Zum Geburtstag von Helmut König (Helm)...

Heute feiert Helmut König (Helm) seinen 87. Geburtstag. Der bekannte Musikherausgeber, Liedermacher und „berüchtigter“ Förderer und Kritiker bündisch-musikalischem Schaffens wurde am 15. April 1930 in Bremen geboren. Helm kam über die Deutsche Jungenschaft zur bündischen Jugend. Ursprünglich studierte er Germanistik und Geschichte, später kamen noch Pädagogik, Chorleitung und Philosophie hinzu; er arbeite als Verlagsassistent bei Voggenreiter („Turm“), als Gymnasiallehrer und als Lektor in Kalkutta. 1968 übernahm er ein kleines bündisches Schallplattenlabel und gründete mit Freunden aus der Jungenschaft die Schallplattenfirma Thorofon. Wann immer bündischer Gesang oder das Beherrrschen von Instrumenten im Niveau abzugleiten droht, wird ein deutliches Wort von Helm hörbar – ab 1985 war er als Jurymitglied regelmäßig bei verschiedenen pfadfinderisch-bündischen Singewettstreiten anzutreffen. Auch wenn er inzwischen in seiner Beweglichkeit eingeschränkt ist, so wird er doch heute daheim mit einigen Gästen feiern. Scouting wünscht alles Gute zum Geburtstag. Mehr zu helm bei Scout-o-wiki. Bildnachweis: Helm König 1955. Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Buchvorstellung: tejo, Unser Schiff und die Jungenschaften 1945 bis 1949...

Von 1945 bis 1949 lebte Walter Scherf, bekannt unter seinem Fahrtennamen tejo, in Göttingen; seine Wohnung, die Türmerwohnung auf dem Johannis-Kirchturm, wurde zum Zentrum der Jungenschaften in Niedersachsen. Vom März 1947 bis zum Herbst gab er die Rundbriefe der deutschen Jungenschaft unter dem Namen „UNSER SCHIFF” heraus, in diesen Jahren des Mangels an allem, auch des Papiermangels, ein großes Risiko. Aber diese Hefte waren unter den Veröffentlichungen für junge Menschen, die es in jenen Jahren gab, etwas Einmaliges, Besonderes. Sie waren der Versuch, nach Beendigung der Hitlerzeit neue Orientierungen zu geben, ohne auf den Pfaden der bemühten Re-Education oder der üblichen hergebrachten Schulpädagogik zu wandeln. Walter Scherf, tejo, gelang es, eine Sprache zu finden, die von den Jungen unmittelbar verstanden wurde. So öffnete er ihnen eine bis dahin fremd gewesene Welt, die Welt der Dichter wie Bertolt Brecht, Georg Heym, Matsuo Basho und Li-tai-pe, aber auch die Welt der Märchen und Geschichten aus allen Kulturen, von Kakuzo Okakura und der Zeremonie des Tees, die Welt der Heikus. Das war nicht die Sprache der beamteten Lehrer, es war die Sprache einer neuen Freiheit. Und tejo gab eigene Gedichte dazu und Geschichten aus dem inneren Leben der Gruppen und Betrachtungen über die Variationsbreite menschlichen Lebens, Anregungen zum Nach-Denken. Unterstützt wurde der Gehalt der Hefte durch eigenwillige Grafiken, die weit entfernt waren von den üblichen Ausschmückungsbildern der gängigen Vereinsgazetten für Jugendliche. Dazu kamen Lieder, handschriftlich gestaltet, die so anders klangen als sie gewohnt waren aus dem wandervogeligen Zupfgeigenhansl oder von Hans Baumann. Tejo gelang es, Lieder für die Horten der Jungenschaften zu schreiben und mit ganz eigenen Melodien zu versehen – sie verbreiteten sich über „UNSER SCHIFF”, aber auch mündlich, und sie gingen ein in das Liedgut der Bündischen. Die auf billigem Nachkriegspapier gedruckten Hefte von „UNSER...

