Mühlenstumpf Bonn: Appell an Erbengemeinschaft...

Elf Jahre ohne Wasser und Strom: Im Fall des denkmalgeschützten Mühlenstumpfes in Bonn (scouting berichtete) setzen die Pfadfinder des DPB und ihr Förderverein nun auf progressive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Sie hatten das Gemäuer schon vor über zehn Jahren zur Nutzung überlassen bekommen. Gruppenstunden sind dort aber bis heute nicht möglich, denn die unmittelbar benachbarte Erbengemeinschaft verweigert eine Durchleitung über ihr Grundstück, um an vorhandene Ver- und Entsorgungsleitungen der Stadt anschließen zu können. Die ins Auge gefasste Insellösung, ein Humusabort, werden aber vom Bauamt aber nur während der Baumaßnahmen toleriert. Denn es besteht ein Anschlusszwang an den öffentlichen Abwasserkanal. Deshalb sollen die Pfadfinder mittelfristig 200 Meter Abwasserkanal quer durchs Landschaftsschutzgebiet verlegen. Der mal eben um die 100.000 Euro kosten wird und das Budget somit gänzlich sprengt. Erfolgreicher verlief ein kurzfristig anberaumter vor-Ort-Termin mit der Denkmalbehörde. Eine klassische Außenisolierung gegen eindringendes Wasser des unter der Erde befindlichen Sockelbereiches lehnt sie zwar weiterhin ab, um die „historische Ablesbarkeit“ des Gemäuers auch fünf Meter unter der Erde zu gewährleisten, aber es wurden Alternativen erörtert. So wäre es beispielsweise möglich, eine  nach oben gegen Nässe geschützte Sperre mit Abstand zur Wand einzubringen. Es ist zu hoffen, dass auch die Erbengemeinschaft ihre ablehnende Haltung endlich aufgibt und Erbarmen zeigt! Der nächste Weg führt die muntere Truppe nun aber zunächst ins Fernsehen. Und im April dann wohl wieder auf die Bühne des Rheinischen Singewettstreites, um ihren fulminanten Dreifach-Sieg des letzten Jahres zu wiederholen (bester Gesang, bestes selbstgeschriebenes Lied und schönste Boy Group!). Quellen: Rundschau-online 27.12.2016; General-Anzeiger Bonn 21.12.2016; Express 06.11.2016 Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Sieben Jahre ohne Wasser und Strom...

Pfadfinder haben auf Fahrt kein Problem mit Verzicht auf Elektrizität, Heizung oder Toiletten. Aber als Dauerzustand in einem Pfadfinderheim würden selbst sie das als suboptimal finden. Bereits vor sieben Jahren erhielten die Bonner Pfadfinder des Deutschen Pfadfinderbundes, Hag Rheintöchter und Jugenschaft Volundr, den denkmalgeschützten Mühlenstumpf (=den massiv gemauerten unteren Teil einer früheren Turmwindmühle) gegen eine symbolische Pacht von der Stadt Bonn überlassen. Zu diesem Zeitpunkt war der Mühlenstumpf bereits seit Jahrzehnten zugemauert und dem Verfall anheim gegeben. Seither hat sich zwar so einiges getan, Tor und Fenster wurden angebracht, das Dach neu gemacht, eine Zwischenetage eingezogen und seit vergangenem Winter gibt es sogar einen Holzofen und am Geld mangelt es durch eine Zuwendung aus der NRW-Stiftung und vielen weiteren Unterstützern auch nicht im wesentlichen, jedoch: Bis zum heutigen Tage ist das Grundproblem, nämlich die Versorgung mit Trinkwasser und Strom und die Entsorgung von Abwasser nicht behoben. Die entsprechenden Leitungen laufen zwar direkt vor dem Mühlenstumpf in der Straße, dürfen jedoch, da Hauptleitungen, nicht angezapft werden. Optimal wäre also die Versorgung über die direkt hinter dem Mühlenstumpf liegenden Grundstücke, doch da spielen die Eigentümer nicht mit, mal der eine, mal der andere. Die quer gegenüber liegende Einrichtung „Haus am Müllestumpe“ hat den Pfadfindern hingegen schon vor Jahren Entgegenkommen signalisiert, doch hier wären mehrere hundert Meter zu überwinden, was die Kosten schier explodieren lassen würde. Dem Fördervereinsvorsitzenden bleibt wohl auch die nächsten sieben Jahre nichts übrig, als an das Herz der sich zierenden Anreiner zu appellieren. Quelle: Bonner General-Anzeiger...

