35-Stunden-Woche für Schüler

Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) schließt sich der Forderung von CDU-Politikern an, den Schulunterricht pro Woche auf maximal 35 Stunden zu begrenzen. Zudem fordert sie einen bundesweit einheitlichen freien Nachmittag für die Kinder und Jugendlichen und kritisiert die jüngst unter den Bundesländern vereinbarte Ausweitung des Ferienkorridors. Dieser lasse gemeinsame Ferienfreizeiten unmöglich werden. Die DPSG forderte stattdessen mehr Zeit für außerschulische Bildung und eine Reduzierung des Leistungsdruckes.Gegen den Vorstoß zur 35-Stunden-Woche hatte inzwischen der Deutsche Lehrerverband Stellung bezogen. Sinngemäß äußerte deren Präsident, die Herren Politiker bräuchten Nachhilfe in Mathe, wenn sie eine Unterrichtsstunde von 45 Minuten mit einer Zeitstunde gleichsetzen würden. Wenn ein Zehntklässler 35 Stunden Unterricht habe und dann noch dreimal nachmittags zwei zusätzliche Unterrichtstunden dazukämen, bliebe dies immer noch unter der Zahl von 35 Zeitstunden. Er sagte zudem, Konkurrenzländer wie Japan und China würden sich amüsieren über das, was in Deutschland als Schulstress definiert werde. Die Pfadfinderorganisationen beklagen deutschlandweit die Ausweitung des Nachmittags- und Samstagsunterrichtes sowie das hohe Lernpensum des verkürzten Abiturs sowie der Bachelor-Studiengänge. Gruppenleiter sind unter diesen Verhältnissen schwierig zu finden und kaum langfristig zum Engagement zu gewinnen. Quelle: Pressemitteilung der DPSG...

„Die Ganztagsschule ist eine Gefahr für unsere Gesellschaft“...

In einem interessanten Artikel befasst sich das Bildungsmagazin „News 4teachers“ mit den Auswirkungen der Ganztagsschule auf die Freizeitaktivitäten der betroffenen Kinder und Jugendlichen. Zu Wort kommen der Vorsitzende der NRW-Landesverbandes der Musikschulen, deren Schülerzahl in der Altersgruppe der Oberstufe seit 2009 um zehn Prozent eingebrochen ist und der den Wert der Musik für die persönliche Entwicklung betont, als auch DPSG-Bundesvorsitzender Dominik Naab, der den knackig feststellt, dass die Ganztagsschulen eine Gefahr für die Gesellschaft seien, denn sie lasse den Kindern und Jugendlichen keine selbstbestimmten Freiräume für ihre persönliche Entwicklung. Hier gehts zum Artikel: News 4teachers...

BdP Berlin-Brandenburg schrumpft

Wie der BdP Berlin-Brandenburg der Berliner Morgenpost mitteilte, leidet er unter stark schrumpfenden Mitgliederzahlen. In den vergangenen Jahren habe sich die Zahl der Teilnehmer an den Aktivitäten der Pfadfinder glatt halbiert. Es seien zwar immer noch 0,5 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland bei den Pfadfindern aktiv, aber es gäbe eben immer weniger Kinder in Deutschland. Quelle: Berliner Morgenpost...

Kritik an der Mitwirkung von Eltern...

