Mindener Kreis (Fotoserie & Bericht)...

Bei seiner Mitgliederversammlung am 25. Juni 2017 wurde die Vorstandschaft des Mindener Kreises erneut für zwei Jahre einstimmig wiedergewählt. Die Wahl ergab 26 Ja-Stimmen ohne Gegenstimme, bei drei Enthaltungen der kandidierenden Vorstandsmitglieder. Der Vorstand besteht also für die nächsten zwei Jahre weiterhin aus: Prof. Dr. Jürgen Reulecke (Vorsitzender), Dr. Horst Zeller (Schatzmeister) und Dr. Eberhard Schürmann (Schriftführer). Die Wahl erfolgte anläßlich des Mitgliedertreffens vom 23. – 25. Juni auf Burg Stahleck (oberhalb von Bachararch). Gut 80 Jugendbewegte hatten sich zum 30 Jahrestreffen des Mindener Kreises unter dem Thema „Bund Deutscher Jungenschaften“ zusammengefunden. Den Einstieg bildete ein historischer Exkurs von Otto Hoffmann in die wechselvolle Geschichte der Burg Stahleck. Ein ganzer Tag beleuchtete die Geschichte des Bundes Deutscher Jungenschaften. Die Erlebnisse der einzelnen Protagonisten wurden in einem Podiumsgespräch erläutert. Fazit: Jugendbewegung prägt, aber die Erinnerungen sind immer etwas anders. Ein sehr interessanter Vortrag bildete die Abendveranstaltung unter dem Thema: „Demokratischer Aufbruch 1848/49 am Beispiel der Badischen Revolution von Bernd Hainmüller. Dabei spielte die  Gruppe „Heckerzug“ von Hanno Botsch die Demokratenlieder von Peter Rohland. Nach der Mitgliederversammlung am Sonntag bildete der Vortrag von Dr. Robert Zoske über Hans Scholl den Abschluß der Tagung. Das abendliche Singen gehörte dazu wie das Amen in der Kirche, ein bischen Nostalgie schwebte immer im Raum. Der Mindener Kreis ist ein Zusammenschluss von Angehörigen der Vor- und Nachkriegsjungenschaften. Eberhard Schürmann (wiedergewählt) Prof. Dr. Jürgen Reulecke...

Sommertreffen Mindener Kreis (Video)...

Hier ein Kurzvideo vom diesjährigen Sommertreffen des Mindener Kreises (Kurzbericht folgt in Kürze). Der mindener kreis (jungenschaftliche Kleinschreibung) ist ein Zusammenschluss von Angehörigen der Vor- und Nachkriegsjungenschaften. Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Preis für Prof. Guy Stern

Dem mit 95 Jahren ältesten Mitglied des Mindener Kreises, Prof. Dr. Guy Stern, wurde im März der OVID-Preis für sein Lebenswerk verliehen. Dank seiner hervorragenden geistigen und körperlichen Lebendigkeit konnte er an der  ihm zuerkannten Verleihung in Frankfurt persönlich teilnehmen, obgleich für ihn damit eine Atlantiküberquerung verbunden war. Die Laudatio hielt Frau Renate Ahrens (Verfasserin des Buches „Das gerettete Kind“). Guy Stern war als Vierzehnjähriger wegen seiner jüdischen Abstammung aus Deutschland vertrieben worden und veröffentlichte seine Schriften im Exil. Seine Reise nach Deutschland nutze er, um noch andere Städte in Deutschland zu besuchen und hierbei auch in Gaggenau und Heidelberg Vorträge für Studentengruppen zu geben. Der Mindener Kreis ist ein Zusammenschluss von (ehemaligen) Angehörigen der Vor- und Nachkriegsjungenschaften. Bildnachweis: buchmarkt.de Quelle: Aus einer Nachricht des Mindener Kreises Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Buchvorstellung: Helmut Hirsch – Ein junges Leben vom Nationalsozialismus gewaltsam ausgelöscht...

