Stillstand in den Bemühungen um ein neues Schiff...

Am 09. August versank das „jugendbewegte“ Schiff Falado vor der Küste Islands. Schnell war klar, dass sich der Trägerverein ein neues Schiff zulegen möchte, um auch weiterhin segeln zu können. Dabei liegt die Herausforderung offenbar nicht nur darin, sich auf ein bestimmtes Schiff zu einigen, sondern auch, genügend finanzielle Mittel zur Umsetzung zu erlangen. Im Frühsommer sah es dabei schon fast konkret aus. Geeignete, derzeit verkäufliche Schiffe waren recherchiert und besucht worden. Da sich die Suche auf ganz Europa erstreckte, war dies bereits mit einer gewissen Reisetätigkeit verbunden. Ende Juni lagen dann zwei Favoriten vor, wobei sich der Verein mit ganz knapper Mehrheit für die „Whydah of Bristol“ entschied. Knappe Mehrheiten bei einer solchen Frage können problematisch sein und auch auf grundlegend unterschiedliche Zielvorstellungen hindeuten. Und man wäre ja nicht in der Pfadfinder- und Jugendbewegung Deutschlands aktiv, wenn man nicht wüsste, wie solcherlei Menschelei – auch ohne konkrete Hintergründe zu kennenund ohne eine Wertung abzugeben – hierzulande im Allgemeinen gelöst werden. Da genügt ein Blick auf die knapp 200 unterschiedlichen Pfadfinderorganisationen und ihre jeweilige Entstehungsgeschichte. In diesem Fall hörte man auch, es hätten sich einige konkret überlegt, einen alternativen Verein zu gründen. Wie dem nun auch sei, Mitte August wurde etwas launisch über die Seite der Falado mitgeteilt, die Chance für ein neues Schiff sei vertan worden. Eine Lösung wäre durch Spender möglich gewesen. Offenbar scheiterte der Kauf der „Whydah of Bristol“ am Geld. Oder an der mangelnden Überzeugung, für dieses Schiff sein Portemonaie zu öffnen. Oder an grundsätzlichen Konflikten. Quelle: Falado News...

Christliche Pfadfinder in Gaza

Alljährlich am Sonntag vor Weihnachten besucht der Patriarch Fouad Twal, höchster Vertreter des lateinischen Patriarchats von Jerusalem (einer Teilkirche der römisch-katholischen Kirche) die leidgeprüfteste Gemeinde seiner Diözese, um Hoffnung zu spenden. Gerade mal 2000 Christen gibt es insgesamt in Gaza, sie stehen zwischen allen Fronten und Bombendrohungen und Attacken gegen ihre Gemeinden sind an der Tagesordnung. In diesem Jahr wurde der Patriarch von den Pfadfindern mit Trommelwirbel auf dem Hof der Pfarrei „Heilige Familie“ begrüßt. Ihre Uniform besteht aus schlichten weißen Hemden, denn für mehr reicht das Geld in Gaza nicht. Anders in Bethlehem, wo am 24. Dezember die christlichen Pfadfinder mit bunten Uniformen und unter der Begleitung von Trommeln, Pauken, Dudelsäcken, Pfeifen, Saxophonen und Trompeten durch die Straßen ziehen. „Mehr als 60 Jahre Konflikt ist zu viel, viel zu viel!“, rief Twal den Gläubigen in seiner Predigt zu. „Aber das Kind in der Krippe schenkt Licht, auch wenn alles rundherum dunkel ist.“ Zu den Pfadfindern in Gaza gehört auch die 21-jährige Berlanthy, welche aufgrund fehlender Aufenthaltsgenehmigung sechs Wochen vor den Abschlussprüfungen nicht mehr zu ihrer Universität in Bethlehem zugelassen wurde. Gefesselt und mit verbundenen Augen wurde sie zum Gazastreifen zurücktransportiert. Die Leitung der Universität beschloss deshalb, die katholische Studentin ihr Studium per Telefon und Internet-Konferenzschaltungen abschließen zu lassen – sie bestand mit Auszeichnung. Doch die meisten Christen in Gaza haben nur noch ein Ziel: So schnell wie möglich das Land zu verlassen. Quelle: scouting...