Fehlt es einem Pfadfinderstamm an Leitern, so wird bisweilen die Mitwirkung von Eltern auf der Gruppenführerebene in Erwägung gezogen. Auch kommt es vor, dass Eltern mit pfadfinderischen Hintergrund, die an ihrem Wohnort keinen Stamm für ihre Kinder finden, diesen kurzentschlossen selbst gründen. Indirekte Kritik an diesem Vorgehen äußert Alfred Thomin in der Ausgabe 2/2013 der Zeitschrift Kreuzwacht. Um Jugendlichen einen eigenen Platz zum Wachsen und Werden bieten zu können, müsse ein deutlicher Trennungsstrich sowohl zu der Wölflingsstufe, als auch zu den Eltern und Erwachsenen gezogen werden. Dies sei eine Notwendigkeit, um den Ansatz Baden-Powells, von einem eigenen Jugendbereich als anerkannte Erziehungsinstitution zwischen Schule und Elternhaus, gewährleisten zu können. „Familienvereine mit Schnitzeljagden, Würstchenbraten, Lagerfeuer, Laternenumzügen und gemeinsamen Hüttenbau ist für Eltern und ihre Kinder eine gute Sache. Nur, – mit Pfadfinderei hat dies nichts zu tun!“ In eine ganz ähnlich Kerbe schlägt auch die Darstellung von Andreas Gürke in der Zeitschrift „Der Leiermann“ Ausgabe 29, wenn er zu den Grundlagen eines Bundes schreibt „Von größter Wichtigkeit ist dabei die Selbsterfahrung. Doch selbst in vielen, sich „jugendbewegt“ nennenden Bünden ist für Heranwachsende Selbsterfahrung durch allzu fürsogliche Ältere in weiten Bereichen gar nicht mehr möglich.(…) Das Fernhalten jedweder etwaigen Gefahr und Anstrengung geht am Anspruch jugendlicher Entwicklung vorbei.“ Quelle: Kreuzwacht, (Kreuzpfadfinderzeitschrift), Ausgabe 2/2013 Der Leiermann, (Weinbacher Wandervogel), Ausgabe...

Offene Ganztagsschulen: Für kleine Gruppen schnell ein Problem...

Die Delegierten der nordrhein-westfälischen Stämme des BdP trafen im März in Königswinter zusammen, um über das Thema „Offene Ganztagsschulen“ zu diskutieren. Wie andere Vereine auch, leiden viele Pfadfindergruppen empfindlich unter der in den nachmittäglichen Arbeitsgemeinschaften an den Schulen angebotenen „Konkurrenz“.  Für die Eltern und auch ihre Kinder ist es halt bequemer, an einer in der Schule angebotenen AG teilzunehmen, statt extra zu einer Pfadfindergruppenstunde an anderer Stelle zu kutschieren. Problematisch sind auch die längeren Schulzeiten der Gymnasiasten und den Druck, der auf den potentiellen Gruppenleitern lastet, so dass auch hier Nachwuchssorgen bestehen. Größere Stämme verkleinern sich hierdurch möglicherweise, kleinere jedoch stehen vor der Gefahr, ihre Arbeit ganz einstellen zu müssen. Die Pfadfinderarbeit auf Arbeitsgemeinschaften, insbesondere an Grundschulen, umzustellen, unterwirft sie jedoch einer gewissen Beliebigkeit, da AGs naturgemäß mit stark wechselnden Teilnehmern einhergehen. Ein festes Gruppengefüge kann so nicht entstehen. Am Ende des Treffens stand ein Antrag, den die Pfadfinder dem „Ring deutscher Pfadfinderinnen und Pfadfinder“ (rdp) Nordrhein-Westfalen sowie dem Landesjugendring NRW vorbringen wollen. Es sollen Möglichkeiten gefunden werden, die es „schulpflichtigen Ehrenamtlichen sowie Schülern einräumen, sich außerhalb der Wochenenden in Jugendverbänden zu engagieren“. Dabei solle beachtet werden, dass die Jugendarbeit „kein Teil der staatlichen Bildungsarbeit werden soll, da sonst der spezifische Charakter von Freiwilligkeit, Vielfalt und Unabhängigkeit“ leide. Ein möglicher Lösungsansatz: Landesweit könnten zwei Nachmittage pro Woche einem „freiwilligen Betreuungsangebot für alle Schulpflichtigen“ zur Verfügung stehen. So hätten Schüler die Möglichkeit, sich in dieser Zeit in Jugendverbänden zu engagieren, ohne dass die Schule darunter leide. Quelle: scouting...