Buchvorstellung: Max Himmelheber – Drei Facetten eines Lebens...

Max Himmelheber (1904-2000) gilt gemeinhin als Erfinder der Spanplatte. Dass sein Leben und Werk auch ganz andere Facetten aufweisen, wird in diesem Band „Ausgewählter Schriften“ dokumentiert. Da gibt es ganz wesentlich den Philosophen Himmelheber, der sich schon früh für eine Ökophilosophie einsetzte mit ethischen Forderungen nach einem anderen Umgang mit Natur und Umwelt, publiziert in der von ihm begründeten Zeitschrift Scheidewege. Als Ingenieur, Unternehmer und Erfinder hat er der Spanplatte weltweit zum Durchbruch verholfen und damit einen ökologisch unschätzbaren Beitrag geleistet zur Schonung der natürlichen Ressourcen Holz und Wald. Und schließlich von Jugend an der Pfadfinder-Bewegung verbunden, setzte er sich mit deren Grundlagen auseinander und widmete sich der Führung junger Menschen hin zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und Mitwelt. Zu allen drei Bereichen werden grundlegende Schriften in Auswahl geboten, eingebunden in den Rahmen einer detailreichen Biografie. Der Herausgeber, Dr. Walter Sauer, Professor für Pädagogik und seit Langem mit dem Lebenswerk von Max Himmelheber vertraut, ist derzeit Geschäftsführer der Max-Himmelheber-Stiftung und Herausgeber der Scheidewege. Prof. Dr. Walter Sauer (Hrsg.) Max Himmelheber – Drei Facetten eines Lebens Philosoph – Erfinder – Pfadfinder 376 Seiten | Hardcover | 24 Foto- und Dokumentenseiten | 17,5 x 24,7 cm 29,80 € | A: 30,60 € ISBN 978-3-88778-487-4 Hier geht es zur Bestellung.   Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und Jugendbewegung....

Gedenktag: Max Himmelheber

Heute vor 17 Jahren, am 17. Dezember 2000, verstarb Max Himmelheber im Alter von 96 Jahren in Baiersbronn. Er war deutscher Erfinder (u.a. der Spannplatte), Unternehmer, Philosoph, Pfadfinder, Jungenschafter, Wandervogel und einer der prägenden Gestalten der Jugendbewegung im 20. Jahrhundert. Geboren wurde Max Himmelheber am 24. April 1904 in Karlsruhe. Im Alter von zehn Jahren kam er zum Pfadfindercorps Karlsruhe, welches während des ersten Weltkrieges seine Aktivitäten jedoch einstellen musste, da dessen Gruppenführer zum Kriegsdienst eingezogen worden waren. Max Himmelheber fand dann mit vierzehn Jahren Anschluss an eine Gruppe des Wandervogels. Mit 20 Jahren schloss sich Max Himmelheber mit seiner Gruppe an den Bund der Neupfadfinder an, wechselte jedoch wenig später zum Alt-Wandervogel, Deutsche Jungenschaft, welche dann ihrerseits in der Neugründung Bund der Wandervögel und Pfadfinder aufging und zur Deutschen Freischar wurde. Die persönlichen Kontakte zwischen Max Himmelheber und Alfred Schmid, genannt Fred, führten 1930 zur gemeinsamen Gründung des Grauen Corps, welches allerdings das Schicksal fast aller Jugendbünde teilte und von den nationalsozialistischen Machthabern 1933 und 1934 verboten wurde. Bereits 1932 hatte der Ingenieur Max Himmelheber zusammen mit Fred, der Professor für physikalische Chemie war, das Patent auf Homogenholz, dem Vorläufer der heutigen Spanplatte, eingereicht. Im zweiten Weltkrieg diente Max Himmelheber bei der Luftwaffe als Jagdflieger und wurde 1940 über England abgeschossen und interniert. 1943 gelangte er über einen Gefangenenaustausch über Göteborg zurück nach Deutschland und erhielt die technische Gesamtleitung der „Holig-Homogenholz-Werke“ mit drei Werken. Nach Ende des Krieges gründete Max Himmelheber dann seine eigene Firma, die aufgrund ihrer Patente bis in die 80er Jahre weltweit führend im Bereich Spanplatten tätig war und etwas mehr als 60 Werke weltweit umfasste. Sobald die Militärregierung es zuließ, gründete er in Baiersbronn eine Jungengruppe und war 1948 Gründungsmitglied des Bundes Deutscher Pfadfinder (BDP) und prägte diesen durch...