Buchvorstellung: Pitters Lieder

Mit pitters lieder liegt nun eine von Helmut König herausgegebene vollständige Sammlung der nachgelassenen Lieder von Peter Rohland in Text und Noten vor. In ihrer Reihenfolge folgt sie der Systematik der schon zuvor von Helmut König bei THOROFON herausgegebenen Tonauf- zeichnungen. Es war das Anliegen der Peter Rohland Stiftung, die Lieder von Peter Rohland einer breiteren Öffentlichkeit in Text und Ton in einem Band zugänglich zu machen. Dies ist nun gelungen. Die Tonaufnahmen von Peter Rohland finden sich auf einer DVD, die diesem Buch beigefügt ist. Zu den vornehmsten Aufgaben der Stiftung gehört die Aufarbeitung und Präsentation des künstlerischen Nachlasses ihres Namensgebers. Mit dem nun vorliegenden Liederbuch pitters lieder kommt die Stiftung einmal mehr ihrer Aufgabe nach, das von Peter Rohland hinterlassene Werk zu erfassen und der Öffentlichkeit vorzustellen. Peter Rohland (1933-1966) war einer der wichtigen Neuerer und Anreger in der deutschen Lied- und Chanson-Szene der frühen 1960er-Jahre. Mit seinen Liedzyklen der Landstreicherballaden, der Lieder des Francois Villon, der jiddischen Lieder und vor allem der Lieder deutscher Demokraten des Vormärz und der Revolution von 1848 hat er dem schon verloren geglaubten deutschen Volkslied („Wo sind unsre alten Lieder?“ sang Franz Josef Degenhardt damals in einem seiner vielbeachteten Chansons) eine neue Dimension hinzugefügt und zur Entwicklung eines neuen „unverstaubten“ Volksliedverständnisses beigetragen. Rezensionen: „Die sorgfältige, nahezu bibliophile Gestaltung dieses Buches (Leineneinband, Schutzumschlag, Grafik, Lesebändchen, Format, Papier- und Druckqulität) geht erheblich über die Machart vieler vergleichbarer Liederwerke hinaus. Ein Buch, das sich nicht nur für den eigenen Gebrauch, sondern auch zum Verschenken eignet.“ Kei Engelke – Folker 05/14 ISBN 978-3-88778-407-2 248 Seiten Format: 18 x 25 cm Sprache: deutsch 1. Auflage, inkl. DVD mit allen Liedern, Hardcover mit Leinen und Schutzumschlag Hier geht es zur Bestellung. Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über...

pitters lieder – Die Lieder des Peter Rohland...

Mit „pitters lieder“ liegt nun eine von Helmut König herausgegebene vollständige Sammlung der nachgelassenen Lieder von Peter Rohland in Text und Noten vor. In ihrer Reihenfolge folgt sie der Systematik der schon zuvor von Helmut König bei THOROFON herausgegebenen Tonaufzeichnungen. Es war das Anliegen der Peter Rohland Stiftung, die Lieder von Peter Rohland einer breiteren Öffentlichkeit in Text und Ton in einem Band zugänglich zu machen. Dies ist nun gelungen. Die Tonaufnahmen von Peter Rohland finden sich auf einer DVD, die diesem Buch beigefügt ist.

Konzertkritik der Heckenkapelle in Bonn...

Beim Rheinischen Singewettstreit wurde ich auf die „Heckenkapelle“ aufmerksam gemacht. Es sei eine ganz hervorragende bündische Gesangsgruppe von Frauen aus dem Laninger Wandervogel. Ich solle unbedingt einmal die Gelegenheit nutzen, ein Konzert von ihnen zu besuchen. Nun verhält es sich so: Bei der Scouting tun sich vor allem zwei Redakteure durch Ortstermine hervor. Der eine ist Einstein. Einstein ist ein ausdauernd wohlwollender Mensch mit so großer Freude an der Pfadfinder- und Jugendbewegung, dass über seine Lippen nie ein schlechtes Wort käme. Für schlechte Worte und harsche Kritik ist der andere Redakteur zuständig und das bin ich. Ich trete im allgemeinen aber bei Besprechungen nur auf den Plan, wenn sich zuletzt ein Leser über die zu wohlwollende Kritik beschwert hat. Das ist zumeist Helm. Was nun das Konzert der „Heckenkapelle“ anbelangt, bekam ich nun vor einigen Tagen von Jenna aus dem Laninger Wandervogel eine freundliche E-Mail, ob ich nicht Interesse an einem Besuch ihres Konzertes in Bonn hätte. Von der internen Aufgabenverteilung in der Redaktion (s.o.) konnte sie ja nichts ahnen. Ich hatte aber aufgrund der Vorschusslorbeeren trotzdem Interesse. Nicht zuletzt, weil die musikalische Qualität der meisten heutigen Beiträge auf den Singewettstreiten früher nicht einmal gelangt hätte, um auf die Bühne zu kommen. Um das Desaster zumindest optisch ansprechend zu machen, bekommen alle, die schon einmal von fern ein Instrument gesehen haben, ein solches in die Hand gedrückt. Das Ergebnis ist zumeist ziemlich ernüchternd für die Zuhörer. Und ich neige auch ein wenig zu der These, dass eine Gruppe, die heutzutage ein einziges Lied halbwegs beherrscht, dieses direkt so großartig findet, dass sie glaubt, sofort und ohne weitere Proben auf eine bündische Bühne stürmen zu müssen. Schlimmstenfalls mit Geigen bewaffnet. Und wer zwei Lieder halbwegs beherrscht, nimmt eine CD auf. Das alles konnte Jenna von...