existiert hatte, in dessen Rahmen die Täter frei agieren konnten und Zugriff auf die Jungen erhielten. Bereits im vergangenen Jahr verurteilt wurde ein 37-jähriger Ordensführer (und ebenfalls Gründungsmitglied) des Autonomen Wandervogels. Dieser wurde wegen sexuellem Missbrauch von Schutzbefohlenen zu 2 Jahren und 6 Monaten ohne Bewährung verurteilt. Die Zeugenaussagen im damaligen Prozess hatten die Ermittlungen gegen weitere Mittäter des Netzwerkes Balduinstein ins Rollen gebracht. Gegen vier weitere Personen, teilweise Wandervögel, teilweise Mitglieder im Bildungswerk Balduinstein, wird derzeit noch ermittelt. Der jetzt Verurteilte war zudem tätig im Filmteam des ursprünglich geplanten Filmes zur heutigen Jugendbewegung „Fürsten in Lumpen und Loden“. Das Projekt wurde nach Bekanntwerden der Vorwürfe unmittelbar abgebrochen. Quelle: Rhein-Zeitung 06.06.2014...

Präventionsthema „Sexueller Missbrauch“...

In Zusammenarbeit mit dem Zentrum Polizeiliche Prävention aus Koblenz luden die Pfadfinderstämme der DPSG aus Oberlahnstein, Wirges und Montabaur Ende März zu einem Vortrag zu „Sexueller Prävention“ ein. Neben grundlegenden Informationen darüber, was sexueller Missbrauch ist, ging es insbesondere darum, wie ihm vorgebeugt werden kann, durch welche Signale er erkannt werden kann  und wie man sich im Verdachtsfall als Betreuer oder als Eltern verhalten sollte. Die Polizei setzt dabei neben der Vermittlung notwendigen Wissens auf Offenheit, Aufmerksamkeit, Vertrauen und Handeln. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch den Bericht des stellvertretenden Leiters vom K1/2 in Montabaur, auf der Basis seiner beruflichen Erfahrungen mit diesem Thema. Quelle: WW Kurier...

Drei Jahre und acht Monate Haft

Das Urteil im Dortmunder Missbrauchsverfahren ist gesprochen. Der ehemalige Gruppenleiter der Pfadfinder, der zwischen 1999 und 2001 zwei Kinder aus seiner Gruppe mehrfach missbrauchte, wurde zu drei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Das sind immerhin drei Monate mehr, als andere für Steuerhinterziehung erhalten, aber neun Monate weniger, als die Staatsanwaltschaft für den Ex-Pfadfinder gefordert hatte. Quelle: Focus...