Diese Schrift des Mindener Kreises befasste sich anlässlich seines 100. Geburtstages mit „Helle“ Helmut Hirsch. Dieser Angehörige der dj1.11 war ein deutsch-jüdischer Student und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, der im Zusammenhang mit einem geplanten Anschlag vom NS-Volksgerichthof 1937 zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde. Er war der erste von den Nationalsozialisten hingerichtete US-Bürger. Seine Eltern hatten die amerikanische Staatsbürgerschaft einst durch einen mehrjährigen Aufenthalt in den Vereinigten Staaten erhalten, selbst aber nach dem Ersten Weltkrieg wieder verloren. Von der Gestapo und dem Volksgerichtshof wurde Helle forthin als „Beweis“ für die generell staatsgefährdende Gesinnung der Bündischen Jugend und insbesondere der dj.1.11 genutzt. Die Schrift basiert inhaltlich auf einem Lebensbild, welches vom Autor bereits zuvor, jedoch wesentlich kürzer, veröffentlicht worden war. Es wurde vom Verfasser überarbeitet, erweitert und vor allem ergänzt durch Anregungen aus der Studie „The Opposite of Treason. Helmut Hirsch versus the Third Reich“ des US-Amerikaners Andrew Roth, der sich der Dokumentation des Widerstands von Juden gegen das NS-Regime gewidmet hat. So konnte ein Bild entstehen, das aus verschiedenen Blickwinkeln das Leben und Sterben von Helle Hirsch beleuchtet. Fritz Schmidt Helmut Hirsch – Ein junges Leben vom Nationalsozialismus gewaltsam ausgelöscht, 1916-1937 Schriftenreihe Mindener Kreis, Heft Nr. 11 76 Seiten | Softcover | 14,8 x 21 cm 8,60 € | A: 8,80 € ISBN 978-3-88778-468-3 Hier geht es zur Bestellung.   Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Sommertreffen des Mindener Kreises mit hervorragenden Vorträgen...

Einem spannenden Thema widmete sich der „Mindener Kreis“ bei seinem Sommertreffen im Kloster Huysburg. Sie spürten den zeitgeschichtlichen Spuren von Friedrich Wolf, seinen Kindern und Lotte Rays nach. Letztere war die erste Frau, die aufgrund ihres persönlich engen Kontaktes zu Tusk in dessen d.j. 1.11 hatte mitwirken dürften. Zudem war sie aber auch Geliebte des Arztes und Schriftstellers (und Kommunisten) Dr. Friedrich Wolf und Mutter einer gemeinsamen Tochter. Er und seine beiden (ehelichen) Söhne Markus und Konrad standen ebenfalls, zumindest indirekt, in Kontakt zu tusk.  Kontakt zu Tusk. Das wäre nicht weiter interessant, wenn es sich bei Friedrich Wolf nicht später um einen bedeutenden kommunistischen Schriftsteller, bei Markus Wolf es sich nicht um den langjährigen Geheimdienstchef der DR handeln würde und bei Konrad Wolf um einen der wichtigsten Regisseure der DEFA und Präsident der Akademie der Künste der DDR von 1962 bis 1982 . Lotte Rayss wurde 1938 durch Stalins Geheimpolizei verhaftet und ins Gulag deportiert. Erst 1954 wurde sie in die DDR entlassen. Vorträge zum Thema hielten Prof. Dr. Thomas Naumann, der jüngste Sohn von Friedrich Wolf, gezeigt wurden auch zwei  Filme zu Friedrich Wolf und zu und von Konrad Wolf. Dr. Christian Ostermann vom Woodrow-Center in Washington referierte  über die Freundschaften und Beziehung der „Troika“ um Markus Wolf. Regine Sylvester erläuterte den Lebenslauf von Konrad Wolf und die Hintergründe des autobiografischen Films des späteren Regisseurs. Ein wirklich spannendes Thema, mit herausragenden Vorträgen. Es war die 29. Tagung des Mindener Kreises seit 1988 mit rund  65 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Einen umfangreichen Bericht zum Treffen und zum Thema hat die Mitteldeutsche Zeitung am vorgestern veröffentlicht. Zudem befasst sich das im Spurbuchverlag von Hans-Joachim Seidel erschienene „Stuttgart ’29“ mit dieser Thematik (ISBN 978-3-88778-472-0). Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die...