„Boy Scouts of America“ öffnen sich für Mädchen...

Wie „Bild.de“ gestern berichtete, haben die Boy Scouts of America (BSA) beschlossen, sich der Mitgliedschaft von Mädchen zu öffnen. Ihr Präsident Randall Stephenson wird mit den Worten zitiert, es sei an der Zeit, das herausragende Programm der Pfadfinder auch Mädchen zur Verfügung zu stellen. Damit hätten es berufstätige Eltern nun leichter, weil sie alle ihre Kinder den Pfadfindern anvertrauen könnten. Hier die Originalmitteilung der BSA. Was mir darin fehlt (oder habe ich es überlesen?) ist der Hinweis auf die seit 1912/13 bestehenden „Girl Scouts of America“, die immerhin über 2.6 Millionen Mitglieder haben. Bei der Lekture der BSA-Veröffentlichung könnte man fast den Eindruck gewinnen, als hätten amerikanische Mädchen bislang nicht Pfadfinderin werden können. Entsprechend „begeistert“ fiel denn auch deren Reaktion aus. Die West-New Yorker Leitung der Girl Scouts ließ durchblicken, dass sie diese Entscheidung der Boy Scouts of America nicht begrüße. Schließlich seien die Girl Scouts die beste Erfahrung für Mädchen. Die Girl Scouts würden ihre unabhängige Arbeit fortsetzen. Bildnachweis: BSA Quelle (u.a.) Bild.de...

Pfadi Zürich feiern Koedukation

Seit 1984 ist die Pfadi Züri ein geschlechtergemischter Verband, wo Mädchen und Knaben gemeinsam die Natur erleben, Kontakte zu Gleichaltrigen knüpfen und unvergessliche Lager erleben können. Am kommenden Samstagnachmittag (25. Oktober) wird das 30-jährige Jubiläum des Zusammenschlusses der vormals getrennten Verbände für Mädchen und Knaben im Pfadiheim Breite in Winterthur gefeiert. In der Pfadi ist es heute eine Selbstverständlichkeit, dass beide Geschlechter gemeinsam an Aktivitäten teilnehmen, diese gemeinsam vorbereiten und leiten, Verantwortung tragen und sich für dieselbe Sache einsetzen. Das war nicht immer so. Über 60 Jahre lang waren die Mädchen und Knaben im Kanton Zürich in getrennten Verbänden organisiert, bis am 28. Oktober 1984 ein nachhaltiger Zusammenschluss beider Verbände gelungen ist. Bereits zuvor hatten sich geschlechtergetrennte Gruppen auf lokaler Ebene zusammengeschlossen. Die Selbstverständlichkeit, mit der Mädchen und Knaben Pfadiaktivitäten gemeinsam erlebten, bildete schliesslich die Basis für das erfolgreiche Zusammengehen. Die anfänglichen Befürchtungen, dass die Knaben die Mädchen nach dem Zusammenschluss einfach überstimmen könnten, verflogen schon nach kurzer Zeit. Die Tatsache, dass beide Geschlechter gleichberechtigt in einem Verband zusammenarbeiten war in der Pfadi Züri von Beginn weg eine Selbstverständlichkeit. Und auch heute steht der Kantonalverband nach wie vor unter gemischter Leitung einer Kantonsleiterin und eines Kantonsleiters. Der Pfadi Züri ist es damit gelungen bereits vor 30 Jahren eine Zusammenarbeit der Geschlechter erfolgreich zu realisieren. Dieser Erfolg wird im Rahmen eines Festes mit aktiven und ehemaligen Pfadis am kommenden Samstag, 25. Oktober 2014, im Pfadiheim Breite in Winterthur ab 16:00 Uhr gefeiert. Die Pfadi Züri ist mit 7’926 Mitgliedern der grösste von total 22 Kantonalverbänden der Pfadibewegung Schweiz und besteht aus 89 lokalen Pfadi-Abteilungen, die in 12 Regionen zusammengefasst sind. Bildnachweis: Pfadi Zürich Quelle: Medienmitteilung der Pfadi Zürich...

Von Streuselkuchen und Trompeten – Ein dialogischer Bericht vom Rheinischen Singewettstreit 2013...

