Kolumbianischer Besuch

Drei Wochen lang besuchten die Mitgründer Julio César Cardenas und Alejandra Sánchez der kolumbianischen Partnerorganisation Sueños Especiales den Diözesanverband Aachen der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG). Am 05. Juni fand ein Abschiedsgrillen für die kolumbianischen Gäste statt. Mehr als nur eine Partnerorganisation Sueños Especiales, das bedeutet besondere Träume, wurde von Julio César Cardenas und Alejandra Sánchez sowie von Esther Milbert im Jahre 2004 gegründet und unterstützt Kinder und Jugendliche im Stadtteil Tierra Firme in Ibague, Kolumbien. Innerhalb der Einrichtung können die Kinder und Jugendlichen neue Erfahrungen sammeln, sich gezielt fördern lassen und an interessanten Projekten teilnehmen. Besonders ist, dass von Anfang an inklusiv gearbeitet wurde und auch Kinder und Jugendliche mit Behinderungen zur Teilnahme eingeladen sind. Seit 2014 werden deutsche Freiwillige über das Programm Weltwärts nach Sueños Especiales entsandt, die dort ein Jahr lang mitarbeiten und viel über das kolumbianische Leben und auch über sich selbst lernen. Seit 2016 ist aus dem Freiwilligendienst ein Austausch geworden, eine Incoming-Stelle wurde geschaffen, bei der kolumbianische Jugendliche für ein Jahr lang in Deutschland leben und arbeiten können. Der Besuch von Julio und Alejandra, die in Deutschland unter anderem an dem Diözesanpfingstlager Zeitlos teilnahmen und dort Sueños Especiales vorstellten, beweist eindrucksvoll, dass die Beziehungen zwischen der DPSG DV Aachen und Sueños Especiales mehr sind als nur ein Projekt. Durch die enge Zusammenarbeit ist eine Freundschaft entstanden, die nicht nur die ehemaligen Freiwilligen, sondern auch die Diözesanleiterrunde umfasst. Nina Helesky, ehemals Freiwillige bei Sueños Especiales, freute sich sehr über den Besuch: „Es tut gut, Julio und Alejandra wiederzusehen, schließlich habe ich ein Jahr in Kolumbien verbracht und wurde dort unglaublich gut aufgenommen. Dass ich die Kontakte von damals hier fortführen kann, ist sehr bereichernd.“ Drei Wochen lang blieben die kolumbianischen Gäste in Deutschland, bis sie vom Diözesanverband mit einem...

Entwicklungshilfeprojekt der Rover Atsch in Ibagué, Kolumbien...

Die Rovergruppe Atsch der DPSG war diesen Sommer, als andere Urlaub machten, nahe der kolumbianischen Hauptstadt Bogota unterwegs, um ein Haus für Menschen mit Behinderungen zu bauen. Die Bauarbeiten gestalteten sich zunächst schwierig, denn es regnete und die Erde verwandelte sich in Matsch, zudem war das tropische Klima ungewohnt. Von acht Uhr morgens bis 18 Uhr abends schuftete die Gruppe bei jedem Wetter für den guten Zweck, nur unterbrochen durch eine Mittagspause aus Hitzegründen. Nach Feierabend duschen? Fehlanzeige. Lediglich der nahegelegene Fluss diente als Wasserquelle. Nach dem Baden im Naturwasserpool bekamen die Pfadfinder jedoch Probleme mit dem Magen. Zumindest war die medizinische Versorgung gut. Ein Ausflug zu den Thermalquellen in den Bergen konnte leider nicht mit einer Übernachtung erfolgen, da die dortigen Hütten in zu schlechtem Zustand waren und die dünne Luft Probleme bereitete. Im Halbdunkel musste also die Gruppe den Weg ins Dorf zurückfinden – die weiblichen Pfadfinder fanden jedoch Erbarmen bei einem Jeepfahrer, der sie mit ins Tal nahm. „Er war fest davon überzeugt, von Gott auf den Berg geschickt worden zu sein, um uns zu helfen“. Vor ungefähr drei Jahren haben wir uns im Trupp entschieden, ein größeres Entwicklungshilfe-Projekt in Angriff zu nehmen. Parallel zu der Suche nach einem geeigneten Projekt für uns, haben wir angefangen zu arbeiten, um Geld für unser Vorhaben zu sammeln. Nach langen Überlegungen, in welcher Region der Erde wir uns engagieren möchten, sind wir schließlich auf die „Corporación Sueños Especiales“ in Kolumbien aufmerksam geworden. Diese Organisation hat einen starken Bezug zum Bistum Aachen und dem DPSG Diözesanverband Aachen, was uns bei unserer Entscheidung für ein Projekt geholfen hat. Nachdem wir mit den drei Verantwortlichen, Esther Milbert, Julio César Cárdenas und Alejandra Sanchez Kontakt aufgenommen hatten, waren sie von unserem Vorhaben sofort begeistert. Zusammen überlegten wir, was...