Olympische Spiele – Bundeslager des Deutschen Pfadfinderbundes...

1500 Pfadfinder, gutes Wetter und eine herausragende Spielidee, das ist der Stoff, aus denen erfolgreiche Bundeslager geschnitzt sind. Die diesmaligen Ausrichter des Bundeslagers des Deutschen Pfadfinderbundes (DPB), Jungenschaft Gralsritter aus Monheim, Jungenschaft und Hag Schwarzer Adler aus Köln, Jungenschaft Volundr und Hag Rheintöchter aus Bonn konnten in jeder Hinsicht punkten. Die Teilnehmer waren aus dem gesamten Bundesgebiet der Einladung gefolgt, die sie zu Pfingsten in der Schavener Heide bei Mechernich in der landschaftlich schönen Eifel zusammenrief. Das Lager stand unter dem Motto der Olympischen Spiele – ein freundschaftlicher Wettkampf und ein gegenseitiges Kennenlernen. Aus der Einladung zum Bundeslager: „Ich bin seit 1998 bei den Pfadfindern. Ich habe seitdem jedes Bundeslager mitgemacht. Ich habe unter anderem für den Adler gekämpft, die Schlachten des dreißigjährigen Krieges geschlagen und die Geschichte der Yeringaflora miterlebt… Wir wollen uns wieder einer Geschichte hingeben – unserer eigenen.“ (Klopfer, JS Volundr) Standen in den vergangenen Jahren oft Kostüme oder phantasiereiche Spielideen bei den Bundeslagern im Mittelpunkt, so waren es diesmal die realen Gruppen selbst. „Die mit den Baströckchen“ vom Bundeslager 2007 offenbarten sich als Jungenschaft Schwarzer Adler mit erstaunlichem Talent für anspruchsvolle Fotographie; Gau Franken (der im Bundeslager 1999 einen eindrucksvollen Drachen präsentiert hatte) zeigte sich als Spezialist für gut inszenierte Fehden; die Sueben können hervorragenden Kuchen backen und überhaupt war der Tag der offenen Jurten mit all den Ausstellungen, Fotos, lukullischen Köstlichkeiten einer der Höhepunkte des Lagers, aber mitnichten der einzige. Ob die Horten und Gilden bei der Lagerrallye knifflige Fragen zu beantworten hatten (das Lieblingsessen von der Bundesmächenführerin ist übrigens „Möhren durcheinander“), oder beim Postenlauf von sportlichen Herausforderungen bis hin zum Pfadfindergeschichtskreuzworträtsel Aufgaben miteinander bestanden, stets war gute Stimmung allgegenwärtig. Ein Fotowettbewerb rundete das Bild tagsüber ab. Zwar musste das fast schon traditionelle Schlammcatchen dieses Jahr wegen gutem Wetter...

Oberbürgermeisterin übergibt den Bonner Mühlenstumpf an Pfadfinder...

