Beräunertreffen kehrt auf die Burg zurück...

Das anstehende Beräunertreffen im März wird wieder auf der Burg Ludwigstein stattfinden. Mit der Rückkehr auf die Burg ergäben sich wieder zahlreiche zusätzliche Möglichkeiten, verlautbart der Organisationskreis in seiner Einladung. Das Beräunertreffen war auf der Burg Ludwigstein aus der Taufe gehoben worden, dann aber aufgrund der von der Burg für ein Jahr vorgenommenen  Aussperrung von Pfadfinder- und Jugendbewegung auf den Wandervogelhof „Gut Steimke“ übergewechselt. Auch anschließend hieß es aus Kreisen der Ludwigstein, es werde kein Beräunertreffen auf der Burg mehr geben. Gerade das Beräuntertreffen war in der Vergangenheit Anlass für Konfrontationen zwischen „rechts“ und „links“ gewesen. Unter den (erfolgreichen) Teilnehmern waren wiederholt Gruppen, die landläufig als äußerst konservativ und darüber hinaus eingeschätzt wurden. Wie man mit Anmeldungen aus diesen Kreisen zukünftig umgehen will, geht aus der Einladung nicht hervor. Die Mädchengruppe der Fahrenden Gesellen, der Deutsche Mädelwanderbund (DMWB) soll sich personell inzwischen aber so gut wie vollständig zerlegt haben und in unterschiedliche bereits bestehende, wie auch neu gegründete Gruppen übergegangen sein. Hier der Wortlaut der Einladung: Liebe Freunde aus den Bünden, hiermit erreicht Euch Eure Einladung zum Beräunertreffen 2016, das in diesem Jahr vom 04. bis 06. März wieder auf Burg Ludwigstein stattfinden wird! Mit der Rückkehr auf die Burg haben wir umfangreiche Möglichkeiten: Es wird eine Vielzahl musischer AGs, ein Tutorenprogramm für junge Gruppen, einen alkoholfreien Bereich, einen Handwerkermarkt sowie ein Konzert am Freitag geben. Bis zum 31.01. läuft die Frühbucheranmeldung, bei der folgende Preise gelten: Frühbucher und Sänger Zelt 10,- € Bodenlager 15,- € Bett 20,- € Wer sich später anmeldet, zahlt den Abendkassenpreis (+5€). Natürlich finden wir es ganz großartig , wenn sich jemand von Euch aktiv beteiligen will, ob mit einer AG (Gitarren- oder Triangelkurs, mehrstimmiges Singen, Liedtexte verfassen, Musiktheorie, melodisches Pupsen…), als Tutor, mit einem Stand auf dem Markt...

Im Namen des Volkes

Im Rechtsstreit der Fahrenden Gesellen als Kläger gegen den Südmarkverlag, den Redaktionsleiter der Zeitschrift „Stichwort“ und der Verfasserin des eben dort erschienenen Artikels „Schon vergessen? Bunte Vielfalt – statt brauner Einfalt“ ist Ende September das Urteil gefallen. Die Fahrenden Gesellen unterlagen vor dem Landgericht Berlin in erster Instanz. Im genannten Artikel hatte die beklagte Autorin über den Freibund, die Fahrenden Gesellen, den Deutschen Mädel Wanderbund sowie die Deutsche Gildenschaft einige unschöne Dinge behauptet: „Die oben genannten Organisationen sind nachweislich befrachtet mit tradiertem deutschtümelndem, großdeutschem, rassistischem Gedankenmüll und verbandelt mit Artgemeinschaftssippen, führenden Rechtsradikalen oder den „Neuen Rechten“, wie sie sich nach außen relativierend nennen. Ein Europa der Vaterländer, eine europäische Neuordnung wird propagiert, verschwiegen wird aber, dass diese Neuordnung unter Federführung der germanischen Heilsbringer und in den Grenzen von 1939 angedacht ist.“ Die Fahrenden Gesellen hatten beantragt, die Beklagten dazu zu verurteilen, zu unterlassen, in Bezug auf sie wörtlich oder sinngemäß die Behauptungen, sie seien „verbandelt…mit führenden Rechtsradikalen“ und ferner, der Verein befürworte ein Europa in den Grenzen von 1939, wie geschehen durch die Veröffentlichung des Satzes: „Ein Europa der Vaterländer (…) und in den Grenzen von 1939 angedacht ist“, zu verbreiten oder verbreiten zu lassen. Sie begründeten dies damit, dass es keinerlei Belege gäbe, die es ermöglichten, sie oder ihre Mitglieder in die rechtsradikale Szene einzuordnen. Diesem Antrag wurde jedoch nicht statt gegeben. In der Urteilsbegründung wurde u.a. darauf verwiesen, dass die von der Verfasserin getätigten Äußerungen (s.o.) eine als solche erkennbare Wertung (in Abgrenzung zur Tatsachenbehauptung) ist und als solche durch die Meinungsfreiheit gedeckt ist. Zudem stellte der Richter fest, dass diese Wertung außerdem auf Basis von Artikeln aus der Vereinszeitschrift der Fahrenden Gesellen erfolgt sei und erläuterte weiter: „Kontakte zu Artgemeinschaftssippen oder „Neuen Rechten“ bestreitet der Kläger gar nicht, so dass ohnehin...