Zwei scouting-Redakteure treffen sich am Sonntagmorgen des Rheinischen Singewettstreites und lassen das Wochenende Revue passieren. Almi: Moin Einstein, na ausgeschlafen? Einstein: Guten Morgen Almi! Naja, wenig geschlafen, aber das lässt sich mit ein bisschen Kaffee beheben. Almi: Hol’ dir am besten schnell den Streuselkuchen dazu, der ist nämlich noch warm! Wenige Minuten später stehen die Redakteure mampfend und schlürfend an der Burgmauer. Einstein: Und was denkst du über den Wettstreit gestern? Almi: Wettstreit, naja die Redezeit vor dem Singen wird auch immer länger. Klar eine kleine Einführung muss schon sein. Zudem waren manche Reden auch richtig gut. Auch wenn ich bei der Einführung zur „Freiheit des Vortragens von Liedern“ ein wenig anderer Meinung bin. Eine Bühne ist somit nicht vergleichbar mit dem privaten Atelier eines Malers. Einstein: Vielleicht hätte man den russischen Choral für Axi und die Trauerrede für fräntz auch eher in die Zeit verlegen können, in der die Jury berät. Das war ja auch Axis traditioneller Platz im Programm. Schade finde ich es übrigens, dass von Axi im Liedblatt kein Lied vorgesehen war. Aber vielleicht doch mal zum eigentlichen Wettstreit: Wie fandest du die auftretenden Gruppen? Almi: Was mich auch dieses Jahr wieder verwundert hat, ist der Auftritt der „Gemischtschaft“ Schwarzer Adler in der Kategorie Stämme. Der DPB ist nicht koedukativ. Wenn also die Jungenschaft Schwarzer Adler und die Mädelschaft Schwarzer Adler zusammen auftreten, was musikalisch immer richtig gut ist, dann ist das ein Singekreis. So steht es jedenfalls im Regelwerk des Wettstreites. Einstein: Da hast du auf jeden Fall mehr Einblick in Deinen Bund. Ich fand, dass die vorgetragenen Lieder jedes Jahr „hörbarer“ werden. Und weil diesmal wegen der geringen Singegruppenanmeldung kein Vorentscheid stattgefunden hat, ist es umso bemerkenswerter: Eigentlich war keine Gruppe dabei, deren Auftritt Publikumsfolter gewesen wäre. Was natürlich...

Mädchen und Jungen zusammen im Zeltlager – aber auch zusammen in einem Zelt?...

Gemischtgeschlechtliches Übernachten ist natürlich in erster Linie ein Thema für koedukative Gruppen. Doch bei diesen ist es oft selbstverständlich, dass nicht nur Wölflingsgruppen, sondern bisweilen auch Jungpfadfindergruppen -und Rover sowieso- ganz selbstverständlich in gemeinsamen Zelten übernachten. Das ist die Tradition, das ist seit vielen Jahrzehnten üblich und keiner denkt sich etwas dabei. Schaut man jedoch in das Gesetzbuch: „§180 StGB Abs. I – Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger: (I) Wer sexuelle Handlungen einer Person unter sechzehn Jahren an oder von einem Dritten oder vor einem Dritten oder sexuelle Handlungen eines Dritten an einer Person unter sechzehn Jahren (1) durch seine Vermittlung (2) durch Gewähren oder Verschaffen von Gelegenheit Vorschub leistet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Satz 1 Nr.2 ist nicht anzuwenden, wenn der zur Sorge für die Person Berechtigte handelt; dies gilt nicht, wenn der Sorgeberechtigte durch Vorschubleisten seine Erziehungspflicht gröblich verletzt.“ Um es gleich vorneweg zu sagen: Als Gruppenleiter seid ihr nicht Personensorgeberechtigt, das sind die Eltern. Und die Eltern können euch auch nicht das Sorgerecht übertragen. Das heißt ganz konkret: Selbst wenn die Eltern es euch schriftlich erlauben, dass die Teilnehmer und Teilnehmerinnen gemeinsam übernachten dürfen, macht ihr euch strafbar, solang auch nur ein einziger von diesen unter 16 Jahre alt ist („Verschaffen von Gelegenheit“). Ausnahme: Ihr übernachtet selbst mit den Teilnehmern zusammen im Zelt bzw. Raum. Dann ist nämlich die Beaufsichtigung gewährleistet. Ganz sauber ist es natürlich dann, wenn je ein weiblicher und ein männlicher Betreuer anwesend sind und zusätzlich dafür die Einverständniserklärung der Eltern eingeholt wurde und alle Teilnehmer mit dieser Handhabung einverstanden sind (sich vor andersgeschlechtlichen Jugendlichen umziehen zu müssen, kann als Verletzung der Intimsphäre empfunden werden). Der Begriff „Sexuelle Handlung“ umfasst im engeren Sinne alles ab Zungenkuss. Neben gemischtgeschlechtlichem Schlafen gehören auch das...