Ein halbes Jahrzehnt hielten die Bemühungen der Pfadfinder um den Erwerb des Mühlenstumpfes in Bonn-Auerberg an, jetzt erfolgte endlich die feierliche Übergabe durch die Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann. Nach fünfjährigem hin und her konnten die Mädchen vom Hag Rheintöchter und die Jungen des Stammes Rheingold aus dem DPB endlich ihre Erbpachturkunde in Empfang nehmen.Bei dem denkmalgeschützten Mühlenstumpf  handelt es sich um ein letztes Relikt einer jahrhundertealten Bau – und Techniktradition. Schon um 1620 stand an dieser Stelle eine  Bockwindmühle, welche später durch eine Holländische Turmwindmühle ersetzt wurde. Ihr Betrieb wurde 1899 eingestellt und die Aufbauten um die Zeit des ersten Weltkrieges niedergelegt. Der massive Unterbau diente in der Folgezeit als Eiskeller, Lager, Werkstatt und auch als Stall. Vor Jahrzehnten wurde er zugemauert, um einer weiteren Zerstörung vorzubeugen. Durch die Initiative des Deutschen Pfadfinderbundes bietet sich die Möglichkeit, den Stumpf wieder sinnvoll zu nutzen und ihn dadurch dauerhaft zu erhalten. Die Liste der anstehenden Bauarbeiten ist lang. Das Dach muß ausgetauscht werden, das im Hang liegende Gebäude zwecks Trockenlegung freigegraben werden, Wasser und Stromanschlüsse fehlen, eine Zwischendecke wird eingezogen und dann fehlt immer noch der Innenausbau. „Bis vor wenigen Minuten dachte ich, ich übergebe euch heute ein wertvolles Geschenk. Aber jetzt weiß ich, daß es nur eine gute Grundlage ist“, so sagte die Oberbürgermeisterin fast entschuldigend, nachdem ihr die anstehenden Bauarbeiten geschildert wurden. Optimisten in der Gruppe gehen davon aus, daß der Mühlenstumpf in zwei Jahren fertig gestellt ist und dann als Gruppenraum den 80 Jugendlichen zur Verfügung steht. Bis dahin werden rund 100.000 € investiert worden sein, die ehrenamtlichen Arbeitsstunden der Pfadfinder und ihres regen Fördervereines sind hierbei selbstverständlich nicht berücksichtigt. Finanziell gefördert wird das Vorzeigeobjekt durch die Stiftung Mensch, die Nordrhein-Westfalen-Stiftung, die Bürgerstiftung Bonn und zahlreiche Einzelspenden. Aktuelle Informationen zum Projektstand finden sich...

Bundesmarathon des DPB

Jedes Jahr im Mai treffen Teilnehmer aus dem Deutschen Pfadfinderbund (DPB) zum Bundesmarathon zusammen. Dieses Jahr war mit „nur“ 145 gemeldeten Pfadfindern die Zahl kleiner als sonst, doch dieses tat dem Erfolg keinen Abbruch. Die Organisatoren aus der Jungenschaft Volundr und dem Hag Rheintöchter aus Bonn hatten eine wunderschöne Strecke durch den Stadtwald von Bad Münstereifel und um die Steinbachtalsperre herum auserwählt. Die Teilnehmer waren im Alter zwischen 10 und 54 Jahren. Da es beim Bundesmarathon des DPB geht es nicht um gelaufene Kilometer, sondern um den Gedanken des Losgehens und auf dem Weg sein geht, waren nur etwa 15 Läufer tatsächlich joggend unterwegs, die anderen legten die 42 km lange Strecke wandernd zurück. An insgesamt 8 Posten wurden den zunehmend erschöpfteren Teilnehmern Obst und Getränke angeboten. Beinahe wäre der diesjährige Lauf dem guten Wetter zu Opfer gefallen: Nur drei bis vier weitere Tage ohne Regen und es wäre bei Waldbrandstufe 5 eine völlige Sperrung der Wälder abgeordnet worden.Marathon war ein Dorf im antiken Griechenland an der Ostküste von Attika, nordöstlich von Athen. Auf einer dort von Bergen, Sumpflandschaft und Meer umgebenen Ebene wurde 490 v.Chr. die berühmte Schlacht zwischen Athenern und Persern ausgetragen. Dabei wurde die angreifende persische Armee unter Dareios I. von den Athenern unter Miltiades besiegt. So konnten die Griechen einen schnellen Rückmarsch nach Athen antreten und die Stadt vor einem persischen Angriff von See aus bewahren. Der Marathonlauf erinnert an die sagenhafte Leistung des Boten Phidippides, der die Strecke bis Athen lief, um die Siegesnachricht zu verkünden. Gemäß dem Mythos schrie Phidippides bei seiner Ankunft in Athen «Wir haben gesiegt!» und starb auf der Stelle. Die von ihm zurückgelegte Strecke betrug etwa 38 Kilometer. Die heute verbindliche Länge von genau 42,195 Kilometern entstand erst im Jahre 1908, als eine englische...